Komponenten für einen Fertigungsauftrag kommissionieren

Objective

After completing this lesson, you will be able to die für einen Fertigungsauftrag verwendeten Komponenten mithilfe der Kommissionierliste kommissionieren

Kommissionierung und Warenausgang

In der Bike Company möchten Sie nach der Freigabe des Fertigungsauftrags für die bestellten Fahrräder mit der Produktion beginnen. Sie müssen die für die Montage der Fahrräder erforderlichen Komponenten mithilfe der Kommissionierliste in der App Komponenten für Fertigungsaufträge kommissionieren kommissionieren. Die Kommissionierung von Komponenten für einen Fertigungsauftrag ist der sechste Schritt im Kundeneinzelfertigungsprozess.

Die Kommissionierung der Komponenten führt zu einem Warenausgang aus dem Bestand. Der Materialverbrauch verringert den Bestand und löst eine Aufwandsbuchung in der Finanzbuchhaltung aus, die den Fertigungsauftrag als Kostenträger belastet. Die entnommenen Mengen werden mit dem Materialpreis bewertet, der von der Bewertungsvariante für Istkosten ausgewählt wird, die der Art des Fertigungsauftrags zugeordnet ist.

Beim vorgangsbezogenen Ansatz werden Gemeinkosten, die auf Materialeinzelkosten basieren, sofort berechnet und auf den Fertigungsauftrag gebucht. WIP (Ware in Arbeit), die sich auf den Wert der aktuell in der Produktion befindlichen Waren bezieht, wird ebenfalls sofort gebucht.

Die Abbildung zeigt, dass der Schritt der Kommissionierung von Komponenten der erste Schritt im Fertigungsabschnitt der Prozessübersicht für die Kundenauftragsfertigung ist. In diesem Schritt wird die Kommissionierung oder ein Warenausgang durchgeführt, und die angefallenen Kosten werden analysiert. Dazu gehören Materialeinzelkosten, Gemeinkosten und WIP-Kosten.

Die auf den Fertigungsauftrag gebuchten Istkosten können mit verschiedenen Reporting-Apps analysiert werden, z.B. mit der App Fertigungskosten analysieren – vorgangsbezogen oder der App Auftragskostendetails – vorgangsbezogen.

Im Einzelfertigungsszenario werden die Istkosten, Gemeinkosten und WIP auf die gleiche Weise berechnet wie das Lagerfertigungsszenario, mit dem Sie bereits vertraut sind. Der Unterschied zwischen dem Kundeneinzelfertigungsszenario und dem Lagerfertigungsszenario besteht darin, dass im Einzelfertigungsszenario die auf den Fertigungsauftrag gebuchten Istkosten auch auf Verkaufsbelegebene sichtbar sind. Daher führt das Filtern nach dem Verkaufsbeleg in den Apps, die für die Analyse der oben genannten vorgangsbezogenen Fertigungskosten verwendet werden, auch zur Anzeige der Istkosten, die auf den Fertigungsauftrag gebucht wurden.

Beachten Sie jedoch, dass der Fertigungsauftrag der Kostenträger im Einzelfertigungsszenario ist. Die Zuordnung der auf den Fertigungsauftrag gebuchten Istkosten zum Vertriebsbeleg ergibt sich aus der Attributierung des Vertriebsbelegs aus dem jeweiligen Fertigungsauftrag. Die Istkosten werden nur auf den Fertigungsauftrag und nicht auf den Vertriebsbeleg gebucht (weder echt noch statistisch).

In der Fahrradfirma wurde der Kundenauftrag beispielsweise mit Bezug auf ein Verkaufsangebot angelegt. Daher ist der attributierte Verkaufsbeleg das Verkaufsangebot.

Die Abbildung zeigt, dass aufgrund des durchgeführten Warenausgangs 10.000 EUR Materialeinzelkosten sowie 1.000 EUR Materialgemeinkosten auf den Fertigungsauftrag gebucht werden. Außerdem wird vorgangsbezogene WIP in Höhe von 11.000 EUR gebucht. Die beiden letztgenannten Buchungen werden automatisch durchgeführt. Diese Analyse der Istkosten wird beim Filtern nach dem Fertigungsauftrag oder dem entsprechenden Verkaufsbeleg angezeigt.

Zusammenfassung

  • Sechster Schritt im Kundeneinzelfertigungsprozess: Kommissionieren von Komponenten und Buchen des Warenausgangs
  • Der Warenausgang verringert den Bestand und bucht die tatsächlichen Materialkosten auf den Fertigungsauftrag.
  • Vorgangsbezogene Buchungen umfassen Materialgemeinkosten und WIP-Aktualisierungen.
  • Der Verkaufsbeleg wird aus dem Fertigungsauftrag für das Reporting attributiert.