Unternehmensszenario
Sie möchten mehr über die grundlegenden Konfigurationseinstellungen im Customizing für SAP S/4HANA Service für Serviceverträge erfahren.
Einführung in Serviceverträge
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Folgende vertragsspezifische Daten können auf Positionsebene gepflegt werden:
- Service-Level-Agreement-Daten (SLA-Daten): ein Bereitschafts- und ein Reaktionsschema
- Objektliste
- Servicevertragspositionen mit einem Wert-/Mengenlimit
- Produktliste
- Liste freigegebener Serviceaufträge
- Preisvereinbarungen
- Fakturierungsplan

Jede Servicevertragsposition kann eine Liste von Objekten enthalten, für die die Serviceposition gültig ist. Objekte werden auf Positionsebene im Bereich Objektliste eingegeben und können Equipment-IDs, Produkt-IDs und/oder IDs technischer Plätze enthalten.
Die Drucktaste Vorschlag für Produktliste zeigt eine Liste der zugehörigen Serviceleistungen und Ersatzteile für das ausgewählte Bezugsobjekt in der Objektliste der Servicevertragsposition an. Aus dieser Liste können diese Serviceleistungen und Ersatzteile in die Produktliste übernommen werden.
Basierend auf Preisvereinbarungen können Kunden niedrigere Preise für Serviceleistungen und Ersatzteile angeboten werden. Preisvereinbarungen basieren auf der Ermittlung relevanter Preisfindungsinformationen aus den Konditionssätzen für Serviceverträge. Preisvereinbarungen für Servicevertragspositionen können angelegt, bearbeitet, gelöscht und angezeigt werden.
Folgende (für Serviceverträge vorgesehene) Konditionsarten können verwendet werden:
- Materialpreis im Servicevertrag (PSC0)
- Materialrabatt im Servicevertrag (DSC1)
- Gruppenrabatt des Materialpreises im Servicevertrag (DSC2)
- Rabatt auf Vertragskopfebene, der für alle Vertragspositionen gilt, die Serviceauftragspositionen zugeordnet sind (DSC3)
Wenn Servicevertragspositionen nach der Servicevertragsfindung zu Servicevorgangspositionen zugeordnet werden, werden Preise aus Preisvereinbarungen auf diese Positionen angewendet. Um sicherzustellen, dass die genannten Preisvereinbarungen in einem bestimmten Servicevorgang funktionieren, müssen die zuvor genannten Konditionsarten in das Kalkulationsschema aufgenommen werden, das für diesen Servicevorgang verwendet wird.

Eine Servicevertragsposition kann auch genau die Serviceleistungen (Servicepositionen und Ersatzteile) auflisten, die durch die Vertragsposition abgedeckt sind. Hierfür wird eine (Service-)Produktliste verwendet.
In der zu einer Servicevertragsposition gehörenden Produktliste werden Serviceleistungen und Ersatzteile erfasst, die zum Serviceprodukt gehören, das auf Vertragspositionsebene definiert ist. Produkt-IDs, die Teil einer Produkthierarchie sind, werden ebenfalls unterstützt. Diese Serviceleistungen und Ersatzteile werden dann vorgeschlagen und können beim Anlegen dieses Serviceauftrags als Folgeschritt aus dem Servicevertrag in einen Folgeserviceauftrag kopiert werden.
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Konfigurierbare Produkte können auch in Serviceverträgen verwendet werden. Basierend auf den ausgewählten Variantenmerkmalen wird der Servicevertragspreis (d.h. der Variantenpreis) entsprechend aktualisiert.
Die folgenden Konfigurationseinstellungen sind erforderlich, um diese konfigurierbaren Produkte verwenden zu können:
- Aktivieren Sie die Sicht Klassifizierung für die Materialart SERV. Wählen Sie im Customizing SAP Customizing Einführungsleitfaden→Logistik Allgemein→Materialstamm→Grundeinstellungen→Materialarten→Eigenschaften der Materialarten festlegen.
- Fügen Sie die Konditionsart VASE (Variantenpreis) zum Servicevertrags-Kalkulationsschema A10020 hinzu. Wählen Sie im Customizing folgenden Menüpfad: SAP Customizing Einführungsleitfaden→Vertrieb→Grundfunktionen→Preisfindung→Steuerung der Preisfindung→Kalkulationsschemata definieren und zuordnen→Kalkulationsschemata festlegen.
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Fakturierungspläne können verwendet werden, um einzelne Fakturatermine für die Fakturierung einer Servicevertragsposition einzuplanen, unabhängig von der Ausführung oder Lieferung der tatsächlich im Servicevertrag genannten Serviceleistungen und Ersatzteile. Entweder kann derselbe Betrag in regelmäßigen Abständen fakturiert werden (d.h. ein sogenannter periodischer Fakturierungsplan), oder es können verschiedene Beträge zu vorgegebenen Terminen fakturiert werden (d.h. ein sogenannter Meilensteinfakturierungsplan).
Es ist möglich, einen Fakturierungsplan auszuwählen, der für alle Positionen eines Servicevertrags gültig ist (d.h. auf Kopfebene gültig), oder auszuwählen, ob unterschiedliche Fakturierungspläne für die einzelnen Servicepositionen in einem Kontakt relevant sind (d.h. auf Positionsebene gültig).
Der Fakturierungsplan enthält eine Liste von Fakturaterminen. Für jeden dieser Termine bis zum Horizont kann das System eine Fakturaanforderung generieren. Jede Fakturaanforderung kann dann das System anstoßen, eine Faktura für den Kunden anzulegen, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt sind (z.B. unter Verwendung des Fakturavorrats).
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Mit der SAP-GUI-Transaktion SM36 können Sie Jobs definieren, die den Fakturaanforderungs-Erstellungsreport CRMS4_BILLING_BDR_GENERATE nach Bedarf ausführen. Der Bericht kann beispielsweise zu bestimmten Terminen oder mit einer vordefinierten Periodizität (z.B. täglich) ausgeführt werden. Mit dieser Methode ist es ganz einfach, Fakturaanforderungen auf der Grundlage offener Fakturaanforderungszeilen periodisch anzulegen.
Sie finden diesen Report auch über das Menü SAP Easy Access, indem Sie zu SAP Menü→Service→Servicevorgänge→Fakturaanforderungen erzeugen (CRMS4_BILLING_BDR_GENERATE) navigieren.
Das System ermittelt die Termine für die Fakturaanforderungen basierend auf allgemeinen Datumsinformationen, z.B. dem Beginn- und Enddatum des Servicevertrags. Die allgemeinen Datumsinformationen können entweder aus dem Kopf des Servicevertrags oder aus der Fakturierungsplanart kopiert werden. Das System verwendet die folgenden Informationen beim Generieren von Fakturaanforderungen:
- die Abrechnungsperiode des Servicevertrags
- die ermittelten Fakturatermine
In der Standardkonfiguration ist eine freigegebene Servicevertragsposition erforderlich, bevor das Anlegen von Fakturaanforderungen angestoßen werden kann.

Der Positionstyp SCNB (SV-Pos. (Ad-hoc-Fakt.) ist für eine Servicevertragsposition verfügbar, für die Sie den Prozess der Ad-hoc-Fakturierung zulassen möchten. Das bedeutet, dass es möglich ist, Fakturawerte und -termine für eine Servicevertragsposition mit diesem Positionstyp frei zu definieren. Der Nettowert einer Ad-hoc-Fakturaposition kann mithilfe der vordefinierten Preiskonditionsart für einen manuellen Positionsbetrag (PMV1) angegeben werden.
In den Positionsdetails ist es möglich, die Termine zu pflegen, an denen die Fakturierung erfolgen soll, und es ist auch möglich, zu überwachen, wie viel des Kontraktwerts bereits verbraucht wurde. Wenn keine weiteren Abrechnungen angelegt werden müssen, muss das Kennzeichen Abrechnungsplan ist abgeschlossen gesetzt werden.
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Konfiguration für Serviceverträge: Bereitschafts- und Reaktionsschemas

Wie bereits erwähnt, verwenden SLAs Bereitschafts- und Reaktionsschemas. Bereitschafts- und Reaktionsschemas können im Customizing definiert werden. Navigieren Sie zu SAP Customizing Einführungsleitfaden→Service→Vorgänge→Einstellungen für Servicevorgänge→Bereitschafts- und Reaktionszeiten definieren.
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Bereitschafts- und Reaktionsschemas sind nicht nur innerhalb von Serviceprodukten verfügbar. Die Zuordnung des richtigen Bereitschafts- und Reaktionsschemas zu einem Servicevorgang (z.B. einer Serviceanforderung oder einem Serviceauftrag) basiert auf dem betreffenden SLA-Findungsschema.
Dieses Verfahren wird im Customizing definiert und dann den relevanten Vorgangsarten zugeordnet. Ein Beispiel für den Inhalt eines SLA-Findungsschemas könnte sein:
- Servicevertrag
- Geschäftspartner
- Serviceprodukt
- Serviceorganisationseinheit
Für die Bereitschafts- und Reaktionsschemafindung im Beispiel würde das System zunächst prüfen, ob im Servicevertrag ein Bereitschafts- und Reaktionsschema vorhanden ist. Wenn keine gefunden wird, prüft das System im Geschäftspartnerstammsatz usw.
Um ein SLA-Findungsschema zu definieren, navigieren Sie im Customizing zu SAP Customizing Einführungsleitfaden→Service→Vorgänge→Einstellungen für Serviceanforderungen→SLA-Findungsschemata definieren.
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Die Vertragspreisfindung kann auch auf dem ermittelten Bereitschafts- und/oder Reaktionsschema basieren. Zum Beispiel ein Standardservicevertragspreis auf Serviceproduktebene oder ein Extrapreis, abhängig von den ermittelten Profilen. Dies kann mit der sogenannten Konditionstechnik realisiert werden, wie sie in der Preisfindung verwendet wird.
Konfiguration für Serviceverträge: Grundeinstellungen für Serviceverträge

Um die Konfiguration von Vorgangsarten in SAP S/4HANA zu prüfen, navigieren Sie im Customizing zu SAP Customizing Einführungsleitfaden→Service→Vorgänge→Grundeinstellungen→Vorgangsarten definieren.
Die Standardvorgangsart in SAP S/4HANA für einen Servicevertrag ist SC (Servicevertrag). Diese Vorgangsart hat den führenden Geschäftsvorgangstyp BUS2000112 (Servicevertrag). Sie wird auch für die Geschäftsvorgangstypen BUS2000115 (Verkauf) und BUS2000116 (ServAuftr./-angebot) gepflegt.
Für diese Vorgangsart enthält das Feld Belegschema den Wert S3 Servicevertrag, damit in der Konfiguration der Preisfindung ein kontraktspezifisches Kalkulationsschema ermittelt werden kann.
Außerdem muss ein Nummernkreis für das Nummernkreisobjekt CRM_SVCONT (Servicevertrag) definiert und der Vorgangsart zugeordnet werden, die für einen Servicevertrag verwendet wird. Navigieren Sie im Customizing zu SAP Customizing Einführungsleitfaden→Service→Vorgänge→Grundeinstellungen→Nummernkreise definieren, und doppelklicken Sie auf die Option Nummernkreise für Serviceverträge.
Um die Konfiguration von Positionstypen in SAP S/4HANA zu prüfen, navigieren Sie im Customizing zu SAP Customizing Einführungsleitfaden→Service→Vorgänge→Grundeinstellungen→Positionstypen definieren.
Die folgenden Standardpositionstypen sind für Servicevertragspositionen in SAP S/4HANA verfügbar:
- SCN (Servicevertrag): der Standardpositionstyp für eine Servicevertragsposition
- SCNA (SV-Pos. (Pri. Anp.): für eine Servicevertragsposition mit Preisanpassung zu verwenden
- SCNB (SV-Pos. (Ad-hoc-Fakt.): wird für Fakturierungspläne für Ad-hoc-Fakturierung verwendet, um Fakturawerte und -termine frei zu definieren
- SCNC (Wert-/Mengenkontrakt): eine Servicevertragsposition mit einem Wert-/Mengenlimit
Bei langfristigen Serviceverträgen werden die Preise einzelner Positionen in der Regel einmal ermittelt und bleiben dann während der gesamten Vertragslaufzeit fest. Diese Preise sind in der Regel Teil der Vereinbarung mit einem Kunden. Der Positionstyp SCN (Servicevertrag) ist für Vertragspositionen verfügbar, für die dieses beschriebene Verhalten gilt.
Eine flexible Preisfindung für Servicevertragspositionen kann über die sogenannte Preisanpassungsfunktion erreicht werden. Zu diesem Zweck steht der Positionstyp SCNA (SV-Pos. Preisanp.) zur Verfügung. Im Customizing ist für diesen Positionstyp das Kennzeichen Preisanpassung gesetzt. Eine Methode der flexiblen Preisfindung besteht darin, ein erforderliches Datum (z.B. das Fakturadatum, das Abrechnungsbeginndatum oder das Abrechnungsenddatum) innerhalb einer Fakturaanforderungszeile als Preisdatum der Servicevertragsposition festzulegen.
Dies kann über eine sogenannte Preisdatumsregel erfolgen (über das Feld Preisdatum in der verwendeten Fakturierungsplanart). Eine solche Regel wird verwendet, damit zu unterschiedlichen Preisdaten unterschiedliche Preise ermittelt werden können. Alternativ ist es möglich, die Preise von Servicevertragspositionen manuell auf Ebene der Fakturaanforderungszeile zu bearbeiten.
Für die Preisdatumsregel stehen die folgenden Preisdatumsoptionen zur Verfügung, um Preise zu ermitteln:
Preisdatum der Position (für festes Preisdatum)
Fakturadatum in Fakturaanforderungszeile
Abrechnungsbeginndatum in Fakturaanforderungszeile
Abrechnungsenddatum in Fakturaanforderungszeile
Um dies zu für einen Fakturierungsplan zu definieren, navigieren Sie zu den Abrechnungsvorschriften. Um ein Standardpreisdatum einzurichten, navigieren Sie im Customizing zu SAP Customizing Einführungsleitfaden→Service→Vorgänge→Grundeinstellungen→Fakturierungsplan→Fakturierungsplanarten definieren. Doppelklicken Sie unter Fakturierungspläne auf den Ordner Planzeilen. Sehen Sie sich die Einträge für das Feld Preisdatum an.
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Der Positionstyp SCNB (SV-Pos. (Ad-hoc-Fakt.)) kann verwendet werden, um Fakturawerte und -termine für Servicevertragspositionen frei zu definieren. Der Nettowert einer Ad-hoc-Fakturaposition kann mithilfe der vordefinierten Preiskonditionsart für einen manuellen Positionsbetrag (PMV1) angegeben werden.
Der Positionstyp SCNC (Wert-/Mengenkontrakt) kann für eine bestimmte Form von Servicevertragspositionen verwendet werden, bei denen die definierten Serviceprodukte in Bezug auf eine bestimmte Zielmenge oder einen bestimmten Gesamtwert eingeschränkt sind.
Einige Beispiele:
- Servicemengenpositionen, die auf einer bestimmten Zielmenge basieren, z.B. die bis zu zehnmalige Inanspruchnahme einer Hotline oder eines Reparaturservice
- Servicewertpositionen basierend auf einem bestimmten Zielwert, z.B. Ersatzteile und Serviceleistungen im Gesamtwert von 500 EUR
- Kombinationen von Servicewert- und Servicemengenverträgen
Im Customizing für einen Positionstyp wie SCNC (Wert-/Mengenkontrakt) können Sie Folgendes definieren:
- ob ein vereinbartes Serviceprodukt nur so lange in Anspruch genommen werden kann, bis der Gesamtwert oder die Zielmenge erreicht ist
- ob die Zielmenge oder der Gesamtwert überschritten werden darf, jedoch nur einmal
- ob die Zielmenge oder der Gesamtwert prinzipiell überschritten werden darf

Die entsprechende Positionstypenfindung mit dem Positionstyp SCN (Servicevertrag) als Standard wurde ebenfalls im System konfiguriert. Dieser Positionstyp wird für Serviceprodukte mit der Positionstypengruppe SCNP (Servicevertragsprod.) oder SRVP (Serviceprodukt) ermittelt. Positionstypen SCNC (Wert-/Mengenkontrakt), SCNA (SV-Pos. (Pri. Anp.)) und SCNB (SV-Pos. (Ad-hoc-Fakt.)) wurden als manuelle alternative Positionstypen definiert.
Um diese Konfiguration zu prüfen, navigieren Sie im Customizing zu SAP Customizing Einführungsleitfaden→Service→Vorgänge→Grundeinstellungen→Positionstypenfindung definieren.
Wenn das System für die Servicevertragsfindung in einem Serviceauftrag nur die Vertragspositionen filtern und anzeigen muss, in denen bestimmte Produkte oder Objekte zugeordnet sind, müssen die folgenden Einstellungen auf Positionstypebene gepflegt werden:
| Feldname | Wert |
|---|---|
| Vertragsposition nach Objektliste filtern | Eine Servicevertragsposition mit leerer Objektliste ignorieren |
| Vertragsposition nach Produktliste filtern | Eine Servicevertragsposition mit leerer Produktliste ignorieren |
Wenn für diese Felder die Option Kein Filter verwendet wird, werden alle Vertragspositionen gefunden und angezeigt, auch solche mit leeren Objekt-/Produktlisten.
Wie bereits erwähnt, müssen z.B. bei der Besprechung von Serviceauftragsangeboten und Serviceaufträgen auch die Einstellungen für die Kopiersteuerung für Serviceverträge vorgenommen werden. Navigieren Sie im Customizing zu SAP Customizing Einführungsleitfaden→Service→Vorgänge→Grundeinstellungen→Kopiersteuerung für Geschäftsvorgänge→Kopiersteuerung für Vorgangsarten definieren, und sehen Sie sich z.B. den Eintrag mit der Quelle SC (Servicevertrag) und dem Ziel SC (Servicevertrag) (d.h. Kopieren eines Servicevertrags) sowie den Eintrag mit der Quelle SC (Servicevertrag) und dem Ziel SRVO (Serviceauftrag) an.
Navigieren Sie in Bezug auf Positionstypen im Customizing zu SAP Customizing Einführungsleitfaden→Service→Vorgänge→Grundeinstellungen→Kopiersteuerung für Geschäftsvorgänge→Kopiersteuerung für Positionstypen definieren, und sehen Sie sich die Einträge mit den Quellpositionstypen SCN (Servicevertrag) und SCNA (SV-Pos. (Pri. Anp.)), SCNC (Wert-/Mengenkontrakt) und SCNB (SV-Pos. (Ad-hoc-Bil)).
Die Einstellung SAP Customizing Einführungsleitfaden→Service→Vorgänge→Grundeinstellungen→Kopiersteuerung für Geschäftsvorgänge→Positionstypenfindung beim Kopieren definieren enthält Einträge wie Quelltyp SCN (Servicevertrag), Zielvorgangsart SC (Servicevertrag) und Zielpositionstyp SCN (Servicevertrag) oder Quelltyp SCNA (SV-Pos. (Pri. Anp.)), Zielvorgangsart SC (Servicevertrag) und Zielpositionstyp SCNA (SV-Pos. (Pri. Anpassung)), die beide beim Kopieren von Serviceverträgen verwendet werden.
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Wenn Sie auch Servicevertragsvorlagen verwenden möchten, stellen Sie sicher, dass die vordefinierten Einstellungen für Servicevertragsvorlagen im Customizing für Service (unter Vorgänge→Grundeinstellungen) Ihren Geschäftsanforderungen entsprechen. Die Einstellungen entsprechen allen zuvor dargestellten Einstellungen.
Konfiguration für Serviceverträge: Fakturierungspläne konfigurieren

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Alle Customizing-Aktivitäten für Fakturierungspläne finden Sie unter SAP Customizing Einführungsleitfaden→Service→Vorgänge→Grundeinstellungen→Fakturierungsplan.
Fakturierungspläne werden über die Fakturierungsplanart gesteuert. Die Konfiguration einer Fakturierungsplanart finden Sie unter SAP Customizing Einführungsleitfaden→Service→Vorgänge→Grundeinstellungen→Fakturierungsplan→Fakturierungsplanarten definieren.
Fakturierungspläne können einer Vorgangsart (SAP Customizing Einführungsleitfaden→Service→Vorgänge→Grundeinstellungen→Fakturierungsplan→Fakturierungsplanart zu Vorgangsart zuordnen) oder einer Kombination aus einer Vorgangsart und einem Positionstyp, der innerhalb dieser Vorgangsart verwendet wird, zugeordnet werden. Beispielsweise kann die Fakturierungsplanart 02 Periodische Fakturierung der Vorgangsart SC Servicevertrag und dem Positionstyp SCN Servicevertrag zugeordnet werden. Navigieren Sie im Customizing zu SAP Customizing Einführungsleitfaden→Service→Vorgänge→Grundeinstellungen→Fakturierungsplan→Fakturierungsplanart zu Positionstyp zuordnen.

Dem Positionstyp SCNB (SV-Pos. (Ad-hoc-Fakt.)) ist die Fakturierungsplanart 01 Ad-hoc-Fakturierung zugeordnet. Diese Fakturierungsplanart wurde speziell im System eingerichtet, um den Ad-hoc-Fakturierungsprozess zu unterstützen, bei dem Nettowerte von Positionen mit Ad-hoc-Fakturierung frei angegeben werden können, indem die vordefinierte Preiskonditionsart für einen manuellen Positionsbetrag (PMV1) verwendet wird.
Die zu verwendende Fakturierungsplanart kann auch abhängig vom Geschäftspartner (d.h. vom Kunden) ermittelt werden, für den ein Servicevertrag angelegt wird. Dies erfolgt über das Feld Fakturierungsplanverfahren. Einträge für dieses Feld können unter folgendem Pfad konfiguriert werden: SAP Customizing Einführungsleitfaden→Service→Vorgänge→Grundeinstellungen→Fakturierungsplan→Kundenfakturierungsplanschema definieren.
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Um die Logik im System bezüglich Fakturierungsplänen zu beeinflussen, stehen Ihnen verschiedene Business Add-Ins (BAdIs) zur Verfügung. Zusätzliche Felder können hinzugefügt werden, das Anlegen der Fakturaanforderungszeilen kann beeinflusst werden usw.
Weitere Informationen finden Sie unter SAP Customizing Einführungsleitfaden→Service→Vorgänge→Grundeinstellungen→Fakturierungsplan→Business Add-Ins.
Konfiguration für Serviceverträge: Fakturaanforderungen generieren

Um Fakturaanforderungen generieren zu können, verwendet das System im Hintergrund eine Verkaufsbelegart (mit entsprechendem Verkaufspositionstyp). Die Fakturaanforderungen werden unter Verwendung einer bestimmten Fakturaart generiert. In der Standardkonfiguration in SAP S/4HANA wird die Verkaufsbelegart BSC (Servicevertrags-Fakturaanforderung) mit dem Verkaufspositionstyp CS01 (Serviceposition eBDR) und der Fakturaart SVTB (Kunden- Management Servicevertrags-Fakturaanforderung) für die Fakturaanforderungen.
Um dies anzuzeigen, navigieren Sie im Customizing zu SAP Customizing Einführungsleitfaden→Service→Grundfunktionen→Fakturierung→Servicevorgangsarten zu Fakturaanforderungsarten zuordnen.
Um die Definition der Verkaufsbelegart anzuzeigen, navigieren Sie im Customizing zu SAP Customizing Einführungsleitfaden→Vertrieb→Verkauf→Verkaufsbelege→Verkaufsbelegkopf→Verkaufsbelegarten definieren.
Um die Definition des Verkaufspositionstyps anzuzeigen, navigieren Sie im Customizing zu SAP Customizing Einführungsleitfaden→Vertrieb→Verkauf→Verkaufsbelege→Verkaufsbelegposition→Positionstypen definieren. Der Positionstyp CS01 (Ext. FaktA. ServPos.) hat für das Feld Fakturarelevanz den Eintrag B (Auftragsbez.Faktura - Status gem. Auftragsmenge).
Fakturaart SVTB (Cust. Mgmt Service Contract BDR), die für die Fakturaanforderungen verwendet wird, kann analysiert werden unter: SAP Customizing Einführungsleitfaden→Vertrieb→Fakturierung→Fakturen→Fakturaarten definieren.
Kopiersteuerungseinstellungen von Verkaufsbelegart BSC (Servicevertrags-Fakturaanforderung) nach Fakturaart SVTB (Kunden- Mgmt Service Contract BDR) kann analysiert werden unter: SAP Customizing Einführungsleitfaden→Vertrieb→Fakturierung→Fakturen→Kopiersteuerung für Fakturen pflegen. Wählen Sie Kopiersteuerung für Verkaufsbeleg nach Faktura definieren.
Einstellungen für die Kopiersteuerung aus der Fakturaanforderung (Fakturaart SVTB (Cust. Mgmt Service Contract BDR)) zur Fakturaart der Faktura, die an den Kunden gesendet wird (F2 (Rechnung F2)), kann auch über SAP Customizing Einführungsleitfaden→Vertrieb→Fakturierung→Fakturen→Kopiersteuerung für Fakturen pflegen analysiert werden. Wählen Sie Kopiersteuerung für Faktura nach Faktura definieren.
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Konfiguration für Serviceverträge: Preisfindung und automatische Verlängerung
Die Preisfindung für Serviceverträge muss auch im System eingerichtet werden. Mehrere spezifische Preiskonditionsarten für Serviceverträge sind standardmäßig verfügbar. Es stehen auch mehrere spezielle Kalkulationsschemata für Serviceverträge zur Verfügung. Ein Beispiel ist A10020 Servicevertrag (DE). Ein weiteres Beispiel ist A17020 Servicevertrag (US).
Um diese Kalkulationsschemata zu analysieren, navigieren Sie im Customizing zu SAP Customizing Einführungsleitfaden→Vertrieb→Grundfunktionen→Preisfindung→Steuerung der Preisfindung→Kalkulationsschemata definieren und zuordnen, und wählen Sie IMG - Aktivität. Doppelklicken Sie anschließend auf Kalkulationsschemata festlegen.
Die Kalkulationsschemafindung für Serviceverträge verwendet das Belegschema S3 Servicevertrag, das der Vorgangsart SC (Servicevertrag) zugeordnet ist. Navigieren Sie im Customizing erneut zu SAP Customizing Einführungsleitfaden→Vertrieb→Grundfunktionen→Preisfindung→Steuerung der Preisfindung→Kalkulationsschemata definieren und zuordnen, und wählen Sie IMG - Aktivität. Doppelklicken Sie anschließend auf Kalkulationsschemaermittlung festlegen.
Um Einträge für das Belegschemafeld (das einer Vorgangsart zugeordnet ist) zu definieren, navigieren Sie im Customizing zu SAP Customizing Einführungsleitfaden→Vertrieb→Grundfunktionen→Preisfindung→Steuerung der Preisfindung→Kalkulationsschemata definieren und zuordnen, und wählen Sie IMG - Aktivität. Doppelklicken Sie anschließend auf Belegschemata festlegen.
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Mit der automatischen Verlängerung können Sie festlegen, dass die Dauer einer Servicevertragsposition automatisch verlängert werden muss. Mit der Funktion für die automatische Verlängerung können Sie die Dauer von Servicevertragspositionen, deren Gültigkeit innerhalb eines bestimmten Zeitraums endet, automatisch verlängern.
Bevor Sie die Funktion zur automatischen Verlängerung für Servicevertragspositionen verwenden können, stellen Sie sicher, dass die folgende Einstellung im Customizing vorgenommen wurde: SAP Customizing Einführungsleitfaden→Service→Vorgänge→Einstellungen für Subskriptionsvorgänge→Vertragsänderungen→Einstellungen für das Bearbeitungs-Framework (BTMF). Der BTMF-Prozess SC_ITEM_RENEW muss in der Sicht Änderungsprozess aktivieren eingegeben werden.
Um die automatische Verlängerung von Servicevertragspositionen zu aktivieren, müssen Sie das Ankreuzfeld Aktivieren für die Servicevertragsposition markieren. Sie müssen auch die automatische Verlängerungsperiode (den Zeitraum bis zum Ende des Vertrags, in dem die Verlängerung der Servicevertragsposition automatisch ausgelöst wird) und den Zeitraum, um den die Servicevertragsposition verlängert werden soll, definieren.
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Servicevertragspositionen mit Ad-hoc-Fakturierung können nicht automatisch verlängert werden. In diesem Fall wird das Ankreuzfeld Aktivieren nicht angezeigt.
Mit dem Programm Servicevertragspositionen verlängern (CRMS4_SC_AUTO_RENEW) (unter →Servicevorgänge) können Sie die Servicevertragspositionen auswählen, die fällig sind und verlängert werden müssen. Das Programm verarbeitet dann alle Servicevertragspositionen, deren Vertragsende innerhalb der automatischen Verlängerungsperiode liegt, die für die Servicevertragsposition definiert wurde.
Serviceverträge können beliebig lange verlängert werden, sodass Sie langfristige Beziehungen zu Ihren Kunden pflegen können. Im Laufe der Zeit können sich jedoch die wirtschaftlichen Bedingungen ändern: Die Preise für Waren oder Dienstleistungen können sich schnell erhöhen, oder Kunden fordern Sonderrabatte für den Abschluss eines Geschäfts.

Um mit den möglichen Auswirkungen von Preisschwankungen umzugehen, kann Ihr Unternehmen die Preise der bereitgestellten Services im Voraus planen. Dazu können Sie Preise für Servicevertragspositionen vordefinieren, deren Verlängerung durch die automatische Verlängerung geplant ist. Kundenservicemanager können diese Aufgabe in der App Serviceverträge verwalten ausführen.
Sie können nur Preise für Servicevertragspositionen für Preisanpassung (Positionstyp SCN2) vordefinieren. Auf diese Weise können Sie individuelle Preise für einzelne Fakturaanforderungszeilen definieren.
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Konfiguration für Serviceverträge: Sonstige Einstellungen für Serviceverträge
Im Folgenden finden Sie eine Liste weiterer erforderlicher Einstellungen im Zusammenhang mit Serviceverträgen:
Um die Servicekontaktfindung beim Anlegen eines Serviceauftrags zu aktivieren, sollte das Feld Vertragsfindung in der Definition der Vorgangsart, die für den Serviceauftrag verwendet wird, einen entsprechenden Eintrag enthalten. Beispiel: Der Eintrag F Nur auf Positionsebene: Immer mit Selektionsoption gibt an, dass das System auf Positionsebene nach einem gültigen Vertrag für einen Serviceauftrag sucht und dem Benutzer immer eine Selektionsoption zur Verfügung stellt, wenn ein Servicevertrag gefunden wird. Eintrag E Nur auf Positionsebene: Sofort zuordnen, wenn eindeutig würde den Servicevertrag sofort mit der Serviceauftragsposition verknüpfen, wenn nur ein einziger Servicevertrag ermittelt wird.
Navigieren Sie im Customizing zu SAP Customizing Einführungsleitfaden→Service→Vorgänge→Grundeinstellungen→Vorgangsarten definieren, um das Feld Vertragsfindung in den Vorgangsarten zu finden, die für einen Serviceauftrag verwendet werden.
Die Kündigungskonfiguration finden Sie unter SAP Customizing Einführungsleitfaden→Service→Vorgänge→Einstellungen für Verträge→Kündigung.
Kündigungsparteien und Kündigungsregeln werden definiert und dann in einem Kündigungsschema zusammengefasst. Dieses Kündigungsschema wird dann der entsprechenden Vorgangsart zugeordnet. Pro Kündigungspartei kann auch eine Liste von Kündigungsgründen definiert werden.
Die Vorgangsart SC (Servicevertrag) enthält beispielsweise das Kündigungsschema 0001 (Standardkündigung), das die Regeln 0002 (3 Monate zum Jahresende) und 0001 (Wunschtermin bis 2 Wo nach VertrBeg.) (für den Kündigungspartner CNCT (Kunde)) enthält. Dies ist nur ein Beispiel für ein Kündigungsschema, das in ein benutzerdefiniertes Schema kopiert und nach Bedarf angepasst werden kann.
Bei der Freigabe eines Servicevertrags wird im Hintergrund ein Innenauftrag angelegt, der als Kostensammler für den Servicevertrag verwendet wird. Kosten werden auf diesen Innenauftrag gebucht, wenn Serviceauftragspositionen, die der Servicevertragsposition zugeordnet sind, ausgeführt und rückgemeldet werden. Um diese Servicekosten auf den Innenauftrag zu buchen, wird die Transaktion CATS: Überleitung ins Controlling (CAT7) verwendet (oder eingeplant).
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Weitere Details zur Konfiguration der Integration zwischen SAP S/4HANA Service und Controlling sowie zum Arbeitszeitblatt (CATS) finden Sie weiter oben in diesem Kurs.Für Subskriptionsverträge können vorhandene Anwendungen/Funktionen des Business Rule Framework + (BRFplus) verwendet werden, um zu ermitteln, ob ein Änderungsprozess für einen solchen Subskriptionsvertrag verfügbar ist.
Die Zuordnung einer vorhandenen BRFplus-Anwendung erfolgt im Customizing. Navigieren Sie zu SAP Customizing Einführungsleitfaden→Service→Vorgänge→Einstellungen für Subskriptionsvorgänge→BRF+→Zuordnung von BRFplus-Anwendungen.
Notiz
Öffnen Sie die Customizing-Dokumentation für diesen Konfigurationsknoten, um eine Übersicht über die verfügbaren BRFplus-Anwendungen zu erhalten, die sich auf die Pflege subskriptionsproduktspezifischer Daten beziehen.Navigieren Sie außerdem zu SAP Customizing Einführungsleitfaden→Service→Vorgänge→Einstellungen für Subskriptionsvorgänge→Vertragsänderungen→Einstellungen für das Bearbeitungs-Framework (BTMF), um die Einstellungen für das Bearbeitungs-Framework für Geschäftsvorgänge (BTMF) vorzunehmen. Das BTMF bietet eine Reihe von Aktionen für einen Änderungsprozess, die ein Benutzer über seine Benutzungsoberfläche über Drucktasten ausführen kann. Im Folgenden finden Sie Beispiele für diese Änderungsprozesse:
- Vertrag verlängern und Verlängerung rückgängig machen
- Vertrag kündigen und Kündigung rückgängig machen
- Produkt ändern
Für die Vorgangsart SC (Servicevertrag) wurden die folgenden BTMF-Änderungsprozesse für die Vertragsverlängerung definiert und aktiviert:
- BLEX (Vertragsverlängerung - nur eine Position)
- CRNH (Vertragsverlängerung - gesamter Vertrag)
- CSLT (Auftraggeber ändern)
Kreditmanagement für Serviceverträge
Sie können SAP Credit Management für Serviceverträge verwenden, sodass Kreditprüfungen für Geschäftspartner (Regulierer) automatisch angestoßen werden können, wenn ein Servicevertrag mit dem Status Freigegeben gesichert wird.
Wenn Sie das Kreditmanagement für Serviceverträge aktiviert haben, können Sie die folgenden Hauptfunktionen verwenden:
- Automatische Kreditprüfung beim Sichern eines Servicevertrags
- Obligofortschreibung beim Sichern eines Servicevertrags
- Obligo-Transfer zwischen Serviceverträgen und Fakturen
- Simulation einer Kreditprüfung
- Neuaufbau der Kreditmanagementdaten
- Automatische Verlängerung von Serviceverträgen bei aktiviertem Kreditmanagement
- Integration mit einer dokumentierten Kreditentscheidung (DKE)
- Automatische Neuprüfung von Servicevertragspositionen, die eine Kreditprüfung nicht bestanden haben
Alle Konfigurationseinstellungen für die Verwendung von SAP Credit Management für Serviceverträge finden Sie unter Financial Supply Chain Management→Credit Management→Integration mit der Debitorenbuchhaltung und dem Vertrieb→Integration mit Service.
Zusätzlich müssen Sie den relevanten Geschäftspartnern (Regulierern) die Rolle SAP Credit Management (UKM000) und das Kreditsegment zuordnen.
Notiz
Wenn Sie eigene Obligotypen definieren möchten, können Sie die Einstellungen im Customizing unter Financial Supply Chain Management→Credit Management→Kreditrisikoüberwachung→Obligofortschreibung→Obligotypen definieren vornehmen.
Externe Referenzen zu Servicevertragspositionen zuordnen
Es ist möglich, Positionen in Serviceverträgen externe Referenzen (z.B. Einkaufskontrakte) zuzuordnen, auch nachdem die beteiligten Belege bereits angelegt wurden. Auf diese Weise können Sie die Beziehung einer Servicevertragsposition zu allen zugehörigen Belegen verfolgen.

Sie ordnen externe Bezugsobjekte zu einer Servicevertragsposition zu, indem Sie die Drucktaste Nachträgliche Zuordnung verwenden, die (ab SAP S/4HANA 2023 FPS02) auf der Registerkarte Vorgangshistorie einer Servicevertragsposition verfügbar ist.

Um externe Referenzen zu Servicevertragspositionen zuordnen zu können, definieren Sie zunächst ein Objektverknüpfungsprofil und legen fest, welche Vorgänge welchen zugeordnet werden können. Dies tun Sie im Customizing unter Service→Vorgänge→Grundeinstellungen→Objektverknüpfungsprofil definieren.
Anschließend ordnen Sie dieses Objektverknüpfungsprofil über Service→Vorgänge→Grundeinstellungen→Positionstypen definieren dem entsprechenden Positionstyp zu.
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Im Schulungssystem wurde das Objektverknüpfungsprofil ZCONTR_SUB angelegt und dem Positionstyp SCN zugeordnet.
Zusammenfassung
- Ein Servicevertrag besteht aus Kopf- und Positionsdaten. In einem Servicevertrag kann auf Positionsebene ein Servicevertragsprodukt zugeordnet werden. Dieses Servicevertragsprodukt wird nur definiert, um die Fakturierungsaspekte der Servicevertragsposition zu verwalten. Der Servicevertragsposition kann dann auch eine bestimmte Produktliste zugeordnet werden, und der Kunde kann dann zu den im Vertrag angegebenen Preiskonditionen ein oder mehrere Serviceprodukte aus dieser Liste über einen bestimmten Zeitraum in Anspruch nehmen. Konfigurierbare Produkte können auch in Serviceverträgen verwendet werden.
- In SAP S/4HANA Service werden Service Level Agreements (SLAs) mithilfe von SLA-Profilen definiert: Sowohl ein Bereitschafts- als auch ein Reaktionsschema können einer Servicevertragsposition zugeordnet werden.
- Die Drucktaste Vorschlag für Produktliste zeigt eine Liste der zugehörigen Serviceleistungen und Ersatzteile für das ausgewählte Bezugsobjekt in der Objektliste der Servicevertragsposition an. Basierend auf Preisvereinbarungen können Kunden niedrigere Preise für Serviceleistungen und Ersatzteile angeboten werden. Eine flexible Preisfindung für Servicevertragspositionen kann über die sogenannte Preisanpassungsfunktion erreicht werden. Zu diesem Zweck steht der Positionstyp SCNA (SV-Pos. Preisanp.) zur Verfügung. Ihr Unternehmen kann die Preise der bereitgestellten Services auch im Voraus planen. Dazu können Sie Preise für Servicevertragspositionen vordefinieren, deren Verlängerung durch die automatische Verlängerung geplant ist.
- Fakturierungspläne können verwendet werden, um einzelne Fakturatermine für die Fakturierung einer Servicevertragsposition einzuplanen, unabhängig von der Ausführung oder Lieferung der tatsächlich im Servicevertrag genannten Serviceleistungen und Ersatzteile. Die Ad-hoc-Fakturierung für Servicevertragspositionen wird ebenfalls unterstützt.
- Beispiele für Konfigurationseinstellungen, die für Serviceverträge relevant sind: Vertragsfindung, Kündigungskonfiguration, Einrichten von SAP Credit Management für Serviceverträge und Aktivieren der Zuordnung externer Referenzen zu Servicevertragspositionen.