SAP Intelligent Asset Management basiert auf einer geschichteten Architektur, die operative Anwendungen, Unternehmenssysteme und Datenservices integriert. Diese Architektur verbindet Funktionen für Anlagenwartung, Außendienst und Zusammenarbeit und ermöglicht gleichzeitig Analysen und intelligente Automatisierung durch gemeinsame Datenmodelle und Integrationsservices.

Kernanwendungsschicht
Auf Anwendungsebene arbeiten mehrere Lösungen zusammen, um das Asset Lifecycle Management und die Ausführung des Außendienstes zu unterstützen.
- SAP Service and Asset Manager Bietet mobile Funktionen für Instandhaltungstechniker und Außendienstmitarbeiter. Sie unterstützt Android-, iOS- und Windows-Geräte und ermöglicht den Offline-Zugriff auf Wartungsaufgaben, Arbeitsaufträge und Anlagendaten.
- SAP Asset Performance Management (APM) konzentriert sich auf die Überwachung des Anlagenzustands und die Zuverlässigkeitstechnik. Sie unterstützt die vorausschauende Instandhaltung, die Risikoanalyse und die langfristige Optimierung der Anlagenstrategie.
- SAP Business Network for Asset Management Ermöglicht die Zusammenarbeit zwischen Anlagenverantwortlichen, Lieferanten und Serviceanbietern. Unternehmen können Wartungsinformationen austauschen und Reparaturaktivitäten im gesamten Partnernetz koordinieren.
- SAP Field Service Management (FSM) unterstützt die Terminierung, Einplanung und Ausführung von Servicevorgängen. Zu den wichtigsten Funktionen gehören automatisiertes Routing, Crowd-Service-Koordination, mobile Anwendungen für Techniker und Service-Mapping.
Integrations- und Plattformservices
Die Lösungen werden von der SAP Business Technology Platform (BTP) unterstützt, die Integration, Erweiterbarkeit und mobile Services bietet.
Zu den wichtigsten Plattformfunktionen gehören:
- Mobile Services für Außendienstanwendungen
- Stammdatenintegration über Unternehmenssysteme hinweg
- API-Management über den SAP API Business Hub
- Integrationsservices über die SAP BTP Integration Suite
- Konnektivität über den FSM Cloud Connector für bestimmte Integrationsszenarios
Diese Services stellen sicher, dass Anlagenmanagementanwendungen mit Unternehmenssystemen und externen Partnern integriert werden können.
Einheitliches Datenmodell
Eine zentrale Architekturkomponente ist das SAP One Domain Model, das ein anwendungsübergreifendes gemeinsames Datenmodell bereitstellt.
Dieses Modell unterstützt Folgendes:
- Konsistente Definitionen von Anlagen- und Servicedaten
- Synchronisation und Verwaltung operativer Daten
- Erweiterbarkeit für benutzerdefinierte Datenstrukturen und Integrationen
Durch die Pflege einer einheitlichen Datenstruktur können Unternehmen konsistente Informationen über Anlagenmanagement- und Servicesysteme hinweg sicherstellen.
Business Data Cloud und Analysen
Über der Anwendungsschicht befindet sich SAP Business Data Cloud, die Analyse- und Datenproduktfunktionen bereitstellt.
Diese Schicht ermöglicht Organisationen Folgendes:
- Betriebs- und Anlagendaten aus mehreren Systemen aggregieren
- Analysen und Leistungseinblicke generieren
- KI-gestützte Empfehlungen und Prognosemodelle unterstützen
Mit diesen Analysefunktionen können Unternehmen operative Daten in aussagekräftige Erkenntnisse für die Instandhaltungsplanung und das Zuverlässigkeitsmanagement umwandeln.
Integration mit ERP-Kernsystemen
Die Architektur ist direkt mit ERP-Unternehmenssystemen verbunden, einschließlich:
- SAP S/4HANA Asset Management
- SAP S/4HANA Cloud Asset Management
- SAP S/4HANA Service
- SAP S/4HANA Cloud Service
Diese Systeme verwalten zentrale Transaktionsprozesse wie Instandhaltungsaufträge, Serviceanforderungen und die Finanzintegration.
Durchgängige Unterstützung des Anlagenlebenszyklus
Zusammen unterstützen diese Architekturkomponenten den gesamten Anlagenlebenszyklus – von der Wartungsplanung über vorausschauende Analysen bis hin zur Ausführung des Außendienstes und der Zusammenarbeit mit Partnern. Durch die Integration operativer Systeme mit Unternehmensdatenplattformen und Analyseservices ermöglicht SAP Intelligent Asset Management Unternehmen, Anlagen effizienter zu verwalten und bessere operative Entscheidungen zu treffen.