Einkaufsinfosatz pflegen

Objectives

After completing this lesson, you will be able to:
  • Einen Einkaufsinfosatz pflegen
  • Konditionen im Einkauf verwenden

Struktur des Infosatzes

Einkaufsinformationssatz

Der Einkaufsinfosatz ist somit eine wichtige Informationsquelle für den Einkäufer.

Infosätze sind nicht nur für den Standardbeschaffungsprozess relevant, sondern auch für die Sonderbeschaffungsprozesse. Der Infotyp eines Infosatzes legt den Prozess fest, für den die Daten verwendet werden. Beim Anlegen eines Infosatzes können Sie einen der folgenden Infotypen auswählen:

  • Normal

  • Lohnbearbeitung

  • Konsignation

  • Pipeline

Einkaufsinfosatz: Organisationsebenen

Organisationsebenen: Allgemeine Daten, einschließlich Lieferantendaten, Ursprungsdaten, Bestellmengeneinheit, Text und Verwaltungsdaten. Einkaufsorganisationsdaten, einschließlich Steuerung, Preise und Konditionen, Statistik und Text. Einkaufsorganisations-/Werksdaten, einschließlich Steuerung, Preise und Konditionen, Statistiken und Texte.

Die Daten für einen Einkaufsinfosatz sind in allgemeine Daten auf Mandantenebene und einkaufsorganisationsspezifische Daten unterteilt. Falls erforderlich, können die einkaufsorganisationsspezifischen Daten auch auf Werksebene gepflegt werden.

Pflege von Infosätzen

Möglichkeiten der Infosatzpflege

Infosatz — Automatische Fortschreibung

Einkaufskonditionen

Konditionen im Einkauf

Auf Grundlage der Konditionen wird der Netto- oder Effektivpreis in einem Einkaufsbeleg berechnet. Es gelten folgende Definitionen:

  • Bruttopreis: Preis ohne Berücksichtigung möglicher Zu- und Abschläge.
  • Nettopreis: Preis unter Berücksichtigung etwaiger Rabatte und Zuschläge.
  • Effektivpreis: Nettopreis abzüglich Skonto und zuzüglich neutraler Rückstellungen, Bezugsnebenkosten und nicht abzugsfähiger Steuern.

Konditionen — Zeitabhängigkeit

Es gibt einerseits Konditionen, die für einen bestimmten Zeitraum gültig sind, und andererseits Konditionen, für die kein gesonderter Gültigkeitszeitraum festgelegt werden kann. Im letzteren Fall entspricht die Gültigkeit der Konditionen der Gültigkeit des betreffenden Einkaufsbelegs.

Grafik mit Beispielen für zeitunabhängige und zeitabhängige Konditionen. Die Konditionen werden im folgenden Text erläutert.

Für zeitabhängige Konditionen können Sie Preisstaffeln anlegen und damit beispielsweise die Abhängigkeit des Preises von der Menge abbilden.

Bei Konditionen in Infosätzen, Kontrakten sowie bei den allgemeinen Konditionen handelt es sich um zeitabhängige Konditionen. Dagegen sind Konditionen in Bestellungen immer zeitunabhängige Konditionen.

Für Angebote und Lieferpläne steuern Sie über die Belegart, ob zeitabhängige Konditionen zur Verfügung stehen. Im Customizing müssen Sie für die jeweilige Belegart das Kennzeichen Zeitabhängige Konditionen gesetzt haben.

Sie können sowohl zeitabhängige als auch zeitunabhängige Konditionen auf Kopf- und Positionsebene festlegen. Kopfkonditionen gelten für sämtliche Positionen des Belegs. Positionskonditionen dagegen gelten ausschließlich für die jeweilige Position.

Konditionsart und Kalkulationsschema

Die verschiedenen Preisfaktoren wie Bruttopreis, Rabatte, Frachtkosten, Zölle und Steuern werden über Konditionsarten abgebildet. Über die Konditionsart wird festgelegt, wie der Preisfaktor berechnet wird. Sie haben die Wahl zwischen prozentual, mengenabhängig oder absolut. Über die Konditionsart ist außerdem die Bezugsgröße für Staffeln definiert. Die Staffel kann sich z.B. auf die Menge, den Positionswert oder das Gewicht beziehen.

Einer Konditionsart kann eine Zugriffsfolge zugeordnet sein. Die Zugriffsfolge ist eine Suchstrategie, über die festgelegt ist, in welcher Reihenfolge Konditionssätze zu einer Konditionsart gelesen werden sollen.

Tabelle, die schematisch das Kalkulationsschema darstellt.

Die Konditionsarten, die in der Preisfindung eine Rolle spielen, werden in einem Kalkulationsschema zusammengefasst. Das Kalkulationsschema ist das Regelwerk für die Preisfindung. Es legt die Reihenfolge fest, in der die Konditionsarten berücksichtigt werden und somit in die Netto- oder Effektivpreisberechnung einbezogen werden.

Darüber hinaus legt das Kalkulationsschema z.B. fest:

  • welche Zwischensummen gebildet werden

    Notiz

    Bei zeitabhängigen Konditionen werden keine Zwischensummen (Nettopreis, Effektivpreis) gebildet.

  • inwieweit eine manuelle Bearbeitung der Preisfindung möglich ist

  • auf welcher Basis (Bezugsstufe) das System prozentuale Zu- und Abschläge berechnet

  • welche Bedingungen erfüllt sein müssen, damit eine bestimmte Konditionsart berücksichtigt wird

Sie können verschiedene Kalkulationsschemata definieren (beispielsweise für die einzelnen Einkaufsorganisationen oder Lieferanten).

Neuen Einkaufsinfosatz anlegen

Preisfindung im Einkauf

Wenn Sie einen Einkaufsbeleg anlegen, versucht das System einen Preis für das zu beschaffende Material vorzuschlagen. Dabei sucht das System immer ausgehend vom Speziellen hin zum Allgemeinen.

Bestellung für Lagermaterial anlegen