Sie führen eine Inventur Ihrer Produkte im Lager zu Bestandssteuerungs- und Bilanzzwecken durch.

Zur Durchführung einer Inventur können Sie zwischen verschiedenen Inventurverfahren wählen:
Stichtagsinventur (lagerplatzbezogen und produktbezogen)
Permanente Inventurverfahren
Ad-hoc-Inventur (lagerplatzbezogen und produktbezogen)
Einlagerungsinventur
Niederbestands-/Nullbestandsinventur
Niederbestands-/Nullkontrolle
Lagerplatzprüfung
Cycle-Counting
Externe Inventur
Dazu gehört:
Stichprobeninventur
Stichtagsinventur
SAP EWM unterstützt die jährliche Inventur (lagerplatzbezogen und produktbezogen). Bei einer jährlichen Inventur erfassen Sie alle Bestände eines bestimmten Tages (oder eines kurzen Zeitraums). Diese Inventur wird in der Regel am Ende des Geschäftsjahres durchgeführt. Während dieser Zeit können Sie Lagerbewegungen unterbinden. Dieses Verfahren kann auch dazu verwendet werden, um die Inventur für Lagerplätze und Quants durchzuführen, für die eine permanente Inventur erforderlich ist, aber im laufenden Geschäftsjahr keine Lagerbewegungen verzeichnet wurden. Eine produktbezogene Stichtags- oder jährliche Inventur ist auch möglich.
Permanente Inventurverfahren
Ad-hoc-Inventur (lagerplatzbezogen und produktspezifisch): Für die lagerplatzbezogene Ad-hoc-Inventur führen Sie eine Inventur für bestimmte Lagerplätze durch. Sie können sie zu einem beliebigen Zeitpunkt innerhalb des Geschäftsjahres durchführen. Der Inventurvorgang wird manuell gesteuert. Die produktbezogene Ad-hoc-Inventur ähnelt der lagerplatzbezogenen Ad-hoc-Inventur, wird aber für Produkte durchgeführt.
Einlagerungsinventur: Wenn Bestand im Geschäftsjahr zum ersten Mal auf einem leeren Lagerplatz platziert wird, wird der Inventurprozess angestoßen. Der Lagerarbeiter quittiert die Einlagerungslageraufgabe und führt dadurch die Inventur durch.
Niederbestands-/Nullbestandsinventur: Als Voraussetzung müssen Sie (im Customizing) einen Mengenschwellenwert für die inventurbereichsspezifischen Einstellungen definieren. Wenn der Schwellenwert durch die Kommissionierung unterschritten wird, dann wird die Niederbestandskontrolle angestoßen. Der Lagermitarbeiter bestätigt die Kommissionierlageraufgabe, und das System legt den Inventurbeleg im Hintergrund an. Bei der Nullbestandsinventur beträgt der Schwellenwert null.
Niederbestands-/Nullkontrolle: Die Niederbestands-/Nullkontrolle ist eine Variante der Niederbestandsinventur, bei der kein Inventurbeleg angelegt wird. Diese Kontrolle kann zusätzlich zu einer Niederbestands-/Nullbestandsinventur sowie mehrfach erfolgen (während ein Inventurbeleg nur einmal pro Geschäftsperiode angelegt wird).
Lagerplatzprüfung: Bei dieser Vorgehensweise prüft das System, ob sich ein Produkt auf dem richtigen Lagerplatz befindet. Dieses Verfahren kann manuell (und zu einem beliebigen Zeitpunkt) angestoßen werden. Diese Prüfung ist bei beschädigten Produkten empfehlenswert. Bei dieser Prüfung wird kein Inventurbeleg angelegt.
Produktbezogenes Cycle-Counting
SAP EWM unterstützt Cycle-Counting, d.h. die Inventur von Beständen in regelmäßigen Abständen innerhalb eines Geschäftsjahres. Durch die Zuordnung von Produkten zu verschiedenen Klassen (z.B. A, B und C) legen Sie die Abstände zwischen den Inventuren für diese Produkte fest. So können Sie z.B. festlegen, dass die Inventur für Schnelldreher häufiger durchgeführt werden soll als für Langsamdreher.
