Internet Communication Framework (ICF) verwenden

Objectives

After completing this lesson, you will be able to:
  • die Bedeutung des ICF für die Behandlung von HTTP-Requests erläutern
  • erläutern, was einen ICF-Service ausmacht
  • Die Idee des ICF-Recorders veranschaulichen
  • Änderungen an SAP-GUI-for-HTML-Einstellungen vornehmen
  • Voraussetzungen für die Verwendung von SAP Integrated ITS auflisten

Das Internet Communication Framework (ICF)

Internet Communication Framework (ICF) ist eine Umgebung für die Bearbeitung von Web-Anträgen in ABAP-Workprozessen eines SAP-Systems (in seiner Rolle als Web-Server und Web-Client). Das ICF ist die Brücke zwischen dem Kernel des SAP-Systems und dem in ABAP geschriebenen Anwendungsprogramm. Das ICF besteht aus ABAP-Klassen und -Interfaces, auf deren Objekte und Methoden beispielsweise in einer Web-Dynpro-ABAP-Anwendung zugegriffen werden kann.

Das ICF bietet eine Möglichkeit für verschiedene Systeme, über das Internet/Intranet über Standardprotokolle (z.B. HTTP und SMTP) miteinander zu kommunizieren. Ab AS ABAP 7.40 sind keine zusätzlichen Programmierbibliotheken (für AS ABAP) von SAP erforderlich. Für das HTTPS-Protokoll müssen jedoch bestimmte Konfigurationsschritte ausgeführt werden (siehe SAP-Hinweis 510007Zusätzliche Hinweise zum Einrichten von SSL auf dem Application Server ABAP). Ihre Systemplattform muss lediglich internetfähig sein. Ein derartiges Szenario ermöglicht eine äußerst flexible Gestaltung sämtlicher Kommunikationsanforderungen.

Das ICF ermöglicht, dass mittels einer Anwendung eine Antwort (Response) auf eine Anforderung (Request) erzeugt wird. Ein HTTP-Request wird von einem Client, beispielsweise einem Web-Browser, zum Server geschickt. Der Request wird durch das ICF an eine Anwendung weitergereicht. Dort werden dann Daten zusammengestellt, die als Response durch das ICF an den Client zurückgesendet werden. Die Daten der Response werden dann im Browser angezeigt.

Notiz

Im Folgenden wird auf den Einsatz des SAP-Systems als Web-Server (HTTP(S)-Server) näher eingegangen. In der Online-Dokumentation finden Sie auch Ausführungen zur Web-Client Rolle des SAP-Systems.

Die Anwendungslogik, die durch einen HTTP-Request aus dem Intra- oder Internet aufgerufen werden soll, wird jeweils durch den HTTP-Request-Handler implementiert. Ein HTTP-Request-Handler ist ein Programm (genauer: eine ABAP-Klasse), das durch eine URL (Uniform Resource Locator) identifiziert wird, und HTTP-Requests, die diese URL benutzen, empfängt. Die Aufgabe des HTTP-Request-Handlers ist, die Daten, die durch einen Request gesendet werden (z. B. kodiert in der URL als sogenannte „Query-String"-Information), entgegenzunehmen, einige Handler-spezifische Prozesse durchzuführen und eine Response zu diesem HTTP-Request zu erzeugen. Solche HTTP-Request-Handler können Kunden selbst anlegen, SAP liefert aber auch welche aus. Ein Beispiel für einen SAP-HTTP-Request-Handler ist der Handler CL_HTTP_EXT_BSP für die Business Server Pages (BSP), mit dem einfache Web-Anwendungen entwickelt werden können.

Wenn ein HTTP-Request vom ICM empfangen wird, der in einem Workprozess verarbeitet werden soll, übernimmt der Taskhandler des Workprozesses die Kontrolle. Anschließend startet es den ICF-Controller (siehe folgende Abbildung).

Ein HTTP(S)-Request wird in den folgenden Schritten verarbeitet (in diesem Beispiel wird eine ABAP-Anwendung verwendet, die von einem Dialog-Workprozess verarbeitet werden muss):

  1. Der Request wird vom Web-Browser des Benutzers über das HTTP(S)-Protokoll an den ICM gesendet.

  2. Der ICM legt die empfangenen Daten in einer Memory Pipe (im Shared Memory) ab und informiert den ABAP-Dispatcher.

  3. Der ABAP-Dispatcher nimmt den ICM-Request in die Dispatcher-Queue auf, legt einen neuen Kontext an (falls nicht schon ein Kontext vorhanden ist und stateful (zustandsbehaftet) verarbeitet wird) und wählt einen Dialog-Workprozess zur Bearbeitung aus.

  4. Der Taskhandler im Workprozess liest die Daten aus der Memory Pipe und übergibt diese an den ICF-Controller, der durch den Funktionsbaustein HTTP_DISPATCH_REQUEST realisiert ist.

  5. Der ICF-Controller übergibt den Request an den ICF-Manager, der durch die ABAP Klasse CL_HTTP_SERVER implementiert ist. Der ICF-Contoller legt einen Server-Kontrollblock an und füllt ihn mit den Daten des HTTP-Requests, die er vom ICM anfordert.

  6. Nun erfolgt die Authentifizierung des Clients, wozu mehrere Anmeldemöglichkeiten zur Verfügung stehen.

  7. Der zuvor bestimmte HTTP-Request-Handler wird aufgerufen (dieser kann die Request-Daten verarbeiten, weitere Anwendungen aufrufen, auf das Response-Objekt zugreifen etc.). Nachdem der HTTP-Request-Handler alle Aufgaben ausgeführt hat, gibt er die Kontrolle an den ICF-Controller zurück.

  8. Der Taskhandler schreibt die Antwort zurück in die Memory Pipe (Serialisierung der Antwort) und signalisiert dem ICM, dass er mit der Bearbeitung des Requests fertig ist.

  9. Der ICM gibt die Antwort an den Web-Browser zurück.

Eine detaillierte Erläuterung der einzelnen Schritte finden Sie in der Online-Dokumentation zu SAP S/4HANA (Product Assistance), Bereich UnternehmenstechnologieABAP PlatformApplication Server ABAP - InfrastrukturConnectivityKomponenten der SAP-KommunikationstechnologieKommunikation zwischen ABAP und Nicht-ABAP-TechnologienInternet Communication FrameworkArchitekturServerarchitektur.

Technisch gesehen verbirgt sich hinter einem HTTP-Request-Handler eine ABAP-Klasse. Diese Klasse implementiert das Interface IF_HTTP_EXTENSION und die Methode HANDLE_REQUEST. SAP liefert Klassen dieses Typs aus; Kunden können natürlich auch eigene Klassen mit dem Class Builder (Transaktion SE24, integriert in den Object Navigator, Transaktion SE80) anlegen.

Internet Communication Framework

Eigenschaften und Pflege von ICF-Services

Aufgabe von ICF-Services ist es, eine bestimmte URL mit einem HTTP-Request-Handler zu verknüpfen. Ein ICF-Service schafft also die Verbindung von einer URL, an die eine HTTP-Anfrage geschickt wird, mit Entwicklungsobjekten, die diese Anfrage bearbeiten.

Ein SAP-System (mit AS ABAP) enthält bereits direkt nach der Installation verschiedene Services. Der genaue Umfang hängt natürlich vom Systemtyp (SAP ECC, SAP S/4HANA Server usw.) und dem Release ab. Einen Überblick über alle verfügbaren Services erhalten Sie über die zentrale Pflegetransaktion für ICF-Services, Transaktion SICF. Alle verfügbaren Services werden in der Transaktion SICF in einer hierarchischen Struktur angezeigt. Der komplette Pfad zu einem Service (etwa /sap/bc/icf/info) bestimmt (zusammen mit Protokoll, Servername und Port) letztlich die URL, unter der der Service aufgerufen werden kann. Im folgenden Teil dieser Lektion werden einige Aspekte, die für Administratoren relevant sind, näher erläutert.

Aktivierungskonzept

ICF-Services können aktiv oder inaktiv sein, was durch verschiedene Farben in der Transaktion SICF gekennzeichnet ist:

Zustände von ICF-Services

StatusFarbe in SICFBedeutung
Aktivschwarzdieser Service kann aufgerufen werden
InaktivGraudieser Service wurde explizit deaktiviert
blaudieser Service wurde implizit deaktiviert

Bei implizit deaktivierten Services gibt es immer einen im ICF-Baum darüberliegenden Service, der explizit deaktiviert wurde. Wenn Sie diesen Service aktivieren (grau angezeigt), werden alle untergeordneten Services, die implizit deaktiviert sind (blau angezeigt), aktiviert. Wenn Sie einen Knoten aktivieren (über den Menüpfad Service/HostAktivieren oder über das Kontextmenü, das beim Klicken mit der rechten Maustaste erscheint), können Sie wählen, ob Sie den ausgewählten Service explizit aktivieren möchten (Ja) oder alle untergeordneten Teilservices (Ja mit Baumsymbol).

Rufen Sie einen inaktiven Service auf, so erscheint eine Meldung, dass der Zugang zu dieser Seite nicht zulässig ist. Aktivierte ICF-Services stellen insofern ein Sicherheitsrisiko dar, als auf sie direkt über HTTP(S) oder SMTP vom Intra- oder Internet (je nach Netzwerkkonfiguration) aus zugegriffen werden kann. Daher sollten Sie den Zugriff durch geeignete Maßnahmen einschränken, z.B. nur die benötigten ICF-Services aktivieren und Benutzern mit entsprechenden Berechtigungen gewähren.

Hinweis

Zum Zeitpunkt der Installation sind alle ICF-Services inaktiv, so dass zunächst kein ICF-Service verwendet werden kann. Informationen zum Verhalten von ICF-Knoten nach dem Einspielen von Support Packages finden Sie im SAP-Hinweis 1447439ICF: Services werden nach Transport nicht mehr deaktiviert und SAP-Hinweis 1555208ICF-Services werden nach Upgrade oder SP-Update inaktiv.

Massenverarbeitung von ICF-Services

Die Reports RS_ICF_SERV_ADMIN_TASKS und RS_ICF_SERV_MASS_PROCESSING bieten die Möglichkeit, verschiedene Aktionen in Bezug auf die Services des Internet Communication Framework auszuführen. Der Report RS_ICF_SERV_ADMIN_TASKS bietet beispielsweise an, alle aktiven HTTP-Services (oder alle inaktiven Services) im System zu ermitteln und das Ergebnis in eine CSV-Datei zu schreiben. Der Report RS_ICF_SERV_MASS_PROCESSING bietet wiederum die Möglichkeit, ICF-Services zu aktivieren (oder zu deaktivieren), die in einer CSV-Datei für alle virtuellen Hosts aufgelistet sind. Weitere Informationen finden Sie im SAP-Hinweis 1498575Massenverarbeitung von ICF-Services.

Eigenschaften und Vererbung

Ein ICF-Service wird durch Eigenschaften charakterisiert, die Sie in der Transaktion SICF pflegen. Per Doppelklick auf einen Service erreichen Sie den Dialog Anlegen/Ändern eines Service, in dem Sie folgende Einstellungen vornehmen können:

Registerkarte Servicedaten

  • Für die Eigenschaften eines ICF-Services gilt ein Vererbungsprinzip: In der Transaktion SICF müssen nicht für jeden einzelnen Service Eigenschaften gepflegt werden. Sie können dies einfach für höhere Serviceknoten (beispielsweise /sap/bc/bsp) tun. Alle darunterliegenden Services erben diese Einstellungen – sofern dort nicht andere Werte explizit hinterlegt sind.

    Dieses Vererbungsverhalten ist nicht immer erforderlich. Mit dem Kennzeichen Vererbte Einstellungen ignorieren können Sie steuern, ob diese Vererbungslogik unterbrochen wird. Zusätzlich können Sie in der Anwendungsfunktionsleiste die Drucktaste Vererbung anzeigen wählen, um die Eigenschaften für den aktuellen Service anzuzeigen, die von übergeordneten ICF-Services geerbt werden.

  • Unter Lastverteilung können Sie über die Eingabehilfe (F4) eine Anmeldegruppe (aus Transaktion SMLG) eingeben. Beim Einsatz des SAP Web Dispatchers werden an diesen Service gerichtete Requests nur an ABAP-Instanzen der hinterlegten Logon-Gruppe weitergeleitet.

  • Wenn Sie im Feld Berechtigung einen Wert eingeben, prüft das System zur Laufzeit, ob der Benutzer diese Berechtigung hat (für Berechtigungsobjekt S_ICF, Felder ICF_FIELD und ICF_VALUE).

  • Nach Ablauf der in Session Timeout festgelegten Zeit wird eine zustandsbehaftete Anwendung beendet (bei Wert 00:00:00 wird der Wert des Profilparameters rdisp/plugin_auto_logout (Standardwert: 30 Minuten) verwendet).

  • Wenn Sie Komprimierung auf Ja setzen, komprimiert das SAP-System die Antwort (mit der gzip-Technik), sofern der Aufrufer die Dekomprimierung steuern kann.

  • Wenn Sie GUI-Oberfläche auf Ja setzen, werden die Dynpro-Bilder, die in der Anwendung durch die Verarbeitung herkömmlicher Dynpros generiert werden, in ein Format konvertiert, das es ermöglicht, sie in einem Web-Browser grafisch darzustellen.

    Notiz

    Diese Funktion (sowie das Bild, auf das mit der GUI-Konfiguration zugegriffen werden kann) wird für den integrierten SAP ITS benötigt, der im Folgenden näher erläutert wird.

  • Das Kennzeichen Barrierefreiheit unterstützen steuert, dass falls die Anwendung über einen Accessibility-Modus verfügt, dieser aufgerufen werden soll. Es kann aber nicht garantiert werden, das die Anwendung über einen solchen verfügt.

Registerkarte Anmeldedaten

Für die Anmeldung eines HTTP-Requests am AS ABAP stehen Ihnen verschiedene Anmeldeverfahren zur Verfügung, die Sie für jeden einzelnen Service-Knoten konfigurieren können. Mit der Standardeinstellung für das Feld Verfahren werden die folgenden Prüfverfahren in genau dieser Reihenfolge verwendet:

  1. Anmeldung über HTTP-Felder

  2. Anmeldung über SSL-Zertifikat (Anmeldung über Client-Zertifikat)

  3. SAP Logon/Assertion Ticket

  4. SAP-Zusicherungsticket

  5. Standardauthentifizierung (Anmeldung mit SAP-Benutzer und Kennwort)

  6. SAP RFC Logon

  7. SAML-Bearer-Token

  8. OIDC-Bearer-Token

  9. SPNEGO-Authentifizierung

  10. SAML-Anmeldung

  11. OIDC-Anmeldung

  12. Anmeldung über Service-Daten (Anmeldung mit den im Service eingegebenen anonymen Daten)

Wenn Sie Abweichendes Anmeldeverfahren als Verfahren wählen, können Sie ein beliebiges Anmeldeverfahren (in der angezeigten Liste der Anmeldeverfahren) auswählen und die Prüfreihenfolge ändern.

Bei Erforderlich mit Anmeldedaten als Verfahren werden nur die im Service unter Anmeldedaten angegebenen Einträge (Mandant, Benutzer, Kennwort und Sprache) für die Prüfung verwendet. Sie sollten nur die Benutzer eingeben, die in der Transaktion SU01 als Service-Benutzer angelegt wurden. Wenn Sie einen Dialogbenutzer eingeben, gibt das System eine Warnmeldung aus.

Wenn Sie schließlich Obligatorisch mit SSL-Zertifikat auswählen, erfolgt die Anmeldung ausschließlich mit einem X.509-Client-Zertifikat.

Notiz

Für das Standardanmeldeverfahren und das alternative Anmeldeverfahren können Sie über das Ankreuzfeld Alle Anmeldeverfahren verwenden festlegen, ob die jeweilige Prüffolge durchlaufen werden soll, bis eines der Anmeldeverfahren erfolgreich ist, oder ob der Aufrufer eine negative Bestätigung erhalten soll, sobald das erste Anmeldeverfahren fehlschlägt.

Je nach gewähltem Verfahren können Sie weitere Einstellungen vornehmen (z.B. können Sie SSL, d.h. das HTTPS-Protokoll, benötigen).

Registerkarte Handler-Liste

Hier führen Sie die HTTP-Handler in der Reihenfolge auf, in der sie ausgeführt werden sollen. Ein HTTP-Request-Handler ist eine ABAP-Klasse, die das Interface IF_HTTP_EXTENSION implementiert. Dieses Interface enthält die Methode HANDLE-REQUEST, die vom ICF aufgerufen wird.

Registerkarte Fehlerseiten

Auf der Registerkarte Fehlerseiten können Sie festlegen, welche Antwortseiten an den Aufrufer in folgenden Situationen gesendet werden sollen:

  • Anmeldefehler (HTTP 401: Anmeldung fehlgeschlagen)

  • Appl. Fehler (HTTP 500: In der Anwendung ist ein Fehler aufgetreten, z.B. ABAP-Kurzdump)

  • Abmelde-Seite

  • Nicht barrierefrei (HTTP 404: not found)

In jedem Fall kann entweder eine explizite Antwortseite an den Web-Browser gesendet oder der Aufrufer auf eine andere URL umgeleitet werden. Im Bereich Anmeldefehler können Sie auch eine direkte Systemanmeldung aktivieren, wenn ein Fehler auftritt.

Notiz

Unter dem Knoten /sap/public sind Services definiert, die für System-interne Dienste benötigt werden. Diese unterscheiden sich von den anderen Services im Baum, da keine Legitimierungen gepflegt sind. Sie müssen sich daher nicht am SAP-System anmelden, um diese Services zu verwenden. Die Aktionen werden unter dem Systembenutzer SAPSYS durchgeführt. Aus diesem Grund ist es Kunden nicht erlaubt, unter dem Knoten /sap/public eigene Services anzulegen.

Registerkarte Verwaltung

Die Registerkarte Administration enthält Verwaltungsdaten wie den Benutzer, der einen Service angelegt und zuletzt geändert hat.

Zusätzlich können Sie Leistungen als Administrationsleistungen kennzeichnen. Administrationsrelevante ICF-Services sollten besonders vor unberechtigten Zugriffen geschützt werden. Dazu können diese Services unter einem eigenen virtuellen Host (z.B. SAP_ADMIN_VH) zusammengefasst werden, der über einen eigenen Port erreicht wird und spezielle Zugriffsbeschränkungen erhalten kann.

Weitere Informationen finden Sie im SAP-Hinweis 1778777Entwicklung einer Admin-Anwendung und SAP-Hinweis 1748112Zugriff auf Admin-Services über einen eigenen Port (der einen PDF-Anhang zur Trennung von HTTP-Administrations-Requests über einen dedizierten Port enthält).

Hinweis

Wenn Anmeldedaten für einen ICF-Service definiert sind, der anschließend transportiert wird, werden die Anmeldedaten beim Transport gelöscht. Die Gründe für dieses Vorgehen sind sicherheitstechnischer Art. Außerdem kann nicht sichergestellt werden, dass der entsprechende Benutzer im Zielsystem vorhanden ist. In den nachfolgenden Systemen muss der User ggf. nachträglich eingepflegt werden. Weitere Informationen finden Sie im SAP-Hinweis 732218ICF: Anmeldedaten aus SICF werden nicht transportiert. Auch ICF-Services, die in ein Zielsystem transportiert wurden, sind aus Sicherheitsgründen zunächst inaktiv und müssen explizit aktiviert werden (siehe auch SAP-Hinweis 517484Inaktive Services im Internet Communication Framework).

ICF-Services aktivieren

Unternehmensszenario

Ihr Unternehmen verwendet viele Web-Browser-basierte Funktionen, die von SAP S/4HANA angeboten werden.

Als Administrator sind Sie dafür verantwortlich, Services zu aktivieren, die die HTTP-Kommunikation zwischen Web-Browsern und einem SAP-S/4HANA-Server-System ermöglichen.

Aufgabe 1: ICF-Services aktivieren

ICF-Services aktivieren und aufrufen

Schritte

  1. Rufen Sie in Ihrer Schulungsumgebung die folgende URL auf: https://<server with domain>:<ICM HTTPS port>/sap/bc/bsp/sap/it00.

    1. Starten Sie in Ihrer Schulungsumgebung (WTS) einen Web-Browser Ihrer Wahl.

    2. Geben Sie folgende URL ein:

      • Q-Team: https://s4qhost.wdf.sap.corp:44321/sap/bc/bsp/sap/it00
      • P-Team: https://s4phost.wdf.sap.corp:44331/sap/bc/bsp/sap/it00
    3. Melden Sie sich bei Bedarf mit den Anmeldeinformationen Ihres Schulungsbenutzers an, die Sie von Ihrem Referenten erhalten haben (z.B. Benutzer train-##, wobei ## für Ihre Gruppennummer steht). Wenn Sie aufgefordert werden, Ihr Kennwort zu sichern, wählen Sie Nie.

    4. Sie sollten die Meldung Service nicht erreichbar oder Verboten erhalten.

    5. Lassen Sie diese Web-Browser-Sitzung geöffnet.

  2. Aktivieren Sie in Ihrem SAP-S/4HANA-System die ICF-Services.

    • /default_host/sap/bc
    • /default_host/sap/public/bc
    einschließlich aller Subservices (falls diese noch nicht aktiv sind).

    1. Melden Sie sich mit den Anmeldeinformationen Ihres Schulungsbenutzers an Ihrem SAP-System an, der von Ihrem Referenten bereitgestellt wird (z.B. Benutzer train-##, wobei ## für Ihre Gruppennummer steht).

    2. Rufen Sie die Transaktion SICF AUF.

    3. Lassen Sie die Vorschlagswerte für die Selektion unverändert und betätigen Sie Ausführen.

    4. Navigieren Sie in der Baumstruktur zum Knoten /default_host/sap/bc.

    5. Wenn dieser Service noch nicht aktiviert wurde, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf diesen Knoten, und wählen Sie Service aktivieren (oder wählen Sie den Menüpfad Service/HostAktivieren). Wählen Sie anschließend Ja (mit dem Baumsymbol), um den Knoten /default_host/sap/bc und alle seine Subservices zu aktivieren. Dies kann einige Zeit in Anspruch nehmen.

    6. Wiederholen Sie die letzten beiden Teilschritte mit dem Service /default_host/sap/public/bc.

      Hinweis

      Möglicherweise müssen Sie diesen Service zuerst deaktivieren, bevor Sie ihn mit allen Unterknoten aktivieren können.
  3. Rufen Sie die folgende URL erneut auf: https://<server with domain>:<ICM HTTPS port>/sap/bc/bsp/sap/it00.

    1. Wählen Sie in der noch geöffneten Web-Browser-Sitzung aus dem ersten Schritt Aktualisieren (oder Neu laden).

    2. Melden Sie sich bei Bedarf mit den Anmeldeinformationen Ihres Schulungsbenutzers an, die Sie von Ihrem Referenten erhalten haben (z.B. Benutzer train-##, wobei ## für Ihre Gruppennummer steht). Wenn Sie aufgefordert werden, Ihr Kennwort zu sichern, wählen Sie Nie.

      Notiz

      Die BSP-Anwendung it00 ist eine Testanwendung für BSP-Entwickler. Der erste Start kann einige Sekunden dauern.
  4. Starten Sie innerhalb der BSP-Applikation it00 die Funktion 6. MIMEs2. Zugriff auf SAP-Ikonen im MIME Repository. Prüfen Sie anschließend den Internet Server Cache (des ICM-Prozesses, der Ihren Request bearbeitet hat).

    1. Navigieren Sie nach dem vorherigen Schritt innerhalb der BSP-Applikation it00 (im Web-Browser) zum Menüpunkt 6. MIMEs2. Zugriff auf SAP-Ikonen im MIME Repository.

      Ergebnis

      Das System zeigt die im MIME-Repository (implementiert in der AS-ABAP-Datenbank) abgelegten SAP-Symbole als Grafiken im GIF-Format an. Beachten Sie, dass es einige Sekunden dauert, bis alle Symbole angezeigt werden.
    2. Starten Sie in Ihrem SAP-System auf dem Applikationsserver, der diesen Request bearbeitet hat, die Transaktion SMICM.

    3. Wählen Sie den Menüpfad SpringenHTTP Plug-InServer CacheAnzeigen.

      Ergebnis

      Das System zeigt (mit Vorschauoption beim Doppelklick auf einen Eintrag) die im Internet Server Cache (ISC) gehaltenen Objekte an.
    4. Löschen Sie nun den temporären Cache in Ihrem Web-Browser (wählen Sie z.B. in Edge...EinstellungenDatenschutz, Suche und Dienste, wählen Sie im Abschnitt Browserdaten löschen die Option Was Sie löschen möchten, wählen Sie dann (mindestens) zwischengespeicherte Bilder und Dateien für den ZeitraumLetzte Stunde aus, und bestätigen Sie Ihre Änderungen mit Jetzt löschen.

    5. Rufen Sie in der BSP-Applikation it00, die noch in Ihrem Web-Browser läuft, die Funktion 6 auf. MIMEs6.2 Erneuter Zugriff auf SAP-Symbole im MIME Repository (Sie können Ihre Anmeldeinformationen erneut angeben). Sie sehen den Unterschied zwischen dem Lesen aus der Datenbank und dem Lesen aus dem ISC (nun sollten die Objekte im Vergleich zum vorherigen Schritt schneller angezeigt werden).

  5. Optional: Starten Sie in der Transaktion SICF die Web-Dynpro-ABAP-Anwendung /default_host/sap/bc/webdynpro/sap/OTHELLO.

    1. Starten Sie nach dem vorherigen Schritt in Ihrem SAP-System die Transaktion SICF.

    2. Lassen Sie die Vorschlagswerte für die Selektion unverändert und betätigen Sie Ausführen.

    3. Navigieren Sie zum Knoten /default_host/sap/bc/webdynpro/sap/OTHELLO.

    4. Führen Sie einen Rechtsklick auf den Knoten aus, und wählen Sie Service testen. Wenn Sie dazu aufgefordert werden, melden Sie sich mit den Anmeldeinformationen Ihres Schulungsbenutzers an. Der erste Start kann einige Zeit in Anspruch nehmen. Viel Spaß!

Ergebnis

Alle Services unter /default_host/sap/bc können nun aus dem Intranet und, wenn die Netzwerkeinstellungen dies zulassen, aus dem Internet aufgerufen werden.

Notiz

Die Aktivierung aller Services unter /default_host/sap/bc wurde der Einfachheit halber durchgeführt. In „der Praxis" sollten Sie nur die Services aktivieren, auf die über http(s) zugegriffen werden soll.

Aufgabe 2: Massenaktivierung von ICF-Services

Ermitteln Sie alle aktiven HTTP-Services in Ihrem SAP-S/4HANA-System, und schreiben Sie das Ergebnis in eine CSV-Datei. Deaktivieren Sie anschließend einige der aktivierten Services. Verwenden Sie abschließend die CSV-Datei, um alle ICF-Services für alle virtuellen Hosts zu aktivieren, die in dieser CSV-Datei aufgeführt sind, und prüfen Sie die Ergebnisse.

Schritte

  1. Verwenden Sie den Report RS_ICF_SERV_ADMIN_TASKS, um alle aktiven HTTP-Services in Ihrem SAP-S/4HANA-System zu ermitteln und das Ergebnis in eine CSV-Datei auf Dateisystemebene Ihres WTS zu schreiben.

    1. Falls noch nicht geschehen, melden Sie sich an Ihrem Schulungssystem mit den Anmeldeinformationen Ihres Schulungsbenutzers an, die Sie von Ihrem Referenten erhalten haben (z.B. Benutzer train-##, wobei ## für Ihre Gruppennummer steht).

    2. Rufen Sie die Transaktion SA38 AUF.

    3. Geben Sie das Programm RS_ICF_SERV_ADMIN_TASKS ein, und führen Sie es aus.

    4. Wählen Sie auf dem Selektionsbild die Option Aktive Services in CSV-Datei exportieren, lassen Sie die anderen Einstellungen unverändert, und wählen Sie Ausführen.

    5. Verwenden Sie im Dialogfenster CSV-Datei herunterladen die Eingabehilfe, um den Standardspeicherort (z.B. <Benutzerstandardverzeichnis>\Meine Dokumente\SAP\SAPGUI) in N:\(Meine Dokumente) zu ändern, und lassen Sie den Dateinamen (z.B. ICF_<SID>_<Datum>_<time> _SNP_ACT.csv) unverändert. Bestätigen Sie Ihre Auswahl mit Sichern.

    6. Kehren Sie zum Dialogfenster CSV-Datei herunterladen zurück, und wählen Sie Generieren.

    7. Optional: Sie können diese Datei auf Ihrem WTS öffnen, z.B. mithilfe des Datei-Explorers und Microsoft Excel, um den Inhalt zu prüfen.

  2. Deaktivieren Sie einige aktive ICF-Services (z.B. /default_host/sap/bc/bsp).

    1. Fahren Sie in Ihrem SAP-System mit dem von Ihrem Referenten bereitgestellten Schulungsbenutzer fort (z.B. Benutzer train-##, wobei ## für Ihre Gruppennummer steht).

    2. Starten Sie die Transaktion SICF.

    3. Lassen Sie die Vorschlagswerte für die Selektion unverändert und betätigen Sie Ausführen.

    4. Navigieren Sie zum Knoten /default_host/sap/bc/bsp.

    5. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf diesen Knoten, und wählen Sie Service deaktivieren (oder wählen Sie im Menü Service/HostDeaktivieren).

    6. Bestätigen Sie das folgende Dialogfenster mit Ja.

    7. Lassen Sie diese Sitzung geöffnet.

  3. Verwenden Sie den Report RS_ICF_SERV_MASS_PROCESSING, um alle ICF-Services für alle virtuellen Hosts zu aktivieren, die in der CSV-Datei aufgelistet sind, die Sie oben angelegt haben. Überprüfen Sie das Ergebnis.

    1. Starten Sie nach dem vorherigen Schritt in einem neuen Modus die Transaktion SA38.

    2. Wählen Sie das Programm RS_ICF_SERV_MASS_PROCESSING aus, und führen Sie es aus.

    3. Wählen Sie auf dem Selektionsbild die Option ICF-Services für alle virtuellen Hosts aktivieren, die in der CSV-Datei aufgelistet sind.

    4. Wählen Sie Ausführen, und bestätigen Sie das folgende Dialogfenster mit Ja.

    5. Wählen Sie im Dialogfenster CSV-Datei hochladen über die Wertehilfe die Datei aus, die Sie in einem vorherigen Schritt heruntergeladen haben (z.B. N:\(Eigene Dokumente\ICF_<SID>_<Datum>_<time> _SNP_ACT.csv).

    6. Kehren Sie zum Dialogfenster CSV-Datei hochladen zurück, und wählen Sie Weiter.

    7. Prüfen Sie die Protokollausgabe (Ignorieren Sie Fehlermeldungen zu Knoten, die nicht vorhanden sind – diese Meldungen können von externen Aliassen stammen).

    8. Wählen Sie in der noch geöffneten Sitzung für die Transaktion SICFAuffrischen (in der Drucktastenleiste).

    9. Navigieren Sie erneut zum Knoten /default_host/sap/bc/bsp, und prüfen Sie, ob dieser erneut aktiviert wurde.

ICF-Aliase

ICF können Sie von einem ICF-Service auf einen anderen vorhandenen Service („Alias") verweisen. Dabei wird zwischen internen und externen Aliases unterschieden:

  • Wenn Sie auf dem Bild Services definieren in der Transaktion SICF einen Service anlegen und Alias zu vorhandenem Service wählen, legen Sie einen internen Alias an.

    Anstatt einen HTTP-Request-Handler zu definieren, geben Sie auf der Registerkarte Ziel (per Doppelklick) den Ziel-Handler an, auf den sich der Alias im HTTP-Service-Baum beziehen soll. Auf diese Weise können Sie z.B. den vorhandenen und unveränderten Service mit alternativen Einstellungen (wie Anmeldedaten und Anmeldeverfahren) aufrufen.

    Notiz

    Kunden sollten nach Möglichkeit keine internen Aliases auf SAP-Services (die immer im Namensraum /sap/ liegen) anlegen.

  • Um den Aufruf von Services mit beliebigen, sprechenden, nichttechnischen Namen zu ermöglichen, sollten Kunden externe Aliases nutzen. Wechseln Sie dazu in der Transaktion SICF in die Sicht Externe Aliase pflegen. Im Gegensatz zu einem internen Alias kann ein externer Alias einen Schrägstrich („/") in seinem Namen enthalten, ansonsten werden beide Prozeduren (abgesehen von Transporteinstellungen) gleich behandelt.

ICF-Aliase pflegen

Unternehmensszenario

Ihr Unternehmen verwendet viele Web-Browser-basierte Funktionen, die von SAP S/4HANA angeboten werden.

Als Administrator möchten Sie vorhandene ICF-Services unter einem aussagekräftigen, nicht technischen Namen verfügbar machen.

Aufgabe 1: Externen Alias anlegen

Anlegen eines neuen ICF-Services als externer Alias auf einen bereits bestehenden Service.

Schritte

  1. Verwenden Sie den Assistenten, um den neuen ICF-Service /adm/myinfo anzulegen, der auf /sap/bc/icf/info als externen Alias verweist.

    1. Melden Sie sich an Ihrem SAP-System mit den Anmeldeinformationen Ihres Schulungsbenutzers an, die Sie von Ihrem Referenten erhalten haben (z.B. Benutzer train-##, wobei ## für Ihre Gruppennummer steht).

    2. Rufen Sie die Transaktion SICF AUF.

    3. Lassen Sie die Vorschlagswerte für die Selektion unverändert und betätigen Sie Ausführen.

    4. Wählen Sie Externe Aliase in der Anwendungsfunktionsleiste, um zum Bild Externe Aliase pflegen zu wechseln.

    5. Wählen Sie aus der Baumstruktur default_host.

    6. Wählen Sie in der Anwendungsfunktionsleiste Wizard – Externer Alias (oder wählen Sie den Menüpfad Externer AliasWizard – Externer Alias).

    7. Der Assistent führt Sie durch die folgenden Schritte, wobei Sie die folgende Seite aufrufen, indem Sie Weiter wählen.

      1. Schritt Start: Zuerst werden Informationen zu externen Aliassen angezeigt.

      2. Schritt Allgemeine Daten: Geben Sie im Feld Externer Alias/adm/myinfo und im Feld Beschreibung 1 eine Beschreibung Ihrer Wahl ein.

      3. Schritt Destinations-Handler auswählen: Doppelklicken Sie als Ziel-Handler auf den Service /default_host/sap/bc/icf/info (ggf. müssen Sie die Baumstruktur dafür expandieren).

      4. Schritt abgeschlossen: Wählen Sie Abschließen.

  2. Schließen Sie auf WTS-Ebene alle Webbrowser-Fenster. Was stellen Sie fest, wenn Sie den neuen Service /adm/myinfo in der Transaktion SICF testen?

    1. Stellen Sie sicher, dass alle Web-Browser-Sitzungen in Ihrer Schulungsumgebung auf WTS-Ebene geschlossen sind.

    2. Klicken Sie nach dem vorherigen Schritt in der Hierarchieanzeige in der Transaktion SICF (Sicht Externe Aliase pflegen) mit der rechten Maustaste auf Ihren neuen Knoten default_host/adm/myinfo (ggf. müssen Sie die Baumstruktur dafür expandieren), und wählen Sie Test Ext. Alias.

    3. Beachten Sie, dass Sie sich zuerst (mit den Anmeldeinformationen Ihres Schulungsbenutzers) anmelden müssen, bevor Sie die Testseite (einschließlich Informationen vom Anwendungsserver in der obersten Zeile) anzeigen können.

      Notiz

      Wenn Sie nicht aufgefordert werden, Ihre Anmeldeinformationen einzugeben, schließen Sie alle Browserfenster, und wiederholen Sie die Teilschritte b) und c).

      Wenn Sie aufgefordert werden, Ihr Kennwort zu sichern, wählen Sie Nein oder Nie.

  3. Geben Sie im Service /adm/myinfo die Anmeldedaten des Schulungsbenutzers ein, der Ihnen vom Referenten zugewiesen wurde.

    1. Doppelklicken Sie nach dem vorherigen Schritt in der Hierarchieanzeige in der Transaktion SICF (Sicht Externe Aliase pflegen) auf Ihren Knoten /adm/myIinfo. Wechseln Sie ggf. in den Änderungsmodus (über Ändern in der Drucktastenleiste).

    2. Wählen Sie auf dem Reiter Anmelde-Daten unter Verfahren die Option Obligatorisch mit Anmeldedaten aus.

    3. Geben Sie im Bereich Anmeldedaten die Anmeldeinformationen für Ihren Kursbenutzer ein (z.B. train-##, wobei ## für Ihre Gruppennummer steht).

      Notiz

      Verwenden Sie in der Praxis Service-Benutzer mit angepassten Berechtigungen.
    4. Speichern (Sichern) Sie Ihre Eingaben und bestätigen Sie die Warnung Keine Dialogbenutzer verwenden, wenn möglich. Wählen Sie anschließend Zurück, um zum Bild Externe Aliase pflegen zu wechseln. Lassen Sie diese Sitzung geöffnet.

  4. Prüfen Sie, ob Sie nun den Service /adm/myinfo aufrufen können, ohne sich anmelden zu müssen.

    1. Schließen Sie alle Webbrowser-Fenster.

    2. Klicken Sie in der Hierarchieanzeige in der Transaktion SICF (Sicht Externe Aliase pflegen) mit der rechten Maustaste auf Ihren externen Alias /adm/myinfo, und wählen Sie Test Ext. Alias erneut. Das System sollte Sie nun nicht zur Eingabe Ihrer Anmeldeinformationen auffordern.

Ergebnis

Ihr SAP-System stellt einen neuen Service /adm/myinfo mit bereitgestellten Anmeldedaten bereit.

Aufgabe 2: Optional: Interne Referenz anlegen

Anlegen eines neuen Services als interner Alias auf einen bereits bestehenden Service.

Schritte

  1. Legen Sie ohne Verwendung des Assistenten einen ICF-Service /default_host/adm/myping an, der auf /default_host/sap/public/ping als interne Referenz verweist.

    Notiz

    Beachten Sie, dass Sie zunächst einen unabhängigen Service-Adm benötigen, unter dem Sie myping als interne Referenz eingeben. Vergessen Sie nicht das Aktivieren Ihres neuen Services.
    1. Folgen Sie der vorherigen Aufgabe, und fahren Sie mit der Arbeit in Ihrem SAP-System fort, indem Sie die Anmeldeinformationen Ihres Schulungsbenutzers verwenden, die von Ihrem Referenten bereitgestellt werden (z.B. Benutzer train-##, wobei ## für Ihre Gruppennummer steht).

    2. Rufen Sie die Transaktion SICF AUF.

    3. Übernehmen Sie auf dem Einstiegsbild der Transaktion SICF die Vorschlagswerte, und wählen Sie Ausführen.

    4. Führen Sie in der Baumdarstellung einen Rechtsklick auf den obersten Knoten default_host aus.

    5. Wählen Sie New Subelement (oder markieren Sie den Knoten und wählen Sie den Menüpfad Service/HostCreate Service).

    6. Bestätigen Sie die Meldung zum Namensraumkonzept mit Weiter.

    7. Geben Sie im Fenster Create a Service Elementadm als Name of New Service Element ein, und wählen Sie Standalone service als Type of New Service Node.

    8. Wählen Sie Eingabe (Enter).

    9. Geben Sie auf dem folgenden Bild Leistung anlegen/ändern im Feld Beschreibung 1 eine Beschreibung ein. Lassen Sie alle anderen Felder unverändert, und sichern Sie Ihre Änderungen (wählen Sie für den Objektkatalogeintrag Lokales Objekt).

    10. Bestätigen Sie die Warnung, dass der neue Service keine Handler-Klasse hat, mit Weiter, und gehen Sie ein Bild zurück (zur Hierarchieanzeige in der Transaktion SICF).

    11. Expandieren Sie den Service-Baum, markieren Sie Ihren neuen adm-Knoten, klicken Sie mit der rechten Maustaste, und wählen Sie New Subelement.

    12. Legen Sie wie bisher das Element myping an, jetzt aber als Alias zu einem vorhandenen Service.

    13. Geben Sie auf dem Bild Serviceabruf anlegen/ändern einen Text in das Feld Beschreibung 1 ein.

    14. Navigieren Sie auf der Registerkarte Ziel zum Knoten /default_host/sap/public/ping und doppelklicken Sie auf diese Zeile.

      Stellen Sie sicher, dass der Service /default host/sap/public/ping aktiv ist. Ist dies nicht der Fall, aktivieren Sie sie zuerst.
    15. Speichern (Sichern) Sie Ihre Änderungen und gehen Sie ein Bild zurück (in die Hierarchieanzeige in der Transaktion SICF).

    16. Gehen Sie ein Bild zurück (zur Hierarchieanzeige in der Transaktion SICF).

    17. Um Ihre Änderungen zu aktivieren, markieren Sie im Service-Baum den Knoten /default_host/adm/myping und wählen Sie mit der rechten Maustaste Link aktivieren.

    18. Bestätigen Sie das Dialogfenster mit Ja.

  2. Testen Sie den neuen Service /default_host/adm/myping in der Transaktion SICF.

    1. Klicken Sie nach dem vorherigen Schritt in der Hierarchieanzeige in der Transaktion SICF mit der rechten Maustaste auf Ihren neuen Knoten /default_host/adm/myping, und wählen Sie Link testen.

      Ergebnis

      Die Meldung Server erreicht. wird angezeigt.

      Hinweis

      Es kann einen Moment dauern, bis der neue Alias vom SAP-System erkannt wird. Falls die URL vom AS ABAP nicht als korrekte URL erkannt wird, versuchen Sie es einige Zeit später noch einmal.
  3. Optional: Ermitteln Sie alle ICF-Services, die auf den Service /sap/public/ping verweisen.

    1. Navigieren Sie nach dem vorherigen Schritt auf dem Bild Services definieren der Transaktion SICF zum Knoten /default_host/sap/public/ping. Wählen Sie mit der rechten Maustaste Referenzen auf Service (oder wählen Sie den Menüpfad Service/Host-Alias-Referenzen).

      Ergebnis

      In der angezeigten Liste erscheinen alle internen und externen Aliases, die auf /sap/public/ping verweisen. Ihr Eintrag /default_host/adm/myping erscheint ebenfalls als interner Link zu diesem Service.

Ergebnis

Ihr SAP-System stellt den neuen Service /default_host/adm/myping bereit.

ICF-Service

ICF-Recorder

ICF-Recorder ist das Werkzeug zur Aufzeichnung und Auswertung von HTTP-Requests an das ICF. Sie ermöglicht es Entwicklern und Administratoren, die Fehlerquelle in fehlgeschlagenen Serviceaufrufen zu identifizieren und zu korrigieren, indem sie HTTP-Requests aufzeichnen.

Mit dem ICF-Recorder können Sie aufgezeichnete Requests (ohne die verwendeten Passwörter) in der System-Datenbank speichern. Dies erleichtert die Untersuchung, da in den meisten Fällen eine Beschreibung des Problems zur Reproduktion des Fehlers nicht mehr notwendig ist. Das Problem kann mehrmals über den Datenbankeintrag ausgeführt werden, um die Grundursache des Problems durch Debugging oder Workprozess-Traces weiter zu identifizieren. Zudem können Sie nach Behebung des Problems die Fehlereinträge zur Überprüfung der Korrekturen verwenden.

Sie können den ICF-Recorder über das Bild Services definieren (siehe obige Abbildung) oder über das Bild Externe Aliase pflegen in der Transaktion SICF aufrufen, indem Sie den Menüpfad BearbeitenRecorderAufzeichnung aktivieren/deaktivieren/anzeigen wählen. Sie können auch die Transaktion SICFRECORDER für den Auswertungsprozess verwenden. Die wesentlichen Schritte sind

  1. Aktivieren Sie die Aufzeichnung. Dabei bestimmen Sie:

    1. Der URL-Pfad im ICF, der aufgezeichnet werden soll (wenn Sie zuvor einen Pfad ausgewählt haben, wird dieser als Standardwert verwendet)

    2. Die Dauer der Aufzeichnung und die Speicherdauer in der Datenbank (Lebensdauer)

    3. ob die Aufträge eines Benutzers (benutzerabhängig, empfohlen) oder aller Benutzer des aktuellen Mandanten aufgezeichnet werden sollen

    4. Ob Sie nur die Anfrage oder auch die Antwort aufzeichnen möchten

  2. Aufruf der zu überwachenden Services (ggf. durch den ausgewählten Benutzer)

  3. Deaktivieren der Aufzeichnung (um Performanceeinbußen zu verhindern)

  4. Anzeigen und Bearbeiten der aufgezeichneten Requests

In den Administratoreinstellungen (verfügbar auf dem Bild Services definieren in der Transaktion SICF unter dem Menüpfad SpringenEinstellungen ) können Sie verhindern, dass der ICF-Recorder systemweit verwendet wird. Mit dem Berechtigungsobjekt S_ICFREC können Sie den Zugriff auf die Anfragedaten über den ICF-Recorder steuern.

ICF-Requests aufzeichnen (optional)

Unternehmensszenario

Ihr Unternehmen verwendet viele Web-Browser-basierte Funktionen, die von SAP S/4HANA angeboten werden.

Als Administrator möchten Sie die Anforderung und das Systemverhalten einiger dieser Funktionen detailliert analysieren.

Aufgabe 1: ICF-Recorder

HTTPS-Requests mit dem ICF-Recorder analysieren.

Schritte

  1. Aktivieren Sie den ICF-Recorder für den Service /default_host/sap/bc/bsp/sap/it00. Die Aufzeichnung soll Anfragen und Antworten sowie Fehlanmeldungen umfassen, für alle Benutzer erfolgen und einen Tag lang aufbewahrt werden.

    1. Melden Sie sich mit den Anmeldeinformationen Ihres Schulungsbenutzers an Ihrem SAP-System an, der von Ihrem Referenten bereitgestellt wird (z.B. Benutzer train-##, wobei ## für Ihre Gruppennummer steht).

    2. Rufen Sie die Transaktion SICF AUF.

    3. Geben Sie den Servicenamenit00 ein, übernehmen Sie die anderen Vorschlagswerte, und wählen Sie Ausführen.

    4. Markieren Sie in der Baumstruktur den Service /default_host/sap/bc/bsp/sap/it00 mit der primären Maustaste, und wählen Sie im Menü BearbeitenRecorderAufzeichnung aktivieren.

    5. Prüfen Sie im Dialogfenster Aufzeichnung aktivieren den URL-Pfad im ICF (er sollte /sap/bc/bsp/sap/it00 lauten).

    6. Entmarkieren Sie das Ankreuzfeld Benutzerabhängig.

    7. Geben Sie im Feld Lebensdauer1T(a)ys und 00:00:00 Stunden:Minuten:Sekunden ein.

    8. Markieren Sie im Bereich Aufzeichnungsebene das Feld Fehlgeschlagene Anmeldungen und die Option Anfrage + Antwort, und wählen Sie dann Aktivieren.

    9. Die Drucktaste Systemmonitor aktiv in der Anwendungsfunktionsleiste zeigt die geänderte Betriebsart an. Wenn Sie diese Drucktaste wählen, wird das Dialogfenster Aktuelle Systemeinstellungen überwachen mit Details angezeigt. Schließen Sie abschließend dieses Dialogfenster, aber lassen Sie die Sitzung mit der Transaktion SICF geöffnet.

  2. Schließen Sie zunächst alle offenen Web-Browser-Fenster. Starten Sie den Service /default_host/sap/bc/bsp/sap/it00 (entweder über die Funktion Service testen auf dem entsprechenden Eintrag in der Baumstruktur der Transaktion SICF (über die rechte Maustaste) oder durch Eingabe der entsprechenden URL im Web-Browser), und melden Sie sich mit an...

    Beispiel

    • ... ein ungültiger Benutzername.

    • ... einen gültigen Benutzernamen aber ein falsches Kennwort.

    • ... gültige Anmeldeinformationen.

    Wenn Sie sich erfolgreich angemeldet haben, rufen Sie einige Funktionen dieses Services auf.

    1. Siehe hierzu auch den Aufgabentext. Die URL lautet https://<Server mit Domäne>:<ICM-HTTPS-Port>/sap/bc/bsp/sap/it00.

  3. Deaktivieren Sie den ICF-Recorder für Service/default_host/ sap/bc/bsp/sap/it00.

    1. Fahren Sie nach dem vorherigen Schritt mit Ihrer geöffneten Sitzung in der Transaktion SICF fort.

    2. Um nur die Aufzeichnung für /default_host/ sap/bc/bsp/sap/it00 zu deaktivieren, wählen Sie zunächst diesen Service mit der primären Maustaste in der Baumstruktur des Bilds Services anzeigen der Transaktion SICF aus. Wählen Sie anschließend im Menü BearbeitenRecorderAufzeichnung deaktivieren.

    3. Lassen Sie die Angaben auf dem Popup Aufzeichnung deaktivieren unverändert und wählen Sie Deaktivieren.

      Notiz

      Eventuell erscheint eine Liste mit den laufenden Aufzeichnungen für den gewählten Server. Wählen Sie in diesem Fall erneut Deaktivieren.
    4. Sofern keine weiteren Aufzeichnungen im System aktiv sind, zeigt die Drucktaste für den Systemstatus in der Anwendungsfunktionsleiste nun den Text Systemmonitor inaktiv an (und möglicherweise ein grünes Kennzeichen anstelle eines roten Kennzeichens zuvor).

  4. Lassen Sie sich die aufgezeichneten Anfragen und Antworten anzeigen.

    1. Wählen Sie nach dem vorherigen Schritt im Menü BearbeitenRecorderAufzeichnung anzeigen.

      Notiz

      Alternativ können Sie die Transaktion SICFRECORDER starten.
    2. Um eine Übersicht über alle Aufzeichnungen zu erhalten, löschen Sie in der Selektionsmaske eventuelle Einträge im Feld Request-Pfad.

    3. Wählen Sie außerdem Anmeldefehler.

    4. Ändern Sie den Eintrag für Aufzeichnung durch Benutzer auf *.

    5. Ändern Sie die anderen Einträge nicht, und wählen Sie Ausführen.

    6. Im linken Bildbereich listet das System die Leistungen auf, für die Aufzeichnungen vorhanden sind (ggf. müssen Sie die Baumstruktur expandieren). Wenn Sie auf einen ICF-Service doppelklicken, werden im rechten Bildbereich die Details der Requests und Responses angezeigt (markieren Sie dazu ggf. eine Zeile und wählen Sie Anzeigen ...Anfordern oder Anzeigen ...Response).

ICF-Recorder

SAP GUI für HTML

SAP GUI for HTML bildet SAP-Bilder auf HTML-Seiten ab. Technisch ist SAP GUI for HTML als ICF-Service /sap/bc/gui/sap/its/webgui realisiert.

Sie rufen den SAP GUI for HTML über die URL http(s)://<Server mit Domäne>:<ICM-Port>/sap/bc/gui/sap/its/webgui auf. Alternativ können Sie die Transaktion WEBGUI in SAP GUI for Windows oder in SAP GUI for Java starten. Auch hier gelten die oben genannten allgemeinen Bemerkungen zu den Eigenschaften eines ICF-Services (z.B. Mandant, Anmeldesprache usw.).

SAP GUI for HTML kann auch auf Touch-basierten mobilen Geräten wie Apple iPad und Android-Tablets verwendet werden. Weitere Informationen finden Sie im SAP-Hinweis 2792965Touch-Unterstützung für Tablet-Geräte in SAP GUI for HTML.

Aufgrund der technischen Eigenschaften von HTML oder des Web-Browsers ist die Verwendung von SAP GUI for HTML im Vergleich zur Verwendung von SAP GUI for Windows oder SAP GUI for Java etwas eingeschränkt:

  • Die Steuerung eines OLE Automation Servers ist nicht möglich.
  • Die Tastaturnavigation ist eingeschränkt, wie sie aus anderen Webanwendungen bekannt ist.
  • Die Office-Integration ist schreibgeschützt.
  • Einige in SAP GUI for Windows angebotene Controls, die für spezielle Zwecke verwendet werden (z.B. das erweiterte ABAP-Editor-Control), sind nicht verfügbar.

Um zu sehen, ob eine Transaktion für die Verwendung mit SAP GUI for HTML unterstützt wird, markieren Sie die Kennzeichen in der Transaktion SE93 (zeigen Sie den entsprechenden Transaktionscode an, und prüfen Sie den Abschnitt GUI-Fähigkeit).

Notiz

Informationen zu releasespezifischen Funktionen und Einschränkungen von SAP GUI for HTML finden Sie im SAP-Hinweis 314568SAP GUI for HTML functions / Limitations / Sp. Verhalten.

Einstellungen für SAP GUI for HTML

In SAP GUI for HTML können Benutzer über den Menüpfad MehrGUI-Aktionen und -Einstellungen Einstellungen auf den Dialog Einstellungen für SAP GUI for HTML zugreifen.

Die Einstellungen eines Benutzers werden in der Systemdatenbank gespeichert.

Notiz

Die Kommunikation zwischen dem Web-Browser und der Anwendungsserverinstanz erfolgt über die Technologie ABAP Push Channels (APC). Stellen Sie sicher, dass der ICF-Service /sap/bc/apc/sap/webgui_services aktiv ist.

Protokollierung von Frontend-Subsätzen (FESR)

Um Performanceprobleme im Zusammenhang mit SAP GUI for HTML zu beheben, bietet SAP GUI for HTML die Protokollierung von Frontend-Subsätzen (FESR) an. Die FESR-Protokollierung enthält sehr detaillierte Informationen über die Dauer der Browser-zu-Server-Kommunikation. Sie kann auf dem Bild SAP GUI for HTML – Einstellungen (siehe obige Abbildung) im Bereich WerkzeugePerformance aktiviertwerden. Von dort aus können auch die Protokollierungsergebnisse angezeigt werden.

Weitere Informationen finden Sie im SAP-Hinweis 2981366How to use FESR Logging in ITS WEBGUI (SAP GUI for HTML).

Voraussetzungen für SAP GUI for HTML

Die folgende Abbildung listet die unterstützten Web-Clients für SAP GUI for HTML auf.

Weitere Informationen finden Sie in der Platform Availability Matrix unter https://support.sap.com/pam. Weitere Informationen zu Themes in SAP GUI for HTML finden Sie im SAP-Hinweis 1508958Look and Feel in the WEBGUI und im SAP-Hinweis 2540597Supported Themes for SAPGUI for HTML.

Voraussetzungen für SAP GUI for HTML

  • Der ICF-Service /sap/bc/gui/sap/its/webgui ist aktiv, und die Eigenschaft GUI-Schnittstelle ist auf Ja gesetzt.

  • Der ICF-Service /sap/bc/apc/sap/webgui_services ist aktiv.

  • Der SAP Internet Transaction Server (SAP ITS) ist aktiv.

Notiz

Abhängig vom Release der Softwarekomponente SAP_BASIS in Ihrem SAP-System müssen Sie weitere ICF-Services aktivieren. Eine detaillierte Liste finden Sie im SAP-Hinweis 2213657Welche ICF-Services müssen aktiviert werden, um SAP GUI for HTML (WebGUI/HTML-GUI) zu starten?

Hinweis

Details zum SAP Internet Transaction Server (SAP ITS) finden Sie im nächsten Abschnitt.

(Optional) SAP GUI for HTML verwalten

Voraussetzungen

Unternehmensszenario

Als Administrator für ein SAP-S/4HANA-System möchten Sie das SAP GUI for HTML aktivieren und konfigurieren.

Aufgabe 1: Voraussetzungen prüfen

Schritte

  1. Stellen Sie sicher, dass der ICF-Service /default_host/sap/bc/apc/sap/webgui_services aktiv ist.

    1. Melden Sie sich mit den Anmeldeinformationen Ihres Schulungsbenutzers (z.B. Benutzer train-##, wobei ## für Ihre Gruppennummer steht) an, die Sie von Ihrem Referenten erhalten haben.

    2. Starten Sie die Transaktion SICF. Behalten Sie auf dem Einstiegsbild dieser Transaktion die Standardeinstellungen bei, und wählen Sie Ausführen.

    3. Navigieren Sie in der Baumstruktur zum Service /default_host/sap/bc/apc/sap/webgui_services und aktivieren Sie ihn bei Bedarf (markieren Sie ihn, klicken Sie mit der rechten Maustaste und wählen Sie Service aktivieren).

    Ergebnis

    Der für die Personalisierung des SAP GUI for HTML relevante APC-WebSocket-Protokollservice ist aktiv.

  2. Stellen Sie sicher, dass der ICF-Service /default_host/sap/bc/gui/sap/its/webgui aktiv ist und für den Aufruf der GUI vorgesehen ist.

    1. Navigieren Sie nach dem vorherigen Schritt in der Baumstruktur zum Service /default_host/sap/bc/gui/sap/its/webgui, und aktivieren Sie ihn bei Bedarf (markieren Sie ihn, klicken Sie mit der rechten Maustaste, und wählen Sie Service aktivieren).

    2. Doppelklicken Sie auf den Service, und stellen Sie sicher, dass das Feld GUI-Schnittstelle auf der Registerkarte Servicedaten auf Ja gesetzt ist.

    Ergebnis

    Der für den SAP GUI for HTML relevante ICF-Service ist aktiv.

Aufgabe 2: SAP GUI for HTML starten und personalisieren

Schritte

  1. Starten Sie SAP GUI for HTML über die Transaktion WEBGUI.

    1. Falls noch nicht geschehen, melden Sie sich mit den Anmeldeinformationen Ihres Schulungsbenutzers an Ihrem SAP-System an (z.B. Benutzer train-##, wobei ## für Ihre Gruppennummer steht).

    2. Rufen Sie die Transaktion WEBGUI AUF. Möglicherweise müssen Sie die Anmeldeinformationen Ihres Schulungsbenutzers eingeben.

    3. SAP GUI for HTML wird in einem Web-Browser-Fenster gestartet. Beachten Sie, dass ein Begrüßungsbild angezeigt wird, bevor die Benutzungsoberfläche von SAP GUI for HTML angezeigt wird.

    4. Greifen Sie über SAP GUI for HTML auf einige Funktionen Ihres SAP-Systems zu. Lassen Sie diese Web-Browser-Sitzung geöffnet.

  2. Personalisierung in SAP GUI for HTML durchführen, z.B.

    • Ändern Sie das Theme.
    • Aktivieren Sie das OK-Code-Feld (Kommandofeld).
    • Aktivieren Sie Symbole für Drucktasten.
    1. Fahren Sie nach dem vorherigen Schritt im Browserfenster mit SAP GUI for HTML fort.

    2. Um auf die Einstellungen von SAP GUI for HTML zuzugreifen, wählen Sie in der Anwendungsfunktionsleiste von SAP GUI for HTML MenüEinstellungen ....

    3. Nehmen Sie auf dem Bild Einstellungen für SAP GUI for HTML einige Änderungen vor, z.B.

      • Ändern Sie das Theme unter Visuelles DesignDesignauswahlTheme auswählen.
      • Aktivieren Sie das OK-Code-Feld (Befehlsfeld) unter InteraktionsdesignVisualisierungKopfbereichOK-Code-Feld anzeigen.
      • Aktivieren Sie Symbole für Drucktasten im Kopfbereich derInteraktionsdesign-VisualisierungDrucktasten mit Symbolen anzeigen.
    4. Wenn Sie fertig sind, wählen Sie Save. Beachten Sie, dass einige Änderungen einen Neustart von SAP GUI for HTML erfordern.

Aufgabe 3: Frontend-Subsatz-Protokollierung (FESR) durchführen

Schritte

  1. Aktivieren Sie in SAP GUI for HTML vorübergehend die FESR-Protokollierung.

    1. Navigieren Sie nach der vorherigen Aufgabe im SAP GUI for HTML in der Anwendungsfunktionsleiste zu MenüEinstellungen ...

    2. Navigieren Sie auf dem Bild SAP GUI for HTML Settings zu ToolsPerformanceFront-End Subrecord (FESR) Logging.

    3. Aktivieren Sie die temporäre FESR-Protokollierung, und wählen Sie Sichern.

  2. Führen Sie in SAP GUI for HTML einige Aktionen aus.

    1. Greifen Sie über SAP GUI for HTML auf einige Funktionen Ihres SAP-Systems zu (starten Sie z.B. einige Transaktionen über das Benutzermenü).

  3. Deaktivieren Sie in SAP GUI for HTML die FESR-Protokollierung, und analysieren Sie das Protokoll.

    1. Navigieren Sie innerhalb des SAP GUI for HTML erneut in der Drucktastenleiste zu MenüEinstellungen ...

    2. Navigieren Sie auf dem Bild SAP GUI for HTML Settings zu ToolsPerformanceFront-End Subrecord (FESR) Logging.

    3. Deaktivieren Sie die temporäre FESR-Protokollierung.

    4. Wählen Sie FESR-Protokoll anzeigen.

    5. Eine Tabelle mit den aufgezeichneten Schritten wird angezeigt.

      Notiz

      Eine kurze Erläuterung zur Bedeutung aller Werte finden Sie über das Fragezeichensymbol oben rechts im Dialogfenster.
    6. Markieren Sie einen Schritt, und wählen Sie Details anzeigen.

    7. Die Detailinformationen werden angezeigt. Über die Drucktasten Vorheriger Schritt und Nächster Schritt können Sie zu anderen Schritten wechseln.

    8. Wenn Sie fertig sind, wählen Sie Schließen, um die Details zu schließen.

    9. Wenn Sie fertig sind, wählen Sie Schließen, um die Liste zu schließen.

    10. Kehren Sie zum Bild Einstellungen für SAP GUI for HTML zurück, stellen Sie sicher, dass die temporäre FESR-Protokollierung noch inaktiv ist, und wählen Sie Sichern.

    11. Wählen Sie in SAP GUI for HTML MenüSystemAbmelden in der Anwendungsfunktionsleiste, um sich von SAP GUI for HTML abzumelden, und bestätigen Sie ein Dialogfenster. Schließen Sie anschließend alle Web-Browser-Sitzungen.

SAP Internet Transaction Server (SAP ITS)

SAP-ITS-Architektur

Der SAP Internet Transaction Server (SAP ITS) ist vollständig in die Infrastruktur des AS ABAP integriert: Er wird über den ICM-Prozess aufgerufen, als eine Reihe von ICF-Services implementiert und verwendet die Datenbank als Objektspeicherort.

Neben dem SAP GUI for HTML unterstützt der SAP ITS auch das Programmiermodell Internet Application Components (IAC).

Hinweis

Die in der obigen Abbildung genannten HTML Business Templates sind für ausgewählte IACs relevant, jedoch nicht für SAP GUI for HTML.

SAP-ITS-Konfiguration

Der SAP ITS wird automatisch mit dem SAP-Kernel als Teil von AS ABAP 6.40 und höher installiert. Um den SAP ITS nutzen zu können, müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein:

Voraussetzungen für SAP ITS

  • der ICM-Prozess läuft und ist für HTTP(S) konfiguriert

  • Der Profilparameter itsp/enable ist auf 1 gesetzt.

  • Der erforderliche SAP-ITS-Service ist im ICF aktiv, und die Eigenschaft GUI-Schnittstelle ist auf Ja gesetzt.

  • Der ICF-Service /sap/public/bc/its/mimes ist im ICF aktiv und die Eigenschaft GUI-Interface ist auf Nicht spezifiziert gesetzt.

Für den SAP ITS sind verschiedene Profilparameter relevant, die alle mit itsp/ beginnen. Administratoren können mit den üblichen Methoden die Dokumentation zu einzelnen Parametern aufrufen (Transaktion RZ11) und die zugeordneten Werte dauerhaft ändern (Transaktion RZ10).

Zwei Profilparameter sind insbesondere in Bezug auf den SAP ITS von Bedeutung:

  • itsp/enable: Hiermit deaktivieren (0) und aktivieren (1) Sie den SAP ITS. Auch wenn der SAP ITS aktiv ist, verbraucht er die Systemressourcen nur dann, wenn er tatsächlich verwendet wird. Es kann jedoch sinnvoll sein, sie für ausgewählte Applikationsserver (Instanzen) zu deaktivieren, damit mit diesen Instanzen (z.B. Batch- oder Update-Instanzen) keine Benutzer über den SAP GUI for HTML auf das SAP-System zugreifen können. Da die Konvertierung von SAP-Bildschirmbildern in HTML-Seiten ebenfalls CPU-Zeit erfordert, ist es sinnvoll, eine Reihe dedizierter Instanzen für die Verwendung mit SAP GUI for HTML zu reservieren und eine spezielle Anmeldegruppe für den Lastausgleich zwischen ihnen zu verwenden.

  • em/global_area_MB: Dieser Parameter bestimmt den Speicher, der von allen ABAP-Workprozessen des SAP-Kernels häufig verwendet wird. Der SAP ITS verwendet ihn für Session-Informationen und die Laufzeitversion der HTML-Business-Templates. Der benötigte Speicherplatz hängt von der Anzahl der aktuell verwendeten Sitzungen sowie von der Anzahl und Größe der verwendeten Vorlagen ab, wenn Benutzer Services aufrufen und anzeigen möchten. Wenn sich Ihre Benutzer in verschiedenen Sprachen oder mit unterschiedlichen Web-Browsern (z.B. Microsoft Edge und Firefox) am SAP ITS anmelden oder zusätzliche Services benötigen, die nicht im SAP GUI for HTML enthalten sind, erhöht sich die Anzahl der verwendeten Templates und Sie müssen em/global_area_MB anpassen (siehe SAP-Hinweis 742048Integrierter ITS, Speicherbedarf im Anwendungsserver und SAP-Hinweis 885580Integrierter ITS: Konfigurationsparameter).

Neben diesen Profilparametern, die vom Kernel ausgewertet werden und den gesamten SAP ITS betreffen, gibt es auch Service-Parameter, die die einzelnen SAP-ITS-Services betreffen. Sie pflegen diese Einstellungen in der Transaktion SICF.

Das grundsätzliche Verhalten (z.B. Anmeldung, anonyme Anmeldedaten, Service-Optionen, Sicherheitsanforderungen, Basisberechtigungen und angepasste Fehlerseiten) ergibt sich wie bei „normalen" ICF-Services aus den Eigenschaften der SAP ITS-Services im ICF. Andere, SAP-ITS-spezifische Serviceparameter (die mit ~ beginnen) pflegen Sie in der Transaktion SICF auf dem Bild Service anlegen/ändern. Wählen Sie hierzu die Registerkarte Servicedaten und im Bereich Interaktive OptionenGUI-Konfiguration.

Hinweis

Weitere Informationen zu diesen Parametern finden Sie in der Online-Dokumentation für SAP S/4HANA (Product Assistance) im Bereich UnternehmenstechnologieABAP-PlattformUI-TechnologienSAP GUISAP-GUI-TechnologieSAP GUI for HTML. Wählen Sie von hier aus Untereinträge aus.

  • SAP ITS im SAP NetWeaver Application Server und
  • Konfiguration.

Vom Untereintrag SAP ITS im SAP NetWeaver Application Server aus können Sie auch einen Link verwenden, der zur Dokumentation des Internet Communication Framework führt.

Entwickler legen neue SAP-ITS-Services mit dem Web Application Builder für ITS-Services an, einem Werkzeug in der ABAP Development Workbench (Transaktion SE80; wählen Sie im Repository BrowserInternet Service). Standardmäßig werden Services auf der (implizit verfügbaren) Site des (integrierten) SAP ITS publiziert. Der SAP-ITS-Service muss ebenfalls im ICF angelegt sein und kann über die URL http(s)://<Server mit Domäne>:<ICM-Port>/<ICF-Pfad>/<ITS-Servicename> aufgerufen werden (oder indem Sie Service testen für den betreffenden Service in der Transaktion SICF wählen).

Hinweis

Nach der Installation oder nach einem Upgrade eines AS-ABAP-basierten SAP-Systems sind SAP-ITS-Services möglicherweise nicht im SAP ITS ausführbar, oder die Services, die starten, verhalten sich möglicherweise nicht wie in der aktuellen Version, da Services nach einer Installation oder einem Upgrade nicht automatisch auf dem SAP ITS veröffentlicht werden. SAP-Hinweis 790727Publizieren aller ITS-Objekte gleichzeitig und 2206029ITS-Fehler nach einem Upgrade oder einer Änderung zeigen, wie dieses potenzielle Problem behoben werden kann.

SAP ITS Monitoring

Der Administrator kann mit den im AS ABAP integrierten Werkzeugen (z.B. Transaktionen SM21, ST22, SMICM und SICF) den SAP ITS überwachen. Der SAP ITS hat keine speziellen Trace-Dateien, sondern verwendet die Standard-Entwickler-Trace-Dateien der Workprozesse dev_w*.trc. Entwickler können das ICF- und/oder WebGUI-Tracing speziell aktivieren (in der Transaktion SM50 (Menüpfad AdministrationTraceAktive Komponenten) oder mit dem Programm RSTRC000, Komponente WebGui).

Sie können auch die Transaktion SITSPMON und das Programm SITSPMON verwenden, das eine detaillierte Statuszusammenfassung des SAP ITS bereitstellt.

Die folgende Liste enthält eine Reihe ausgewählter Überwachungsfunktionen für den SAP ITS:

  • Parameter: Status, Meldungstext, Feature-Set-Version und Profilparameter

  • Speicherstatistik: Übersicht und Details zum Speicherverbrauch von Sitzungen und ABAP-Workprozessen

  • Template- & Mime-Cache: Status und Invalidierung von Caches für HTML-Templates und MIME-Objekte

  • Mutex Locks (aus „gegenseitigem Ausschluss"): Technologie zur Verhinderung des gleichzeitigen Zugriffs auf eine Ressource durch mehrere Prozesse

Weitere Informationen zu den Funktionen des SAP ITS finden Sie im SAP-Hinweis 890606SAP NetWeaver 2004s Integrated ITS: New Features.

Aktive Services für Web Dynpro ABAP

Der SAP-Hinweis 1088717Aktive Services für Web Dynpro ABAP in SICF listet die Services in der Transaktion SICF auf, die für Web-Dynpro-ABAP-Anwendungen, für die Web-Dynpro-ABAP-Entwicklungsumgebung sowie für Web-Dynpro-ABAP-Anwendungen zur Fehlerbehebung aktiviert werden müssen.

Optional: SAP ITS administrieren

Aufgabe 1: Voraussetzungen prüfen

Schritte

  1. Prüfen Sie, ob der integrierte SAP ITS aktiv ist.

    1. Melden Sie sich mit den Anmeldeinformationen Ihres Schulungsbenutzers an Ihrem SAP-System an, der von Ihrem Referenten bereitgestellt wird (z.B. Benutzer train-##, wobei ## für Ihre Gruppennummer steht).

    2. Stellen Sie sicher, dass der Profilparameter itsp/enable auf 1 gesetzt ist, indem Sie wie folgt vorgehen:

      • Führen Sie das Programm RSPFPAR (Transaktion SA38 oder Transaktion RSPFPAR) aus, und wählen Sie Profilparameteritsp/e*.

      • Aufruf der Transaktion SITSPMON (der Parameter befindet sich auf der Registerkarte Parameter)

      • Rufen Sie die Transaktion RZ11 auf, und zeigen Sie den Parameternamenitsp/enable an.

      Notiz

      Beachten Sie, dass alle diese Ansätze instanzspezifisch (Anwendungsserver) sind.

    Ergebnis

    Der integrierte SAP ITS ist aktiv.
  2. Stellen Sie sicher, dass der ICF-Service /default_host/sap/public/bc/its/mimes aktiv ist und dass für die GUI-SchnittstelleNicht angegeben eingegeben ist.

    1. Starten Sie nach dem vorherigen Schritt die Transaktion SICF.

    2. Lassen Sie die Vorschlagswerte für die Selektion unverändert und betätigen Sie Ausführen.

    3. Navigieren Sie in der Baumstruktur zum Service /default_host/sap/public/bc/its/mimes und aktivieren Sie ihn ggf. (markieren Sie den Service, klicken Sie mit der rechten Maustaste und wählen Sie Service aktivieren).

    4. Doppelklicken Sie auf den Service, und stellen Sie sicher, dass das Feld GUI-Schnittstelle auf der Registerkarte Servicedaten auf Nicht spezifiziert gesetzt ist.

    Ergebnis

    Auf die MIME-Objekte, die von ausgewählten ICF-Services (vom Typ IAC) verwendet werden, kann zugegriffen werden.

    Notiz

    SAP GUI for HTML kann MIME-Daten verarbeiten, greift aber nicht direkt auf den ICF-Service /default_host/sap/public/bc/its/mimes zu.

Aufgabe 2: Speicherbelegung analysieren

Schritte

  1. Analysieren Sie den Speicherverbrauch des integrierten SAP ITS.

    1. Rufen Sie nach der vorherigen Aufgabe in Ihrem SAP-System die Transaktion SITSPMON AUF.

    2. Wechseln Sie zur Registerkarte Speicherstatistik.

    3. Notieren Sie sich die Anzahl im Feld St. & Vorl. des Abschnitts Speicherverbrauch: Übersicht.

      Notiz

      Diese Daten sind (Applikationsserver-)instanzspezifisch. Beachten Sie die Optionen des Auswahlfelds Server. Im unteren Bildbereich wird auch der Speicherverbrauch pro Sitzung und Workprozess aufgelistet.

    Ergebnis

    Sie kennen den Speicherverbrauch durch den integrierten SAP ITS.

Aufgabe 3: Optional: Serviceparameter pflegen

Schritte

  1. Verwenden Sie den Assistenten, um einen externen Alias /adm/webgui anzulegen, der sich auf /default_host/sap/bc/gui/sap/its/webgui bezieht.

    1. Falls noch nicht geschehen, melden Sie sich mit den Anmeldeinformationen Ihres Schulungsbenutzers an Ihrem SAP-System an (z.B. Benutzer train-##, wobei ## für Ihre Gruppennummer steht).

    2. Rufen Sie die Transaktion SICF AUF.

    3. Wählen Sie auf dem Einstiegsbild der Transaktion SICFden HierarchietypALIAS, lassen Sie die anderen Einstellungen unverändert, und wählen Sie Ausführen.

    4. Wählen Sie auf dem Bild Maintain external aliases die Option default_host.

    5. Wählen Sie in der Anwendungsfunktionsleiste Wizard – Externer Alias (oder im Menü Externer AliasWizard – Externer Alias).

    6. Der Assistent führt Sie durch die folgenden Schritte, wobei Sie die folgende Seite aufrufen, indem Sie Weiter wählen.

      1. Schritt Start: Zuerst werden Informationen zu externen Aliassen angezeigt.

      2. Schritt Allgemeine Daten: Geben Sie im Feld Externer Alias/adm/webgui und im Feld Beschreibung 1 eine Beschreibung Ihrer Wahl ein.

      3. Schritt Destinations-Handler auswählen: Doppelklicken Sie als Ziel-Handlerauf den Service /default_host/sap/bc/gui/sap/its/webgui (ggf. müssen Sie die Baumstruktur dafür expandieren).

      4. Schritt abgeschlossen: Wählen Sie Abschließen.

  2. Stellen Sie für den externen Alias /adm/webgui die folgenden Einstellungen sicher:

    EinstellungWert
    GUI-OberflächeJa
    Serviceparameter ~webgui1
    Serviceparameter ~nosplash1
    Wenn Sie fertig sind, testen Sie den externen Alias /adm/webgui, und notieren Sie sich die Anmeldephase.

    1. Fahren Sie nach dem vorherigen Schritt mit der Arbeit in der Sicht Externe Aliase pflegen der Transaktion SICF fort.

    2. Navigieren Sie in der Baumstruktur zum externen Alias /adm/webgui und doppelklicken Sie darauf.

    3. Wählen Sie Ändern, um in den Änderungsmodus zu gelangen.

    4. Wählen Sie auf der Registerkarte Servicedaten für GUI-SchnittstelleJa.

    5. Betätigen Sie auf dem Reiter Service-Daten die Drucktaste GUI-Konfiguration.

    6. Geben Sie im Dialogfenster Serviceparameter pflegen ~webgui in einer leeren Zeile in der Spalte Parametername und 1 in der Spalte Wert ein.

    7. Geben Sie im Dialogfenster Serviceparameter pflegen ~nosplash in einer leeren Zeile in der Spalte Parametername und 1 in der Spalte Wert ein.

    8. Bestätigen Sie Ihre Eingabe mit Parameterset übernehmen.

    9. Wählen Sie auf dem Bild Externen Alias ändern die Option Ablegen.

    10. Wählen Sie Zurück (F3), um zum Bild Externe Aliase pflegen zurückzukehren.

    11. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den externen Alias /adm/webgui, und wählen Sie Test Ext. Alias.

    12. Geben Sie im Web-Browser die Anmeldeinformationen Ihres Schulungsbenutzers ein, und wählen Sie Anmelden (und wählen Sie Nicht/Nie, um das Kennwort zu speichern – falls Sie dazu aufgefordert werden).

      Notiz

      Beachten Sie, dass der Begrüßungsbildschirm beim Start des SAP GUI for HTML nicht mehr auftritt.
    13. Melden Sie sich abschließend vom SAP GUI for HTML ab (z.B. durch Auswahl von MehrSystemAbmelden in der Anwendungsfunktionsleiste von SAP GUI for HTML – Sie müssen möglicherweise ein Dialogfenster bestätigen), und schließen Sie alle Web-Browser-Bilder.

Zusätzliche Informationen zum Internet Communication Framework

Bezüglich des Internet Communication Framework (ICF) können die folgenden Pfade in der SAP-Online-Dokumentation und in den folgenden SAP-Hinweisen hilfreich sein, um weitere Informationen zu erhalten:

  • Online-Dokumentation für SAP S/4HANA (Product Assistance), Bereich

    • UnternehmenstechnologieABAP PlatformApplication Server ABAP - InfrastrukturConnectivityKomponenten der SAP-KommunikationstechnologieKommunikation zwischen ABAP und Nicht-ABAP-TechnologienInternet Communication Framework
    • UnternehmenstechnologieABAP-PlattformUI-TechnologienSAP GUISAP-GUI-TechnologieSAP GUI for HTML
  • SAP-Hinweis 517484Inaktive Services im Internet Communication Framework

  • SAP-Hinweis 709038SAP Integrated ITS

  • SAP-Hinweis 698329Integrated ITS, WEBGUI/IAC logon failed

  • SAP-Hinweis 732218ICF: Anmeldedaten aus SICF werden nicht transportiert

  • SAP-Hinweis 2460180SSO fehlgeschlagen in Transaktion NWBC, SOAMANAGER, SOLMAN_SETUP, SM_WORKCENTER, DBACockpit, ILM_SB usw.
  • SAP-Hinweis 1088717Aktive Services für Web Dynpro ABAP in Transaktion SICF

  • SAP-Hinweis 1508958Look and Feel in the WEBGUI
  • SAP-Hinweis 1555208ICF-Services werden nach Upgrade oder SP-Update inaktiv
  • SAP-Hinweis 2661761ICF-Services – Was ist obligatorisch und was kann deaktiviert werden?
  • SAP-Hinweis 2710306Alle ICF-Services unter DEFAULT_HOST sind inaktiv
  • SAP-Hinweis 2658822Release-Informationen für SAP GUI for HTML (kurz WEBGUI)