Wie in der Abbildung dargestellt, besteht ein Produkt, z.B. ein Fahrrad, aus mehreren Komponenten. Diese Komponenten werden wiederum aus mehreren Einzelteilen gefertigt.

Im SAP-S/4HANA-System speichern Sie die Struktur aller Komponenten als Stückliste. Alle Positionen der Stückliste, die Sie im Verkaufsbeleg steuern möchten, müssen als vertriebsrelevant gekennzeichnet sein.
Notiz
Über entsprechendes Customizing der Positionstypen des Verkaufsbelegs können Sie die vertriebsrelevanten Komponenten einer Stückliste in den Kundenauftrag übernehmen. Bei der Bearbeitung des Verkaufsbelegs ist lediglich die Eingabe der Materialnummer der Stückliste erforderlich.
Die Stückliste wird im Vertriebsbeleg in Haupt- und Unterpositionen untergliedert. Das System löst die zugehörige Stückliste im Kundenauftrag auf, indem es für die zugehörigen Komponenten automatisch Unterpositionen erzeugt.
Auflösung der Stückliste in Verkaufsbelegen
Wie steuern Sie, was eine Stückliste in einem Verkaufsbeleg tun kann?
Sie steuern ihn mit den einzelnen Positionstypen. Das Customizing umfasst deshalb die Definition und die Zuordnung der Positionstypen für die Haupt- und Unterpositionen der Stückliste im Verkaufsbeleg. Die Abbildung zeigt, wie es funktioniert.
Die Abbildung zeigt, dass eine bestimmte Positionstypengruppe, die dem Materialstammsatz der Hauptposition zugeordnet ist, definiert, welche Positionstypen der Hauptposition zugeordnet sind.
Die Tiefe der Auflösung einer Stückliste im Vertriebsbeleg wird durch die Festlegung des Strukturumfangs am Positionstyp der Hauptposition bestimmt.
Bei der Ermittlung der Unterpositionen wird zusätzlich die Information des Positionstyps der übergeordneten Position benötigt.
Im Customizing der Positionstypen steuern Sie, welche Position(en) für die Preisfindung relevant sind.