Die Lösung verfügt über folgende Kernfunktionen:

Automatische Stammdatenaktualisierung
Der aktuelle Umfang der Profitcenter-Reorganisation umfasst die automatische Änderung von Profitcenter-Zuordnungen in den folgenden Stammdaten:
- Materialien, Produkte
- Projektköpfe
- PSP-Elemente, Fakturierungselemente, Arbeitspakete
- Netzpläne und Netzplanvorgänge (nicht im Umfang für Public Cloud enthalten)
- Immobilienverträge (nicht im Umfang für Public Cloud enthalten)
- Anlagen (Systeme ohne universelle parallele Rechnungslegung, daher schließt dies standardmäßig alle Public-Cloud-Systeme aus)
- Aufträge wie Produktion, Qualitätsmanagement, Instandhaltungsaufträge (und Innenaufträge, jedoch nicht für die Public Cloud).
- CO-PA-Abrechnungsempfänger (abhängig vom Abrechnungsempfänger)
- Verkaufsbelegpositionen:
- Kundenauftrag
- Anfrage
- Angebot
- Lieferplan
- Vertrag
- Einkaufsbelegpositionen mit den folgenden Positionstypen:
- Standard
- Limit
- Konsignations-
- Lohnbearbeitung
- Material unbekannt
- Drittanbieter
- Text
- Warengruppe
Notiz
Abhängige Objekte werden ebenfalls automatisch aktualisiert: Verkaufsbelege, Einkaufsbelege, Fertigungsaufträge, Produktkostensammler usw.
Automatische Saldenüberträge
Das System bucht auch automatische Bestandsumbuchungen für folgende Bestandskonten:
- Material- und Anlagenbestand
- Ware in Arbeit
- Verzögerte/abgegrenzte Erlöse
- Offene Forderungen/Verbindlichkeiten
- Offene Posten auf den WE/RE-Konten
Das System aktualisiert auch die Predictive-Accounting-Werte für Kundenaufträge und das nach Bedarf erfasste Profitcenter.
Beachten Sie, dass das System Werte für Bestandskonten übernimmt, die Sie nicht manuell buchen können. Manuelle Korrekturbuchungen sollten nach Bedarf für die Standardbestandskonten durchgeführt werden.
Notiz
Für Systeme, die dies unterstützen (On Premise und Private Cloud), bietet SAP Customizing-Optionen für die Profitcenter- und Objektableitungslogik über Business Add-Ins (BAdIs) an.
Simulation und Reporting
Eine weitere Funktion, die das Werkzeug bietet, ist eine vollständige Simulation der Reorganisation. Dabei handelt es sich nicht nur um einen einfachen Testlauf, sondern das System legt Umbuchungen an und speichert diese in einem Erweiterungsledger. Diese simulierten Umbuchungen können Sie dann mit Hilfe des Reportings analysieren.
Diese Abbildung zeigt alle Objekte, die potenziell von der Reorganisation eines einzelnen Profitcenters betroffen sind (angezeigt oben im Baumdiagramm). Alle Objekte in der blauen Box sind Stammsätze, für die Sie (bei Bedarf) ein neues Profitcenter eingeben. Das System aktualisiert dann alle Objekte unter den Stammdaten automatisch mit dem neuen Profitcenter-Wert.

Beachten Sie, dass die Abbildung den Umfang für On-Premise-/Private-Cloud-Systeme anzeigt.
Einschränkungen des universellen Umfangs
Aktuelle Umfangsbeschränkungen:
- Profitcenter-Änderungen sind nicht im Umfang für Anlagen und ihre zugeordneten CO-Objekte enthalten, wenn die universelle parallele Rechnungslegung aktiv ist. Daher kann das Profitcenter für Anlagen oder Kontenobjekte, z.B. Kostenstellen,, die einer Anlage in Public-Cloud-Systemen zugeordnet sind, nicht geändert werden.
- Es werden nur bewertete Immobilienverträge reorganisiert.
- Revenue Accounting and Reporting (FI-RA) wird nicht unterstützt.
- Umbuchungen für vorhergesagte Werte aus Einkaufsprozessen werden nicht unterstützt, sodass Obligos nicht übertragen werden.
- Betroffen sind nur die Buchhaltungsprofitcenter (Feld: PRCTR). Andere Arten von Profitcentern wie Partnerprofitcenter (Feld: PPRCTR), Partnerprofitcenter für Binnenumsatzeliminierung (Feld: EPRCTR) und Ursprungs-Profitcenter (Feld: UPRCTR) werden nicht geändert.
- Keine Übernahme von Plan- oder Budgetdaten.
- Nachbewertungsbeträge von Ware in Arbeit mit Istkosten (WIP ML) werden in den Umbuchungen nicht berücksichtigt.
- Nur die folgenden offenen Posten auf OP-verwalteten Sachkonten werden übertragen:
- WE/RE-Konten,
- Frachtkonten,
- Fremdwährungsbewertungskonten
- Zeitabhängige Ableitung von Profitcentern bei Organisationsänderungen - Einschränkungshinweis 3217263 (https://launchpad.support.sap.com/#/notes/3217263).
Zusätzliche Einschränkungen für SAP S/4HANA Public Cloud Edition
Darüber hinaus gelten speziell für die Public Cloud die folgenden zusätzlichen Einschränkungen:
- Kostenstellen, da diese üblicherweise mit Anlagen verknüpft sind, wurde mit dem aktuellen Umfang entschieden, Kostenstellen vollständig aus dem Umfang der Reorganisation auszuschließen.
- Profitcenter in Immobilienverträgen, Netzplänen, Netzplanvorgängen und Vorgangselementen werden nicht reorganisiert.
- Es werden nur die folgenden Auftragsarten unterstützt:
- 05 – Produktkostensammler (produktabhängig)
- 10 - PP-Fertigungsauftrag (produktabhängig)
- 30 - Instandhaltungsauftrag
- 40 - Prozessauftrag (produktabhängig)
Notiz
Aktuelle Informationen zu Einschränkungen finden Sie in der Hilfedokumentation: