Anwenden des Arbeitsmanagements

Objectives

After completing this lesson, you will be able to:
  • Wenden Sie das Arbeitsmanagement an.
  • Legen Sie einen Geschäftspartner für den Ausführenden an.
  • Richten Sie Arbeitszeiten ein.
  • Bearbeiten Sie eine Kommissionierung mit dem Arbeitsmanagement.
  • Planen Sie Aufwände im Arbeitsmanagement.

Arbeitsmanagement – Überblick

Einer der größten Kostenfaktoren in einem Lager ist die menschliche Arbeitskraft. Mit dem Arbeitsmanagement (AM) können Sie die Produktivität der Mitarbeiter erfassen, messen, anzeigen und dokumentieren. Die AM-Funktion ermöglicht es Ihnen außerdem, die Anzahl der für die aktuelle Arbeitslast erforderlichen Mitarbeiter zu ermitteln.

Bilder des Arbeitsmanagements mit Mitarbeitern, die Waren in einem Lager organisieren, scannen und bewegen.

Mit der AM-Funktion können Sie unter Verwendung der standardisierten Vorgabezeiten die Leistung Ihres Lagerpersonals auswerten. Nach Ausführung einer geplanten Aufgabe können Sie im AM die für die Aufgabe geplante Zeit und die tatsächlich erforderliche Zeit (für einen Mitarbeiter) miteinander vergleichen. Über ein (anschließbares) HR-System lassen sich Leistungsanreize wie beispielsweise Bonuszahlungen veranlassen.

Aktivierung des Arbeitsmanagements

Damit Sie die Funktionen des Arbeitsmanagements nutzen können, muss das AM im Customizing aktiviert werden. Dies erfolgt auf Lagerebene und auf Ebene des internen Prozessschritts. Das AM kann dann für bestimmte externe Prozessschritte deaktiviert werden. Mithilfe dieser Kombination kann sehr detailliert festgelegt werden, für welche Prozesse das AM tatsächlich relevant ist.

Übersicht über die Prozessschritte (intern und extern) im Lager EEG1, die anzeigen, welche Schritte LM aktiv (Lean Management aktiviert) sind, wobei Ölen als extern hervorgehoben ist.

Nach der Aktivierung des AM müssen für bestimmte Bearbeitungstransaktionen ein Ausführender sowie die Start- und Endezeit eingegeben werden. Dies betrifft ggf. die folgenden Transaktionen:

  • Lagerauftragsquittierung
  • Inventurverarbeitung und -zählung
  • LZL-Bearbeitungstransaktionen
  • Transaktionen in Bezug auf das Qualitätsmanagement

Bei arbeitsplatzbezogenen Transaktionen werden die Endezeiten automatisch anhand der Lagerzeit festgelegt, wenn keine manuelle Eingabe vorliegt.

Bei Verwendung von RF werden die Zeitpunkte für Start und Ende automatisch ermittelt, und der Ausführende wird anhand der vom System zur Verfügung gestellten Anmeldedaten bestimmt.

Stammdaten

Zusätzlich zu den bereits in SAP EWM bereitgestellten Daten müssen im Arbeitsmanagement (AM) Stammdaten erfasst werden. Diese Daten stellen den Lagermitarbeiter dar, der als Geschäftspartner mit der Rolle Ausführender definiert wird.

Wenn ein Ausführender RF verwendet, wird er über seine Systembenutzer-ID mit seiner Ausführendennummer verknüpft. Wenn ein Ausführender einen Lagerauftrag ausführt, werden Startdatum und -uhrzeit automatisch erfasst. Der Endzeitpunkt wird protokolliert, wenn der Lagerauftrag quittiert wird.

In den Stammdaten sind wichtige Informationen über den Ausführenden hinterlegt:

  • die Lagerzuordnung
  • die Prozessschritte, die er ausführt
  • der Arbeitsfaktor (der seine Bewertung darstellt)

Durch Auswählen von Beziehungen können Sie die Rolle des Ausführenden in einer Gruppe definieren. Als Gruppenverantwortlicher hat der Ausführende z.B. mehr Rechte als ein Gruppenmitglied.

Diagramm, das die Beziehungen und den Datenfluss zwischen HR, Vorgesetzten, Geschäftspartnern, Arbeitsmanagement, Ressourcen und Schichtzuordnungen im Personaleinsatzmanagement veranschaulicht.

Notiz

In SAP S/4HANA wurde das Geschäftspartnerkonzept für Anwendungsbenutzer erweitert. Aus diesem Grund ist es nicht mehr möglich, die Personalnummer und den Systembenutzer in der Geschäftspartnertransaktion zu pflegen. Weitere Informationen finden Sie im SAP-Hinweis 2570961 - Vereinfachungselement S4TWL - Business-Benutzerverwaltung.

Schichten

Mit Schichten wird der Arbeitszeitplan für Ausführende in einem Lager festgelegt. Sie können einer Schicht Pausen und einen Schichtfaktor zuweisen. Dadurch wird die produktive Arbeitszeit der Schicht reduziert. Schichtprogramme dienen zum Definieren einer Schichtfolge für beliebig viele aufeinanderfolgende Tage nach Bedarf. Das Schichtprogramm wird in Zyklen wiederholt, z.B. alle fünf Tage für ein fünftägiges Schichtprogramm.

Mit Schichten können Sie die produktiven Arbeitskraft-Kapazitäten zu einem bestimmten Zeitpunkt in Ihrem Lager ermitteln. Außerdem können Sie die Arbeitsleistung einer Schicht ermitteln, wenn Sie das Arbeitsmanagement aktiviert haben. Wenn ein Ausführender z.B. eine Lageraufgabe bestätigt, erfasst das System die Schicht des Ausführenden im Datensatz der ausgeführten Arbeitslast für die künftige Auswertung von Arbeitsleistungen.

Ausführende im Lagerverwaltungsmonitor

Informationen zu Ausführenden können auch im Lagerverwaltungsmonitor angezeigt werden.

Im Lagerverwaltungsmonitor können Sie mit der Massenpflege mehrere Ausführende gleichzeitig bearbeiten und AM-relevante Informationen anzeigen. Wenn das AM aktiviert ist, sind im Lagerverwaltungsmonitor zusätzliche Knoten verfügbar:

  • Geplante Arbeitslast: Die geplante Arbeitslast spiegelt die Arbeitslast wider, die im Lager erwartet wird. Jeder Datensatz bezieht sich auf ein offenes Objekt, das noch bearbeitet werden muss, wie z.B. eine offene Lageraufgabe. Mit dem Knoten zur geplanten Arbeitslast können Sie die Lagerplanung durchführen.
  • Die ausgeführte Arbeitslast spiegelt die im Lager abgeschlossene Arbeit wider. Jeder Datensatz bezieht sich auf ein abgeschlossenes Objekt, wie z.B. eine quittierte Lageraufgabe.
  • Arbeitsauslastung: Dies ist die aggregierte Ansicht der ausgeführten Arbeitslast. Über Effizienz können Sie die Leistung Ihrer Mitarbeiter bewerten. Unter Auslastung können Sie die Leistung des Ausführenden mithilfe folgender Werkzeuge bewerten: - Istdatenvergleich- Direkte und indirekte Arbeit- Anwesenheit des Bearbeiters
  • Indirekte Aufgabe: Zeigt die Arbeit, die kein offensichtlicher Bestandteil eines Prozesses, aber dennoch notwendig ist.

Arbeitszeiten definieren

Es gibt drei grundlegende Arten von Arbeitszeit. Direkte Arbeit wird erfasst, wenn ein für die Lagerverwaltung relevanter Beleg, z.B. ein Lagerauftrag, abgeschlossen ist. Indirekte Arbeit kann für Aktivitäten erfasst werden, die nicht mit einer standardmäßigen Lageraktivität verknüpft sind. Dies erfolgt über eine indirekte Aufgabe (IA). Über Zeit und Anwesenheit können Sie Zeitereignisse wie das Kommen und Gehen hinterlegen.

Arbeitsformen: wertschöpfende Arbeit, nicht-wertschöpfende Arbeit sowie Zeit und Anwesenheit.

Geplante und ausgeführte Arbeitslast

Zum Erfassen der Daten für geplante und ausgeführte Arbeitslast werden in SAP EWM entsprechende Belege angelegt.

Der Beleg für die geplante Arbeitslast zeigt die geplante Dauer, die entsprechend den standardisierten Vorgabezeiten berechnet wird. Der Beleg für die ausgeführte Arbeitslast enthält zusätzlich zur geplanten Dauer auch die tatsächliche Dauer, einschließlich Ausführender sowie Start- und Endzeit der Ausführung.

Eine Lageraufgabe wird an einen Beleg für die geplante oder ausgeführte Arbeitslast gesendet.

Den Beleg für die geplante Arbeitslast verwenden Sie als Grundlage für die Planung Ihrer Ressourcen. Nach Ausführung der geplanten Arbeit sendet das System die relevanten Informationen an den Beleg für die ausgeführte Arbeitslast und löscht anschließend den Beleg für die geplante Arbeitslast. Mithilfe des Belegs für die ausgeführte Arbeitslast können Sie die geplante und die tatsächliche Dauer vergleichen. Das Ergebnis der Auswertung können Sie als Leistungsbeleg an ein HR-System senden. Mit diesem Beleg kann anschließend zum Beispiel eine Bonuszahlung ausgelöst werden.

Leistungsbeleg

Leistungsbelege werden verwendet, um ausgeführte Arbeitslast (AAL) kumuliert für jeden Ausführenden auszuwerten. Mithilfe eines Leistungsbelegs können Sie eine mitarbeiterspezifische Auswertung der ausgeführten Arbeitslasten für einen bestimmten Zeitraum durchführen. Ein solcher Beleg enthält die kumulierten Werte für die jeweilige geplante und tatsächliche Dauer der zugewiesenen ausgeführten Arbeitslast sowie die Arbeitszeit des Mitarbeiters. Damit können Sie Schlussfolgerungen über die Leistung oder die Auslastung des Mitarbeiters ziehen.

Arbeitsaktivitäten

Wenn eine Arbeitslast angelegt oder eine unvollständig ausgeführte Arbeitslast abgeschlossen wird, ermittelt das System die Arbeitsaktivität. Beispiel: Eine Arbeitsaktivität wird für die Arbeitslast eines Lagerauftrags ermittelt, der eine oder mehrere Kommissionierlageraufgaben enthält.

Es gibt zwei Ansätze zur Ermittlung von Arbeitsaktivitäten:

  • Mit der direkten Verwendung aktiver Arbeitsaktivitäten:

    Das System verwendet diesen Ansatz, wenn eine 1:1-Beziehung zwischen einer aktiven Arbeitsaktivität auf Lagerebene und einem externen Prozessschritt vorliegt. Dieser Ansatz wird immer für indirekte Arbeit verwendet, z.B. das Austauschen einer Batterie.

  • Mit einem Decision Service in BRFplus:

    Das System verwendet diesen Ansatz, wenn keine 1:1-Beziehung zwischen einer Arbeitsaktivität und einem externen Prozessschritt vorliegt, z.B. bei der Kommissionierung oder Bereitstellung. Ein Entscheidungsservice in BRFplus ermittelt die Arbeitsaktivität während der Laufzeit, indem kontextabhängige Informationen wie externe Prozessschritte, Aktivitätsbereich, Materialgruppe, Standort oder Referenzbelegdaten (z.B. Lagerauftrag) berücksichtigt werden.

Wenn Sie keine Arbeitsaktivitäten verwenden, können Sie mit externen Prozessschritten und einer Arbeitsschrittfolge die erforderliche Zeit ermitteln. Sie müssen die Berechnung der Wegezeit oder die Definition der standardisierten Vorgabezeitbestimmung (SVZ) nicht mit Arbeitsaktivitäten durchführen. Allerdings bietet diese Vorgehensweise einige Vorteile.

Wegstreckenberechnung

Bei der Wegstreckenberechnung wird die Wegstrecke berechnet, die ein Lagerarbeiter zurücklegen muss, um einen Lagerauftrag zu erledigen. Sie können die Wegstrecke entweder direkt oder über Netzwerke berechnen. Solche Netzwerke können manuell oder programmtechnisch erstellt werden. Ist kein Netzwerk vorhanden, verwendet das System eine der beiden Streckenberechnungsmethoden: die Euklid- oder die Manhattan-Methode.

Vergleich von direkten mit rechtwinkligen Wegstrecken für die Berechnung von Entfernungen in Lagerkommissionierrouten, um zu veranschaulichen, wie sich die Pfadauswahl auf die gesamte Wegstrecke auswirkt.

Es gibt zwei Arten von Netzwerken:

  • Lagertypspezifische Netzwerke, die Sie für die einzelnen Lagertypen definieren

  • Globale Netzwerke, die lagertypspezifischen Netzwerke miteinander verbinden

Wegstreckenberechnung mit Netzwerken

Schematische Visualisierung eines Lagernetzwerks mit Lagerzonen, Kommissionierbereichen und Materialflussrouten zur Veranschaulichung von Konzepten für die Wegstreckenberechnung.

Den kürzesten Weg berechnen

Für die Berechnung des kürzesten Weges innerhalb eines Netzwerks werden verschiedene heuristische Regeln verwendet:

  • Schnelle Tiefensuche für die Lösung verwenden

  • Breitensuche zur Verbesserung der ersten Lösung

Neben der Berechnung der Wegstrecke bestimmt das System auch die Zeit, die ein Mitarbeiter benötigt, um den Lagerauftrag auszuführen. Diese Zeit ist von der Geschwindigkeit des Mitarbeiters abhängig, der die Aufgabe ausführt.

Wenn das Arbeitsmanagement (AM) aktiviert ist, sichert das System das Ergebnis der Wegstreckenberechnung in der geplanten und in der ausgeführten Arbeitslast.

Das Ergebnis der Wegstreckenberechnung wird für Folgendes verwendet:

  • Planung der Mitarbeiter im Arbeitsmanagement (AM)

  • Berechnung der standardisierten Vorgabezeiten (SVZ)

  • Berechnung der spätesten Startzeit für einen Lagerauftrag

Wegezeitberechnung

Mit BRFplus können Sie die Wegezeit für geplante Arbeitslasten und die korrigierte Wegezeit für ausgeführte Arbeitslasten berechnen. Die Wegezeit wird neu berechnet, um die korrigierte Wegezeit zu erhalten, da erst bekannt ist, welche Ressource die Arbeitslast ausführt, nachdem die Ausführung der Arbeitslast quittiert wurde. Die korrigierte Wegezeit berücksichtigt also zusätzliche Informationen wie die tatsächliche Geschwindigkeit der Ressource.

Wegezeitberechnung: (horizontale Gesamtwegstrecke/horizontale Geschwindigkeit des Ressourcentyps) + (vertikale Gesamtentfernung/Geschwindigkeit vertikaler Ressourcentypen).

Wenn Sie keine BRFplus-Inhalte konfigurieren, berechnet das System die Wegezeiten basierend auf der SAP-EWM-Fallback-Logik. Hier ergibt sich die Gesamtwegezeit aus der horizontalen plus der vertikalen Wegstrecke. Mit BRFplus können Sie auch konsolidierte Abschnittsinformationen verwenden. Auf diese Weise können Sie jeden Abschnitt des berechneten Wegs separat berücksichtigen. Sie könnten beispielsweise Ecken und Stopps einkalkulieren, da diese die maximale Geschwindigkeit einer Ressource beeinträchtigen. Je kürzer ein gerades Segment ist, desto unwahrscheinlicher ist es, dass die Ressource ihre maximale Geschwindigkeit erreicht.

Standardisierte Vorgabezeitbestimmung (SVZ)

Mit der standardisierten Vorgabezeitbestimmung (SVZ) können Sie die Zeitdauer definieren, die zur Ausführung einzelner Aktivitäten im Lager benötigt wird. Das System berechnet die SVZ in folgenden Fällen:

  • Beim Anlegen eines Belegs, wenn das System die geplante Arbeitslast generiert

  • Beim Quittieren eines Belegs, wenn das System die ausgeführte Arbeitslast generiert

Das System sichert die Vorgabezeiten in der geplanten Arbeitslast als geplante Dauer und in der ausgeführten Arbeitslast als angepasste geplante Dauer. Die endgültigen Daten sind erst verfügbar, wenn Sie den Beleg quittiert haben, da erst dann die ausführende Ressource bekannt ist. Zu den endgültigen Daten zählen beispielsweise:

  • Geschwindigkeit der Ressource

  • Letzte Position der Ressource vor Ausführung der Aktivität

  • Zulässige Wegstrecke für die Ressource

Diese zusätzlichen Daten verwendet das System zur Berechnung der Wegstrecke. Die Ergebnisse dieser Berechnung werden in der geplanten und in der ausgeführten Arbeitslast hinterlegt. (Beim Definieren der standardisierten Vorgabezeiten können Sie eine Formel oder eine Bedingung als Parameter einbinden.)

Zeitaufschlüsselung des Lagerkommissionierprozesses, die einzelne Aufgabendauer, Gründe für die aufgewendete Zeit und einen illustrativen Pfad durch ein Lagerplatz-Kommissionier- und Verpackungslayout anzeigt.

Beispiel für die standardisierte Vorgabezeitbestimmung

Sie können die SVZ wie folgt definieren:

  • Über Einstellungen basierend auf Arbeitsschrittfolgen mit Bedingungen und Formeln:

    Sie unterteilen eine Aktivität in Arbeitsschritte, die der Lagermitarbeiter nacheinander ausführen muss. Dieser Vorgang wird als Arbeitsschrittfolge bezeichnet. Die geplante Zeit für eine Aktivität ist dann die Summe aus allen geplanten Zeiten der einzelnen Arbeitsschritte in der Arbeitsschrittfolge.

  • Über BRFplus:

    SAP empfiehlt die SVZ mithilfe von BRFplus zu definieren, wenn Sie mit einfachen, auf Entscheidungstabellen basierenden Zeitberechnungen arbeiten. Sie definieren Regeln in BRFplus für die SVZ, um die Grundzeit der Arbeitslasten zu berechnen. Sie ordnen diese Regeln dem entsprechenden Entscheidungsservice zu. Bei der Berechnung der Grundzeit berücksichtigen die SVZ kontextabhängige Informationen wie z.B. Produkt, Standort und Referenzbelegdaten.

Prozesse mit Arbeitsmanagement

Wenn ein Beleg wie etwa ein Lagerauftrag, Inventurbeleg oder Auftrag für logistische Zusatzleistungen bearbeitet wird und die Aktivität in diesem Beleg mit einem Arbeitsmanagement-Prozessschritt verknüpft ist, müssen der Ausführende sowie die Start- und Endzeit der Belegbearbeitung angegeben werden. Wenn diese Belege mit Desktop-Transaktionen bearbeitet werden, stimmt die Person, die die Daten eingibt, üblicherweise nicht mit der Person überein, die den Prozess im Lager durchgeführt hat. Aus diesem Grund ist die Verwendung des Arbeitsmanagements bei Nutzung der Desktop-Transaktionen schwierig, da der Ausführende die Zeiten für jeden Beleg notieren und die Daten manuell übertragen werden müssten.

Notiz

In diesem Fall müssen nur der Ausführende und die Endezeit eingegeben werden. Wenn keine Startzeit eingegeben wird, wird sie auf dieselbe Zeit wie die Endezeit gesetzt. Damit ist ein Vergleich zwischen der berechneten und tatsächlichen Zeit nicht möglich.
Ein Arbeiter, der RF-Equipment verwendet, und ein Arbeiter, der Papier verwendet.

Wenn Sie in der RF-Umgebung arbeiten, ermittelt das System die Zeiten automatisch. Eine Voraussetzung hierfür besteht darin, dass der Benutzer, der mit einer Ressource arbeitet, mit einem Ausführenden verbunden ist.

Arbeitsmanagement: Kommissionierung bearbeiten

Planung und Simulation

Die Planung und Simulation umfasst zwei Hauptfunktionen:

  1. Operative Planung, einschließlich Ausführungsvorschau

  2. Planungssimulation

Die Ausführungsvorschau bei der operativen Planung ist beispielsweise erforderlich, wenn der Benutzer Arbeit planen möchte, die am nächsten Tag ausgeführt werden muss, jedoch noch keine für das Arbeitsmanagement relevanten Belege (wie z.B. Lageraufträge) zur Verfügung stehen. Die Ausführungsvorschau liefert einen Überblick über die zu einem bestimmten Zeitpunkt für die An- und Auslieferung oder in der Inventur für das Cycle-Counting anfallende Arbeitslast. Diese Ermittlung findet zeitlich vor der Ausführung statt. Sie erfolgt, bevor Lageraufgaben und Lageraufträge für Lieferpositionen oder für Cycle-Counting-Belege angelegt werden. Die Ergebnisse der Ausführungsvorschau wird nur für Planungszwecke verwendet. Diese Ergebnisse wirken sich nicht auf die tatsächliche Ausführung aus.

Die Abbildung „Grundkonzepte der Planung" veranschaulicht den Planungsprozess.

Die operative Planung umfasst die Definition eines Planungsziels mithilfe von geplanter Arbeitslast, Ausführenden und Formeln, ergänzt durch Vorverarbeitung, Simulation und Ergebnisanzeige.

Operative Planung

Die operative Planung wird verwendet, um die berechneten Planungsziele auf Grundlage der Arbeitslast, der Ausführenden und eines formelbasierten Kennzahlenservices (FKS) zu definieren. Erstellen Sie die Planungsformel im Formeleditor. Eine Planungsformel gilt für jeweils eine Lagernummer und einen externen Prozessschritt und dient zum Beispiel der Berechnung der Anzahl der benötigten Mitarbeiter auf der Grundlage der geplanten Arbeitslast. Die Planung basiert auf Folgendem:

  • dem formelbasierten Kennzahlenservice (FKS)

  • Aggregationsinformationen:

    • Geplante Arbeitslast

    • geplante Arbeitslast, erstellt mittels Ausführungsvorschau

    • Informationen über Ausführende

Operative Planung:

  • stellt einen kurzfristigen Überblick über den Lagerbetrieb bereit (für die nächsten Stunden oder Tage)

  • wird für die kurzfristige Ermittlung von Arbeit und Ressourcen verwendet

  • liefert eine grobe Schätzung der Arbeitslast

  • berücksichtigt einen oder mehrere Aktivitätsbereiche und externe Prozessschritte

  • basiert auf den aggregierten Werten (Arbeitslast, Ausführender) und Kennzahlenservices

Operative Simulation

Diese Funktion ermittelt, wie sich Änderungen in der Planungsumgebung, z.B. eine Änderung der erwarteten Arbeitslast, auf das Ergebnis auswirken. Die Planungsdaten können manuell geändert werden. Anschließend können die Berechnungen anhand der Planungsformeln auf der Grundlage der geänderten Daten erneut durchgeführt werden. Sie können die Aggregationsinformationen, z.B. die geplante Arbeitslast und den Ausführenden, sowie auch die Detaildaten der einzelnen Sätze zur geplanten Arbeitslast, einzelne Ausführende und die Ergebnisse der formelbasierten Kennzahlenservices ändern.

Das System sichert die Änderungen nur temporär. Wenn die Transaktion geschlossen wird, verwirft das System die Änderungen wieder.

Nach jeder manuellen Änderung initialisiert das System die Ergebnisse der Planungsformel. Wenn die automatische Planung aktiviert ist, wird das Ergebnis bei jeder manuellen Änderung neu berechnet.