Nachdem der Lohnbearbeiter das Bestellmaterial (Endprodukt) geliefert hat, buchen Sie den Wareneingang zur Lohnbearbeitungsbestellung. Der Wareneingang wird mit Bezug auf die Position dieser Lohnbearbeitungsbestellung erfasst.
Das System ermittelt bei der Wareneingangsbuchung automatisch die Komponenten und erstellt automatisch für jede Komponente eine Warenausgangsposition. Mit dem Wareneingang wird der Verbrauch der Komponenten gebucht (d.h. der Warenausgang aus der Sonderbestandsart O (Lohnbearbeitungsbestand)). Der sich aus der Buchung ergebende Materialbeleg enthält daher folgende Positionen:
- Wareneingangsposition(en) für die vom Lohnbearbeiter gelieferten Materialien
- Warenausgangsposition(en) für die Buchung des Komponentenverbrauchs
Beim Erfassen der Wareneingangsbuchung zur Lohnbearbeitungsbestellung können Sie die Komponentenmengen der Warenausgangspositionen bei Bedarf manuell ändern. Dies könnte erforderlich sein, weil der Lohnbearbeiter mehr oder weniger Komponentenmaterial verbraucht hat als in der Lohnbearbeitungsbestellung geplant.
Der Wareneingang wird mit dem Preis der Lohnbearbeitungsleistung (wie in der Lohnbearbeitungsbestellung hinterlegt) und dem Wert der verbrauchten Komponenten bewertet.
Wurden in der Lohnbearbeitungsbestellung Nebenprodukte als Komponenten mit negativer Menge geplant, wird beim Wareneingang der Zugang dieser Nebenprodukte automatisch in die Sonderbestandsart O (Lohnbearbeitungsbestand) gebucht.
Meldet der Lohnbearbeiter den Mehr- oder Minderverbrauch der Komponenten erst nach der Wareneingangsbuchung, muss dieser Mehr- oder Minderverbrauch später als Berichtigungsbuchung über eine Nachverrechnung gebucht werden. (Dies wird weiter unten in diesem Kapitel erläutert.) Eine solche Nachverrechnung kann mit Bezug auf die Lohnbearbeitungsbestellung gebucht werden.
Die Menge der Materialien in der Sonderbestandsart O (Lohnbearbeitungsbestand) verringert sich während der Warenausgangsbuchung der Komponenten.