Die Lagerungsdisposition dient zur Ermittlung des besten Lagerplatzes für ein Material während der Einlagerung. Welcher Lagerplatz sich für ein Material am besten eignet, ist von diversen Faktoren abhängig, z.B. ob es sich um einen Schnell- oder Langsamdreher handelt. Ein gut organisiertes Lager erleichtert den Kommissionierprozess.
Die Lagerungsdisposition ermittelt Parameter für die optimale Einlagerung, z.B. Lagertypen, Lagerbereiche und Lagerplatztyp für ein Produkt in einem bestimmten Lager. Diese Informationen werden im Lagerprodukt gespeichert.
Für die Ermittlung der Einlagerung verwendet der Prozess für die Lagerungsdisposition z.B. folgende Daten:
Produktdaten
Anforderungen an die Lagerung
Verpackungsdaten
Bedarfsprognosen oder historische Daten aus SAP Advanced Planning and Optimization (SAP APO)
Während der Lagerungsdisposition legt das System die folgenden Lagerparameter fest:
Einlagerungssteuerkennzeichen (und, optional, Auslagerungssteuerkennzeichen)
Maximalmenge im Lagertyp
Lagerbereichskennzeichen
Lagerplatztypen
Das System führt immer Schritt 1 aus. Die Schritte 2 bis 4 sind optional. Die Schritte 1, 3 und 4 werden mithilfe der Konditionstechnik ausgeführt. Schritt 4 kann auch mit Lagerplatztyp-Findungsregeln ausgeführt werden.
Während der Lagerungsdisposition legt das System Lagerparameter fest und speichert diese im Lagerprodukt. Sie sind entweder als Planwerte (für die Zukunft) abgelegt, oder Sie können sie direkt im Lagerprodukt aktualisieren.
Produktbezogene Daten
Das folgende Beispiel zeigt produktbezogene Daten, die als Eingabe für die Lagerungsdisposition verwendet werden können:
Produktbezogene, für die Lagerungsdisposition verwendete Daten
| Feld | Wert |
|---|---|
| Raumbedingung | 3 (nicht draußen) |
| Diebstahlgefährdet | N |
| Handhabungskennzeichen | 200 (Metall) |
| Bedarfsmenge | 700 (pro Monat) |
| Anzahl von Bestellungszeilen | 50 |
| Empfohlene Lagermenge | 2100 |
| Lagerklasse | 13 (Nicht entzündbare Feststoffe) |
| Wassergefährdungsklasse | 1 (Minimale Wassergefährdung) |
| Schachtelungsfaktoren | 0,5 |
| Paketart | Standardpackmittel (Holzpaletten) |
| Materiallänge | 0,05 m |
| Materialbreite | 0,01 m |
| Materialhöhe | 0,01 m |
| Materialgewicht | 10 g |
| Packlänge | 0,80 m |
| Packbreite | 1,0 m |
| Packhöhe | 1,0 m |
| Packgewicht | 75 kg |
Parameterberechnung
Um Parameter wie die Maximalmenge im Lagertyp zu berechnen, benötigt die Lagerungsdisposition Produktbedarfsdaten oder den prognostizierten Bedarf für das betreffende Produkt.
Bedarfsdaten sind nützlich, wenn mithilfe der Lagerungsdisposition Produkte in Abhängigkeit davon, ob es sich um Schnell- oder Langsamdreher handelt, verschoben werden.
Diese Bedarfsdaten können aus SAP Advanced Planning and Optimization (APO) stammen. Sie können die Daten aber auch manuell oder über die Massenpflege eingeben. SAP Extended Warehouse Management (EWM) speichert diese Informationen lokal im Lagerprodukt (auf der Registerkarte Lagerungsdisposition im Bereich Bedarfsdaten).
Beachten Sie bei der Verwendung von SAP-APO-Planungsdaten, dass SAP APO und SAP EWM Bedarfsdaten auf unterschiedlichen Organisationsebenen verwalten. SAP APO führt Planungsprozesse für Lokationen vom Typ Werk aus. SAP EWM speichert Bedarfsdaten auf Ebene der Lagernummer. Die Lagerungsdisposition geht davon aus, dass zwischen der SAP-APO-Lokation und der SAP-EWM-Lagernummer eine 1:1-Beziehung besteht. Wenn keine 1:1-Beziehung besteht, können Sie für die Konvertierung Business Add-Ins (BAdIs) verwenden.


