Einführung
Greg hat von der Buchungsperioden-App gehört, mit der das Finanzwesen die Buchungsperioden öffnet und schließt. Er benötigt jedoch mehr Informationen darüber, wie und wann die Buchungsperioden am Periodenende geöffnet und geschlossen werden.
Buchungsperioden
Innerhalb des Geschäftsjahres:
Innerhalb des Geschäftsjahres ist die aktuelle Buchungsperiode in der Regel für Buchungen aus allen Bereichen geöffnet. Mit dem Monatsabschluss wird die Buchungsperiode für die Nebenbücher geschlossen, und für die monatlichen Abschlussarbeiten ist die Buchungsperiode für (spezifische) Konten in der Hauptbuchhaltung noch offen.
Das Geschäft wird mit den Buchungsvorgängen in der neuen Buchungsperiode für alle Bereiche fortgesetzt. Nach Abschluss der Abschlussaktivitäten ist die Vorperiode für alle Buchungen geschlossen und stellt somit sicher, dass das interne und externe Reporting korrekt und vollständig ist.
Geschäftsjahresende:
Während des Jahres werden die normalen Buchungsperioden (1-12) für die Buchung im Finanzwesen verwendet. Darüber hinaus ist es möglich, bis zu 4 Sonderperioden für Ihr Geschäftsjahr zu verwenden. Die Sonderperioden sind optional und können am Geschäftsjahresende verwendet werden, um Korrekturbuchungen zu erfassen. Beispielsweise könnte eine Auditkorrektur in eine der Sonderperioden (z.B. 13) gebucht werden und wird somit von den normalen Buchungsperioden getrennt gehalten.
Buchungsperiodenvarianten
Das SAP-System verwendet Buchungsperiodenvarianten, um das Öffnen und Schließen von Buchungsperioden zu verwalten.

Buchungsperiodenvariante - Kontenintervalle und Kontoarten
Mit der Buchungsperiodenvariante können Sie die offenen/geschlossenen Buchungsperioden für jedes Kontenintervall in Bezug auf die folgenden Kontoarten unterschiedlich steuern:
- + (gültig für alle Kontoarten)
- A (Aktiva)
- D (Kunde)
- K (Lieferanten)
- M (Materialien)
- V (Vertragskonten)
- S (Sachkonten)

Zur besseren Klassifizierung der verfügbaren Kontoarten wird zunächst erläutert, wie die Buchungsperiodenprüfung durchgeführt wird, wenn ein Buchungsbeleg im SAP-System erfasst wird.
1. Buchungsperiodenprüfung – Belegkopf:
Das System verwendet das Buchungsdatum, das Sie bei der Belegerfassung im Belegkopf angeben, um zu ermitteln, in welche Buchungsperiode der Beleg gebucht wird. Wenn die Buchungsperiode nicht der generischen Kontoart „+" (gültig für alle Kontoarten) zugeordnet ist, ist in dieser Periode keine Buchung möglich.
Daher muss die Kontoart + für alle Perioden offen sein, die für jede andere Kontoart offen sein sollen, und die Buchungsperiodenvariante muss mindestens die Kontoart + enthalten.
2. Buchungsperiodenprüfung – Einzelpostenebene:
Auf Einzelpostenebene prüft das SAP-System die Kontoarten A (Anlagen), D (Debitor), K (Lieferanten), M (Materialien), V (Vertragskonten) und S (Sachkonten), um sicherzustellen, dass die Periode für die zugeordnete Kontoart offen ist.
Für die Kontoarten A, D, K, M und S müssen Sie mindestens eines der folgenden Sachkontenintervalle angeben, wenn Sie Buchungen auf eine bestimmte Buchungsperiode einschränken möchten:
- 0 – 9999999999 oder
- 0 – ZZZZZZZZZZ (falls Sie alphanumerische Sachkontonummern verwenden)
Diese Kontenintervalle enthalten immer Sachkonten.
Hinweis:
Nebenbuchkontoarten werden von den entsprechenden Abstimmsachkonten verwaltet.

