Aus Prozesssicht besteht der erste Schritt im Einzelfertigungsprozess für The Bike Company darin, ein Verkaufsangebot für den Kunden anzulegen. Das Anlegen von Verkaufsangeboten ist Teil der Vorverkaufsaktivitäten in einem Unternehmen.
Das Anlegen eines Verkaufsangebots wird durch eine Kundenanfrage angestoßen. Zum Beispiel, ob Sie ein bestimmtes Produkt liefern können, wie viel es kosten wird oder ob das Produkt für ein bestimmtes Datum verfügbar sein wird. Das Angebot wiederum ist die Antwort auf eine Kundenanfrage und stellt dem Kunden ein Angebot für die Lieferung von Waren oder die Erbringung von Dienstleistungen zu bestimmten festen Konditionen dar. Dieses Angebot ist für das Unternehmen innerhalb eines bestimmten Zeitraums rechtlich bindend und stellt dem Kunden Informationen zur Verfügung, um Kaufentscheidungen zu treffen.

Die relevanten Informationen, die beim Anlegen eines Verkaufsangebots gepflegt werden müssen, umfassen Folgendes:
Partner
Gültigkeit des Angebots
Material (Produkt)
Materialmenge
Lieferdatum
Preis
Diese Informationen werden im Kopf und in den Positionen des Verkaufsangebots gepflegt.
Verkaufsbelegstruktur und Hauptelemente
Verkaufsangebote sowie Kundenaufträge sind Verkaufsbelege. Jeder Verkaufsbeleg besteht aus einem Belegkopf und beliebig vielen Positionen. Kopfdaten gelten für den gesamten Beleg, während Positionsdaten nur für eine Position gelten.
Darüber hinaus fungieren Kopfdaten häufig als Vorlage. Das heißt, Sie geben bestimmte Daten (z.B. das Wunschlieferdatum oder die Incoterms) nur einmal im Kopf ein. Wenn Sie eine Verkaufsbelegposition anlegen, werden diese Daten standardmäßig verwendet.
Im Kopf werden allgemeine Daten gespeichert, z.B.:
- Gültigkeit des Verkaufsangebots
- Partner
- Zahlungsbedingungen
- Preiselemente
- Wunschlieferdatum
Partner sind Geschäftspartner, die für Ihren Verkaufsprozess oder Ihren spezifischen Verkaufsbeleg relevant sind. Sie können verschiedene Funktionen haben, je nachdem, welche Rolle sie im Prozess spielen.
Wenn Ihr Kunde z.B. möchte, dass Sie Waren an eine Adresse liefern, die von der Adresse für den Auftraggeber abweicht, benötigen Sie zwei Partnerrollen: einen Auftraggeber und einen Warenempfänger.
Zahlungsbedingungen geben an, wann der Kunde bezahlen muss, und definieren alle Rabatte, die für vorzeitige Zahlung verfügbar sind.
Die Zahlungsbedingungen werden aus dem Geschäftspartnerstammsatz abgeleitet.
Preiselemente werden verwendet, um Preise (zur externen Verwendung, z.B. für Kunden) und Kosten (für interne Zwecke, z.B. Kostenrechnung) zu berechnen.
Preiselemente sind entweder Preiskonditionen oder Zwischensummen. Preiskonditionen (mit einer bestimmten Konditionsart) stellen eine Reihe von Umständen dar, die bei der Berechnung eines Preises gelten. Zwischensummen summieren Konditionsarten, die z.B. demselben Typ angehören (z.B. alle Zuschläge).
Wenn Sie einen Verkaufsbeleg anlegen, werden die Kopfpreiselemente automatisch anhand des Kalkulationsschemas ermittelt, das für den Verkaufsbeleg ermittelt wurde. Dies wird durch die Einstellungen beeinflusst, die Sie in den Implementierungsaktivitäten Ihres Systems vorgenommen haben. Sie können auch zusätzliche Preiskonditionen anlegen und manuell angelegte Kopfpreiskonditionen ändern oder löschen.
Zu den Preiskonditionen im Kopf gehören:
Automatisch ermittelte Preiskonditionen, die aus den Positionen kumuliert werden
Manuell angelegte Preiskonditionen, die aus den Positionen kumuliert werden
Manuell angelegte Kopfpreiskonditionen
Diese Preiskonditionen sind standardmäßig für mehrere Positionen gültig (d.h. sie werden auf die relevanten Positionen verteilt).
Die Preiselemente definieren letztendlich, wie viel Sie einem bestimmten Kunden für eine bestimmte Menge eines bestimmten Materials in Rechnung stellen.
Jede Verkaufsbelegposition enthält Daten, die für ein in der Position angegebenes Material gelten und daher nur für die spezifische Position gültig sind. Die Daten können z.B. das Material, seine Menge, Partner oder die positionsspezifischen Preiselemente sein. Wie bereits erwähnt, werden beim Anlegen einer Position viele dieser Daten aus dem Verkaufsbelegkopf kopiert. Sie können diese Daten jedoch ändern und positionsspezifisch (d.h. abweichend vom Kopf) festlegen. Eine Position kann eine oder mehrere Einteilungen haben (z.B. wenn die bestellte Menge in mehreren Teillieferungen oder zu unterschiedlichen Zeiten geliefert werden soll).
Notiz
Einteilungen sind in Verkaufsbelegen vorhanden, die lieferrelevant sind (z.B. Kundenaufträge), oder in Verkaufsbelegen, die nicht lieferrelevant sind, aber noch Informationen über die Produktverfügbarkeit und Lieferzeiten benötigen. Verkaufsangebote haben keine Einteilungen.
Darüber hinaus können Sie in einem Verkaufsbeleg den Status des Belegs oder einer einzelnen Position prüfen. Die wichtigsten Status werden auch oben im Bild für den Verkaufsbeleg oder eine einzelne Position angezeigt. So können Sie z.B. leicht erkennen, ob ein Verkaufsbeleg vollständig ist oder ob Sie noch Daten hinzufügen müssen, ob eine Position bereits geliefert wurde oder ob ein Verkaufsbeleg für die Fakturierung gesperrt ist.
Mit der App Verkaufsangebote verwalten können Sie ein Verkaufsangebot anlegen.
