Zeitinfotypen simulieren

Objective

After completing this lesson, you will be able to einrichtung und Zuordnung simulierter Zeitinfotypen für die erweiterte Zeiterfassung überprüfen

Simulierte Zeitinfotypen

Die Zeitwirtschaftsdaten werden in verschiedenen Infotypen und im Cluster B2 (Zeitauswertungsergebnisse) abgelegt. Die Standardreports ermöglichen Auswertungen für einzelne Datenquellen wie Infotypdaten (z.B. Report RPTABS20) oder Clusterdaten (z.B. Report RPTBAL00), jedoch nicht für Infotypdaten und Clusterdaten gleichzeitig. Daher stellen Standardberichte häufig nur einen Abschnitt der relevanten Daten bereit.

Zeitwirtschaftsreporting mit simulierten Infotypen

Simulierte Infotypen ermöglichen es Ihnen, Berichte für eine größere Bandbreite von Geschäftszwecken auszuführen. Das Infotypkonzept stellt Daten aus verschiedenen Quellen (Infotypdaten, Zeitauswertungsergebnisse und Daten aus dem persönlichen Arbeitszeitplan) in einer übersichtlichen Übersicht zur Verfügung. Beispielsweise können Sie simulierte Infotypen verwenden, um Clusterdaten (Clustertabellen ZES, ZL mit ALP und C1) über Infotypstrukturen zu lesen und auszuwerten.

Simulierte Infotypen werden simuliert, da Infotypdaten nicht wie üblich in einer Infotyp-Datenbanktabelle gespeichert werden. Stattdessen wird sie zur Laufzeit von einem Funktionsbaustein der Zeitwirtschaft aus einer Vielzahl von Datenbanktabellen abgerufen.

Ähnlich wie andere Infotypen stehen simulierte Infotypen in der logischen Datenbank PNPCE zur Verfügung. Das bedeutet, dass sie wie andere Infotypen für kundeneigene ABAP-Programme und das Reporting mit SAP Query verwendet werden können.

Hinweis

Sie können auch geschäftsorientierte SAP-BW/4HANA-Strukturen (InfoSources) in S4/HANA als simulierte Infotypen verwenden.

Notiz

Bisher mussten für die Auswertung mehrtägiger An- oder Abwesenheiten (insbesondere Bewertungen außerhalb des Auswertungszeitraums) die An- oder Abwesenheitssätze bisher von jedem einzelnen Report gezählt werden. Bei simulierten Infotypen ist dies kein Problem, da die An- und Abwesenheitssätze pro Tag gezählt und bereitgestellt werden.

Simulierter Infotyp Persönlicher Arbeitszeitplan

Die Sollzeit wird anhand der folgenden Daten ermittelt:

  • Tagesarbeitszeitplan (ermittelt durch Anwendung der entsprechenden Arbeitszeitplanregel aus dem Infotyp Sollarbeitszeit (0007))
  • Arbeitszeitanteil aus Infotyp Sollarbeitszeit (0007)
  • Infotyp Vertretungen (2003)

Simulierter Infotyp: Mitarbeiterzeiten

Der simulierte Infotyp Mitarbeiterzeiten (2501) enthält folgende Daten:

  • Daten aus Infotyp Organisatorische Zuordnung (0001) und Infotyp Sollarbeitszeit (0007)
  • Mitarbeiterzeitdaten, z.B. die Berichtszeitart (Feld REPTT) mit der Anzahl der Stunden und Tage
  • Kostenzuordnungsdaten
  • Leistungsverrechnungsdaten
  • Abweichende Zahlungsdaten

Die Berichtszeitart ermöglicht eine Standardsicht auf die Mitarbeiterzeit aus einer Vielzahl von Datensätzen der Zeitwirtschaft, z.B. Anwesenheiten, Abwesenheiten, Entgeltbelege und Zeitauswertungsergebnisse aus den Tabellen ZES, ZL, C1 und ALP des Clusters B2.

Sie legen die Berichtszeitart im Customizing an und verwenden sie, um die benötigten Zeitdaten zu gruppieren.

Sie können beispielsweise eine Berichtszeitart verwenden, um Mehrarbeitsstatistiken zu erstellen, die auf Mehrarbeitsdaten aus verschiedenen Datenquellen basieren.

Simulierter Infotyp: Kontingentstände

Der simulierte Infotyp Kontingentstände (2502) umfasst folgende Daten:

  • Daten aus Infotyp Organisatorische Zuordnung (0001) und Infotyp Sollarbeitszeit (0007)
  • Die folgenden Quotenbewegungsdaten:
    • Berichtskontingentart (Feld QUOTA)
    • Daten aus dem Infotyp Abwesenheitskontingente (2006)
    • Daten aus dem Infotyp Anwesenheitskontingente (2007)

Der neue Begriff Berichtskontingentart ermöglicht eine Standardsicht auf Kontingentdaten aus einer Vielzahl von Datensätzen der Zeitwirtschaft, wie z.B. Anwesenheitskontingente und Abwesenheitskontingente. Die Berichtskontingentart legen Sie im Customizing an und fassen damit die benötigten Kontingentdaten zusammen. Sie können z.B. eine Berichtskontingentart verwenden, um Urlaubsstatistiken zu erstellen, die auf einer Vielzahl von Abwesenheitskontingenten basieren.