Erläutern systemübergreifender Geschäftsprozesse

Objective

After completing this lesson, you will be able to das Konzept des Application Link Enabling erläutern

SAP Help Portal

Die SAP-Hilfedokumentation bietet Ihnen wertvolle Unterstützung beim Kennenlernen von Systemfunktionen. Außerdem werden die Konzepte der Systemarchitektur erläutert, Beispiele für die Konfiguration verschiedener Prozesse angeführt und mögliche Benutzerfehler und ihre Folgen erklärt. Die Online-Dokumentation enthält auch viele Tipps und Tricks, die die alltägliche Arbeit mit dem SAP-System erleichtern und beschleunigen.

Im SAP Help Portal können Sie auf die Dokumentation von SAP-Produkten zugreifen. Es gibt viele Anleitungen und Dokumentationen, z.B.:

  • Installationsleitfäden,
  • Sicherheitsleitfäden,
  • Erste Schritte,
  • und vieles mehr.

Sie können die Suchleiste oder die Produkthierarchie verwenden, um die gewünschte Product Assistance zu öffnen.

Sie haben die Möglichkeit, die Suchleiste für die Suche nach Produkten oder die Suche nach Schlüsselwörtern über das gesamte SAP Help Portal und alle Produkte zu verwenden. Darüber hinaus haben Sie die Möglichkeit, auf etwa 250 Learning Journeys für mehrere Produkte zuzugreifen und diese anzuzeigen. Diese Learning Journeys umfassen Tutorials, openSAP-Kurse, Referentenschulungen aus dem Schulungsshop.

Wenn Sie das SAP Help Portal öffnen möchten, müssen Sie zu https://help.sap.com

Application Link Enabling (ALE)

Sie könnten ALE auch als aus den Elementen zusammengesetzten Elementen beschreiben: wer welche Daten wann, mit wem und auf welche Weise austauscht.

Die Umsetzung von ALE erfordert daher eine detaillierte Klärung folgender Punkte:

  • Identifikation des Geschäftsprozesses und der beteiligten Objekte

  • Identifikation der zu übertragenden Informationen

  • Spezifikation des Formats der zu übertragenden Daten

  • Entscheidung für eine bestimmte Übertragungstechnik

  • Entscheidung der Übertragungsart

  • Angabe des Ziels der Datenübertragung

In einem integrierten SAP-System werden Daten aus der Logistikanwendung über die Financials-Accounting-Schnittstelle in die Buchhaltungsanwendung übertragen. Die einzelnen Logistikanwendungen rufen die Rechnungswesen-Schnittstelle mit den relevanten Daten auf. Dort wird der Rechnungswesenbeleg geprüft, vervollständigt und zur weiteren Verarbeitung an die verschiedenen Rechnungswesenanwendungen weitergeleitet.

Dieses Prinzip wird auch in einem verteilten SAP-System verwendet. Stellen Sie sich einen Kunden mit einem zentralen Rechnungswesensystem und mehreren dezentralen SAP-Logistiksystemen vor. Hierbei wird in jedem SAP-Logistiksystem ein Rechnungswesensystem im Hintergrund ausgeführt. Die Logistikanwendungen rufen die Rechnungswesen-Schnittstelle im dezentralen SAP-System auf. Die detaillierte Buchung erfolgt nicht im Remote-Rechnungswesensystem, sondern lokal. Jede Rechnungswesenanwendung muss dann entscheiden, welche Daten sie an das andere logische System senden muss.

Notiz

Für die meisten FI-Konten ist eine periodische Bewegungsdatenübertragung in das zentrale logische System ausreichend. Im Gegensatz zu der Methode, bei der Einzelposten einzeln gesendet werden, wird dabei die übertragene Datenmenge minimiert.

Die folgende Tabelle enthält ein Beispiel für die Implementierung von ALE in solch einem verteilten Szenario:

Datenabgleich im Geschäftsprozess – Beispiel

ProzessBuchung aus dem Rechnungswesen in die Logistik für Kunden mit verteilten Systemen
Identifikation der zu übertragenden InformationenFakturierungsdaten aus dem lokalen SAP-Logistiksystem, die an ein separates, zentrales Finanzbuchhaltungssystem (SAP ECC) übergeben werden sollen
Format der DatenIDoc-Format
ÜbertragungstechnikPer RFC
ÜbertragungsartAsynchron alle 15 Minuten
EinsatzmöglichkeitRechnungsdaten für die zentrale Verarbeitung im Buchhaltungssystem bereitstellen

Die Identifikation der Daten geschieht innerhalb des Mandanten eines SAP-Systems häufig über ein zugeordnetes Business Object und dessen Business Application Programming Interfaces (BAPIs). Ein BAPI ist eine Methode eines Business-Objekts, z.B. die Methode Availability des Business-Objekts StandardMaterial. Eine zulässige Methode könnte auch das Anlegen (Methode Create) oder das Ändern (Methode Edit) des Standardmaterials sein. Über BAPIs können in der Regel alle zum Objekt gehörenden Daten bearbeitet werden.

Das IDoc-Format beschreibt die Struktur von sogenannten Intermediate Documents. Für unterschiedliche auszutauschende Datentypen gibt es verschiedene Arten von IDoc-Formaten. IDoc-Typen basieren auf den EDI-Standards und hauptsächlich auf EDIFACT-Standards. Alternativ können Sie Daten in einem vereinbarten XML-Format übertragen.

Die bevorzugte Technologie zur Datenübertragung ist im Rahmen der Einschränkungen des SAP-Systems frei wählbar. Zum Beispiel können die Daten per Remote Function Call (RFC) oder auch per HTTP oder HTTPS übertragen werden.

Es gibt zwei grundlegende Übertragungsarten: synchron und asynchron. Eine synchrone Übertragung bedeutet, dass die Daten zum Zeitpunkt der Erstellung oder Änderung übertragen werden und das sendende System auf die Antwort des Zielsystems wartet. Eine asynchrone Übertragung hingegen kann in beliebigen Intervallen gestartet werden.

Für die angebundenen SAP-Systeme gibt es nur sehr wenige Einschränkungen: Die beteiligten SAP-Systeme müssen technisch in der Lage sein, die Kommunikation zu empfangen (RFC-fähig, HTTP-fähig) und das übertragene Format (IDoc, XML) zu interpretieren. SAP-Systeme unterschiedlicher Releases können über ALE verknüpft werden.