Mit dem Config Tool können Sie den sicheren Speicher des AS Java einerseits und die Systemeinstellungen für den AS Java (Cluster-Daten) andererseits bearbeiten. Der linke Bereich im Config Tool zeigt die Gliederung der Struktur der Cluster-Daten in „Template-Einstellungen" und „instanzspezifische Einstellungen". Es ist möglich Einstellungen der Anwendungen (applications), Manager (managers), Services (services) und Log-Konfiguration (log configuration) sowohl auf Template-Ebene als auch auf für jede Instanz individuell durchzuführen. Die Instanzen werden im Config Tool mit der Instanznummer angezeigt (führende Nullen werden weggelassen). Siehe auch die Abbildung „Fensterabschnitte im Config Tool". Im rechten Fenster des Config Tools werden die Parameter der ausgewählten Elemente angezeigt und gepflegt.
Achtung
Wenn Sie offline arbeiten, müssen Sie den AS Java nicht laufen lassen. Config Tool verbindet sich direkt mit der Datenbank und wendet die Änderungen an
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In Release 7.10 wurde das Konzept der Zero Administration in SAP NetWeaver AS Java eingeführt. Ziel ist es, die technische Konfiguration des SAP NetWeaver AS Java zu vereinfachen und dynamisch an Änderungen in der Systemumgebung anzupassen. Zur Umsetzung des Konzepts werden Konfigurationsvorlagen bereitgestellt, die eine einfache Anpassung der Konfiguration des SAP NetWeaver AS Java an die Anforderungen des installierten Produkts ermöglichen. Zusätzlich werden dynamische Konfigurationsparameter eingeführt, mit denen Änderungen z.B. an der Hardware vorgenommen werden können, ohne den SAP NetWeaver AS Java neu zu konfigurieren.
Beispielsweise kann der Heap-Speicher der VM als Bruchteil des verfügbaren physischen RAM oder die Anzahl der Serverprozesse als Vielfaches der verfügbaren CPU konfiguriert werden.
Der Kunde kann weiterhin die ausgelieferten Standardeinstellungen anpassen. Der Aufwand für Änderungen ist jedoch geringer als in früheren Releases. Des weitern ermöglicht das Konzept der Templates auch eine problemlose Aktualisierung der Default-Einstellungen über Support Packages, ohne dass Kundeneinstellungen überschrieben werden.
Die möglichen Konfigurationseinstellungen einer Anwendung oder eines Managers, bzw. Services und deren Default-Werte legt der Entwickler fest (Ebene Default). Systemweit gültige Änderungen an diesen Default-Einstellungen können auf der Ebene Custom Global vorgenommen werden. Die dort vorgenommenen Änderungen bleiben dort auch dann bestehen, wenn vom zur Zeit aktiven Template auf ein anderes Template gewechselt wird (und wenn diese Einstellungen nicht auf Template-Ebene übersteuert wurden).
Achtung
Kundenänderungen auf benutzerdefinierter globaler Ebene sind zulässig, jedoch nur auf ausdrückliche Anweisung von SAP (Dokumentation, SAP-Hinweise, SAP-Support). Zum Beispiel für einige spezielle Konfigurationseinstellungen der User Management Engine (UME).
Mit den Templates liefert SAP konkrete Default-Konfigurationseinstellungen für einzelne Produkte aus (Template Default). Während der Installation des Produktes wird vom Installationsprogramm (SAPinst) das entsprechende Template aktiviert. Für verschiedene Produkte gibt es unterschiedliche Templates. Beispielsweise gibt es eine große Anzahl von Vorlagen für SAP Composition Environment, aber nicht für SAP Process Integration oder SAP Enterprise Portal. Im Template wird auch über Filterregeln entschieden, welche Anwendungen und Services bereits mit Systemstart gestartet werden.
Auf Vorlagenebene können Kundenänderungen mit dem Config Tool (Template Custom) vorgenommen werden. Diese Änderungen übersteuern die Einstellungen der vorhergehenden Ebenen. Sofern keine instanzspezifischen Kundenänderungen (Instance Custom) vorgenommen werden gelten die Einstellungen auf Template-Ebene systemweit.
Zur dynamischen Konfiguration können gewisse Systemparameter genutzt werden, die dynamisch zur Laufzeit ausgewertet werden, wie zum Beispiel die Anzahl der Prozessoren, der physikalisch Verfügbare Arbeitsspeicher des Rechners oder auch die Instanznummer. Diese Parameter können auch bei Kundenänderungen eingesetzt werden.
Sie können die Parameter und deren Werte im Config Tool anzeigen, indem Sie im Config Tool eine Instanz markieren und dann die Registerkarte Instance Profile wählen. Einige dieser Parameter lassen sich durch setzen von Profilparametern im Default-Profil oder im Instanzprofil des Systems setzen.
Achtung
Der Begriff Instance Profile ist doppelt belegt. Einerseits haben Sie das Instanzprofil als Datei auf dem Betriebssystem mit dem Namen <SID>_<Instanzname>_<Hostname>, z.B. EEP_J20_epphost. Der Begriff Instanzprofil hingegen bezieht sich auf die Sammlung der dynamischen Konfigurationsparameter des AS Java.
Notiz
Die dynamischen Parameter des Instanzprofils des AS Java werden anders benannt als die zugehörigen Profilparameter, die in den Profildateien (Standardprofil, Instanzprofil) des Systems verwendet werden.



