
Die buchungskreisübergreifende Verkaufsabwicklung wird durch das Anlegen eines Terminauftrags eingeleitet.
Der Kunde, der die Materialien kauft (C680-B00 in der obigen Abbildung), wird als Geschäftspartnerstammsatz im Vertriebsbereich und Buchungskreis angelegt, der die Materialien verkauft (Vertriebsbereich 90FR,10,00 und Buchungskreis 90FR in der obigen Abbildung).
Beim Anlegen des Auftrags prüft das System, ob die Kombination von Verkaufsorganisation, Vertriebsweg und Auslieferungswerk zulässig ist. Dazu wird eine Tabelle mit zulässigen Auslieferungswerken im Customizing geprüft.
Die für die Lieferung zulässigen Werke müssen im Customizing für jede Kombination aus Verkaufsorganisation und Vertriebsweg gepflegt werden, die im SAP-S/4HANA-System verwendet wird. Mit dieser Konfigurationstabelle können Sie zulassen, dass eine Verkaufsorganisation Waren verkauft, die dann aus mehreren Werken geliefert werden können.
Ebenso kann ein Werk verschiedenen Kombinationen aus Verkaufsorganisationen und Vertriebswegen als zulässiges Auslieferungswerk zugeordnet werden.
Im Customizing wird ein Werk immer eindeutig einem Buchungskreis zugeordnet. Eine Verkaufsorganisation wird ebenfalls immer genau einem Buchungskreis zugeordnet.
Für die interne Verrechnung muss ein Geschäftspartnerstammsatz angelegt und der verkaufenden Verkaufsorganisation zugeordnet werden, der einen Regulierer für die interne Verrechnung darstellt (die französische Filiale in der obigen Abbildung: Kunde C680-90FR).
Für den verkaufenden Buchungskreis fungiert diese interne Verrechnung als Rechnung, die an den liefernden Buchungskreis gezahlt werden muss. Dieser liefernde Buchungskreis muss als Geschäftspartnerstammsatz angelegt werden, der einen Lieferanten darstellt (Lieferant S680-1010 in der obigen Abbildung).

Einander zugeordnete Verkaufsorganisationen, Vertriebswege und Werke müssen nicht jeweils dem gleichen Buchungskreis angehören. Damit ist eine buchungskreisübergreifende Verkaufsabwicklung möglich.