Lokale Monitoring-Tools verwenden

Objectives

After completing this lesson, you will be able to:
  • Die Gründe für das System-Monitoring verstehen
  • Die lokale Monitoring-Architektur beschreiben
  • SAP MC für System-Monitoring verwenden
  • Alert-Monitor für System-Monitoring verwenden
  • Die Verwendung von CCMS als zentrales Monitoring-System beschreiben
  • SAP-Befehlszeilenprogramme verwenden, um Ereignisse zu überwachen, zu testen und zu lösen

Warum ist Monitoring wichtig?

Monitoring: Warum und wie?

Heutzutage können Geschäftsprozesse eine Vielzahl Komponenten umfassen. Diese Komponenten (ob von SAP hergestellt oder nicht) müssen überwacht werden, da sowohl eine schleichende Performanceverschlechterung als auch ein plötzlicher Ausfall einer Komponente die Gesamtproduktivität empfindlich beeinträchtigen können. Es liegt in Ihrer Verantwortung als Systemadministrator, die Systemlandschaft regelmäßig zum Zwecke der Behebung und Vermeidung von Fehlern zu überwachen.

Sobald ein Ereignis gemeldet wurde, kann es hilfreich sein, lokale Überwachungsoptionen zu verwenden, um die Grundursache für das Ereignis zu finden.

  • Warum?

    • Damit der performante Ablauf der Geschäftsprozesse sichergestellt ist.

    • Damit Systemsicherheit und Stabilität gewährleistet sind.

  • Wie?

    • Zentral und systemübergreifend

    • Mit einer Alarmierung im Fehlerfall

    • mit einer Hilfestellung, die im Fehlerfall systemübergreifend Detailinformationen liefert

Beispiel:

Ein Dateisystem, in dem Dateien der SAP-Datenbank liegen, ist zu 100 % gefüllt. Die Datenbank kann die Tabellen, die in den Dateien abgelegt sind, nicht mehr erweitern. Ein Benutzer führt einen Geschäftsvorfall aus, in dessen Kontext ein Datensatz asynchron zu einer Tabelle hinzugefügt werden soll. Das Einfügen schlägt aufgrund eines Speicherplatzproblems auf Dateisystemebene fehl. Um weitere Fehlerprobleme zu vermeiden, wird der gesamte asynchrone Verbuchungsmechanismus vom System deaktiviert. Alle betroffenen Benutzersitzungen hängen mit der Anzeige der Sanduhr. Das SAP-System hängt. Wäre der Füllgrad des Dateisystems regelmäßig überwacht worden, hätte der Administrator rechtzeitig eingreifen und so den Systemstillstand vermeiden können.

Lokale Monitoring-Architektur mit Data Suppliers

Technische Grundlagen: Data Supplier

Die lokale Monitoring-Architektur (auch CCMS-Monitoring-Architektur genannt) wird mit den Data Suppliers für die wichtigsten Komponenten Ihres SAP-Systems und seiner Umgebung ausgeliefert und kann daher ohne weitere Konfiguration sofort genutzt werden. Wenn Sie eine lokale Monitor-Benutzungsoberfläche starten, sehen Sie, dass die Data Supplier für die Berichterstellung für die folgenden Komponenten bereits aktiv sind:

  • die Hostsysteme, auf denen Ihr SAP-System läuft
  • Die Datenbank
  • SAP-Instanzen (Applikationsserver) und deren Services
  • Komponenten außerhalb des Systems

Sie müssen die Monitoring-Architektur nicht vorbereiten oder aktivieren. Die Data Supplier in Ihrem System werden entweder automatisch gestartet, wenn das System gestartet wird, oder sie werden bei Bedarf gestartet. Es gibt zwei verschiedene Arten von Data Suppliers:

  • Passive Data Supplier werden von der Monitoring-Architektur gestartet, weshalb sie dort definiert werden müssen. "Passiv" beschreibt das Verhalten des Data Supplier in Bezug auf die Monitoring-Architektur: Er startet nicht selbst, sondern muss von der Monitoring-Architektur gestartet werden. Passive Data Supplier werden auch als Datensammlungsmethoden bezeichnet.
  • Aktive Data Supplier werden von der überwachten Anwendung und nicht von der Monitoring-Architektur gestartet. Diese Data Supplier sind in ihrem Startverhalten in Bezug auf die Monitoring-Architektur aktiv.

Ein Data Supplier schreibt die Werte für die überwachten Objekte in ein Segment des Shared Memory, das sogenannte Monitorsegment.

Die nächste Abbildung zeigt, dass die lokale Monitoring-Infrastruktur aus drei Teilen besteht: Datensammlung, Datenspeicherung und Datenanalyse.

Datensammlungsebene werden kleine Teilbereiche eines SAP-Systems durch spezielle Programme überwacht, die als Datenkollektoren bezeichnet werden. Datenkollektoren können ABAP-, C/C++- oder Java-Programme sein. In einem ABAP-basierten SAP-System sind Hunderte von Datenkollektoren vorhanden. Jeder Datenkollektor prüft seine Unterkomponente in regelmäßigen Abständen und speichert die gesammelten Monitoring-Daten im lokalen Monitorsegment.

Außerdem kann die Monitoring-Infrastruktur erweitert werden. Mit selbst geschriebenen Datenkollektoren können eigene Komponenten integriert werden.

Das Monitorsegment ist der Bereich des Hauptspeichers, der die Überwachungsdaten der Datenkollektoren enthält. Daher führt das Monitorsegment die Datenspeicherung durch. Die Hauptspeicherdaten werden fortlaufend überschrieben. Dennoch können historische Daten in expliziten Datenbanktabellen aufbewahrt werden. Auf diese Weise können Sie die Daten nachträglich analysieren. Die Elemente der Datensammlung und -speicherung müssen auf jeder Komponente vorhanden sein, die zentral überwacht werden soll.

Achtung

Jede Instanz eines SAP-Systems (mit der Softwarekomponente SAP_BASIS) hat ein eigenes Monitorsegment im Shared Memory. Das heißt, wenn es z.B. ein SAP-System mit 8 Instanzen gibt, gibt es 8 separate Monitorsegmente. Die Zahl der Monitorsegmente wird durch die Zahl der Instanzen bestimmt. Dabei spielt es keine Rolle, ob mehrere Instanzen auf einer gemeinsamen Hardware laufen.

Wenn das System ein Problem feststellt, kann es eine speziell vorbereitete Autoreaktionsmethode ausführen, z.B. eine verantwortliche Person informieren.

Vordefinierte Analysemethode helfen bei der Klärung von Problemsituationen.

Es stehen viele verschiedene Werkzeuge zur Verfügung, um die Daten aus den Monitorsegmenten für die Datenanalyse anzuzeigen:

  • Funktionen in der SAP Management Console (SAP MC) und der SAP Microsoft Management Console (SAP MMC) anzeigen
  • SAP-Befehlszeilenprogramme wie dpmon oder msmon.
  • Im SAP-ABAP-basierten SAP-System kann der Alert-Monitor (Transaktion RZ20) Alerts anzeigen und analysieren. Kann lokal in einem SAP-System oder - nach der Konfiguration - zentral für Ihre gesamte IT-Landschaft verwendet werden.
  • Metriken können auch an ein SAP-Application-Lifecycle-Management-Produkt wie SAP Solution Manager, SAP Focused Run oder SAP Cloud ALM übertragen werden.
  • Drittanbieter und Partner können verschiedene Schnittstellen verwenden, um die Monitoring-Daten aus dem Monitoring-Segment zu lesen.

Notiz

Weitere Informationen zu SAP Application Lifecycle Management (ALM) finden Sie unter https://support.sap.com/en/alm.html.

Eine Liste der zertifizierten Partnerprodukte finden Sie unter https://www.sap.com/partner.html.

Monitoring mit der SAP Management Console (SAP MC)

Über die von der SAP Management Console (SAP MC) bereitgestellten Überwachungsoptionen stehen mehrere zentrale Monitoring-Szenarien zur Verfügung.

Die SAP MC stellt Alert-Monitoring-Informationen basierend auf vordefinierten Schwellenwerten bereit. Mit der SAP MC können Sie den aktuellen Status des Systems sowie die schwerwiegendsten Alerts, die im System vorhanden sind, mit den entsprechenden Alert-Farben anzeigen.

Systemzustandsüberwachung (für SAP-Instanzen)

Der Überwachungsbereich ist in zwei Teile unterteilt. Ein Bereich ist für die offenen Alerts und der andere spiegelt den aktuellen Status wider.

Offene Alerts
Um die schwerwiegendsten Alerts im System zu überwachen, expandieren Sie die Baumstruktur Offene Alerts, und wählen Sie den entsprechenden Monitor. Im Ergebnisbereich zeigt die SAP MC die schwerwiegendsten Alerts an, die im System aufgetreten sind. Die Tabelle im Ergebnisbereich zeigt die relevanten KPIs, ihre Werte und den Zeitpunkt des letzten Alarms an. Diese Sicht spiegelt nicht unbedingt den aktuellen Status des Systems wider.
Aktueller Status
Um die aktuell gemeldeten Daten für jedes Monitorbaumelement zu überwachen, expandieren Sie die Baumstruktur Aktueller Status, und wählen Sie das entsprechende Baumelement. Im Ergebnisbereich zeigt die SAP MC den aktuellen Status des Systems und die schwerwiegendsten aktuellen Alerts an. Die Tabelle im Ergebnisbereich zeigt die relevanten KPIs, ihre Werte und die Uhrzeit an, zu der der Wert zuletzt gemessen wurde.

Wenn das System keine Alerts generiert hat, zeigt die Tabelle im Ergebnisbereich nur den Namen des relevanten KPI an.

Um die Alerts im System mit einem ABAP-Backend zu bestätigen, wählen Sie den Knoten Aktueller Status oder Offene Alerts aus der Baumstruktur der entsprechenden Instanz aus. Wählen Sie im Kontextmenü Alle Alerts. Der Alert-Eingang wird angezeigt, in dem Sie die Alerts anzeigen und bestätigen können.

Wählen Sie im rechten Bereich die linke Maustaste auf der Überschrift Alert-Name, um die verschiedenen Sortierkriterien auszuwählen. Jede Auswahl wechselt zwischen der Sortierung „nach Alert", „der Reihenfolge der Monitoring-Struktur" oder „nach umgekehrtem Alert".

Sie können die Schwellenwerte konfigurieren, wenn die vordefinierten Ebenen nicht Ihren Anforderungen entsprechen. Für ABAP-basierte SAP-Systeme können Sie die Schwellenwerte im Alert-Monitor (Transaktion RZ20) konfigurieren.

Zusätzliche Monitoring-Optionen (ICM Monitoring, SAP Web Dispatcher Monitoring, Enqueue Monitoring, …)

Gegebenenfalls können Sie auch grundlegende Monitoring-Informationen zum ICM oder SAP-Web-Dispatcher-Betrieb anzeigen. Als Beispiel werden die verfügbaren ICM-Monitoring-Optionen unten erläutert.

  • Um Informationen zu den angelegten Worker-Threads anzuzeigen, wählen Sie in der ICM-Baumstruktur den Unterknoten Thread-Liste.

  • Um Informationen zu den vorhandenen Verbindungen anzuzeigen, wählen Sie in der ICM-Baumstruktur den Unterknoten Verbindungsliste.

  • Um Informationen zu allen Objekten anzuzeigen, die sich aktuell im ICM Server-Cache befinden, wählen Sie in der ICM-Baumstruktur den Unterknoten Cache-Liste.

  • Um Informationen zur Proxy-Server-Liste anzuzeigen, wählen Sie in der ICM-Baumstruktur den Unterknoten Proxy-Liste.

Darüber hinaus finden Sie zusätzliche Monitoring-Informationen für verschiedene Prozesse, z.B. den Enqueue-Server oder den Message-Server.

Datenbank-Monitoring

Die hierarchische Baumstruktur eines SAP-Systems in der SAP MC schließt einen Knoten für den Datenbankserver ein. Sie erscheint oft in blauer Farbe.

Um detaillierte Informationen anzuzeigen, wählen Sie den Knoten Datenbank aus. Wenn eine Authentifizierung angefordert wird, geben Sie die entsprechende Benutzer-ID und das entsprechende Kennwort ein.

Im Ergebnisbereich werden der Typ des Servers, der Host der Datenbankinstanz, der Anbieter der Datenbank und die SAP-System-ID (SAPSID) angezeigt.

Optional: Monitoring mit der SAP Management Console (SAP MC)

Unternehmensszenario

Die SAP Management Console (SAP MC) bietet Funktionen zur Überwachung der ABAP-Plattform.

Aufgabe 1: SAP MC für das Monitoring verwenden

Auf dem WTS möchten wir die SAP MC verwenden, um Instanzen der ABAP-Plattform zu überwachen. Zum Beispiel die ABAP-Central-Services-Instanz (ASCS) und die ABAP-Application-Server-Instanzen (PAS und/oder AAS).

Notiz

Ersetzen Sie die folgenden Variablen im Ablauf dieser Übung:

Ersetzen Sie <X> für die <SID> (abhängig von dem Ihnen zugeordneten SAP-System):

  • Ersetzen Sie <X> durch D (für S4D).
  • Ersetzen Sie <X> durch Q (für S4Q).
  • Ersetzen Sie <X> durch P (für S4P).

Ersetzen Sie <$$> für die ASCS-Instanz (abhängig von dem Ihnen zugeordneten SAP-System):

  • Ersetzen Sie <$$> durch 10 (für S4D).
  • Ersetzen Sie <$$> durch 20 (für S4Q).
  • Ersetzen Sie <$$> durch 30 (für S4P).

Ersetzen Sie <$$> für die PAS-Instanz (abhängig von dem Ihnen zugeordneten SAP-System):

  • Ersetzen Sie <$$> durch 11 (für S4D).
  • Ersetzen Sie <$$> durch 21 (für S4Q).
  • Ersetzen Sie <$$> durch 31 (für S4P).

Ersetzen Sie für den Hostnamen<host_name> (abhängig von dem Ihnen zugeordneten SAP-System):

  • Ersetzen Sie <host_name> durch s4dhost (für S4D).
  • Ersetzen Sie <host_name> durch s4qhost (für S4Q).
  • Ersetzen Sie <host_name> durch s4phost (für S4P).

Schritte

  1. Starten Sie die SAP MC und melden Sie sich mit dem Betriebssystembenutzer <sid>adm an.

    1. Starten Sie im Trainings-WTS den Datei-Explorer.

    2. Windows-Logo auswählen und Datei eingeben

    3. Wählen Sie Datei-Explorer in der Ergebnisliste Beste Übereinstimmung aus.

    4. Wählen Sie links im File Explorer den Eintrag wdflbmt<Nummer>.

    5. Wählen Sie im Bereich Geräte und Laufwerke die Option Anwendung (N:) mit Doppelklick aus.

    6. Wählen Sie nun den folgenden Pfad, indem Sie die entsprechenden Ordner in der folgenden Reihenfolge auswählen: SAP > SAPMC > servicehttp > sapmc

    7. Markieren Sie die Datei training_sapmc.jnlp und führen Sie diese per Doppelklick aus.

    8. Bestätigen Sie die Sicherheitswarnung: Die digitale Signatur der Anwendung weist einen Fehler auf. Möchten Sie diese Anwendung ausführen? ... im Dialogfenster mit der Drucktaste Ausführen.

      Ergebnis

      Die SAP MC sollte gestartet werden und wird geöffnet.
    9. Warten Sie, bis die roten Stoppschilder im Navigationsbereich auf der linken Seite verschwinden.

    10. Expandieren Sie in der SAP MC den Knoten des SAP-Systems, der Ihnen vom Referenten zugeordnet wurde, und wählen Sie die <SAPSID> aus.

    11. Geben Sie die Betriebssystembenutzer-ID <sid>adm und das entsprechende Kennwort ein.

      Die Anmeldeinformationen werden vom Referenten bereitgestellt.

  2. Verwenden Sie die SAP MC, um die ABAP-Central-Services-Instanz (ASCS) ASCS<$$> zu überwachen.

    1. Wählen Sie den Pfad SAP Systems → Landscape 1 → S4<X> → ASCS<$$> on <Hostname> → Current Status → OperatingSystem, und prüfen Sie die folgenden Monitoring-Informationen:

      • Wie viele % des Dateisystems /usr/sap wird derzeit verwendet? _________________
      • Wie viele CPUs sind auf diesem Server verfügbar? ____
      • Wie viel Speicher ist auf diesem Server konfiguriert? _________
    2. Wählen Sie den Pfad SAP Systems → Landscape 1 → S4<X> → ASCS<$$> on <Hostname> → Access Points, und prüfen Sie die folgenden Monitoring-Informationen:

      • Wie lautet die HTTP-Portnummer des Message-Servers? ________
      • Wie lauten die MS-Portnummern des Message-Servers? _______ und _______.
      • Wie lautet die Enqueue-Portnummer? ________
    3. Wählen Sie den Pfad SAP Systems → Landscape 1 → S4<X> → ASCS<$$> on <Hostname> → Enqueue Locks, und prüfen Sie die folgenden Monitoring-Informationen:

      Wie viele Sperren befinden sich aktuell in der Enqueue-Sperrtabelle? _______

    4. Wählen Sie den Pfad SAP Systems → Landscape 1 → S4<X> → ASCS<$$> on <Hostname> → Web Dispatcher → Thread List, und prüfen Sie die folgenden Monitoring-Informationen:

      Wie viele Worker-Threads sind derzeit frei? ________

  3. Verwenden Sie die SAP MC, um die ABAP Primary Application Server Instance (PAS) D<$$> zu überwachen.

    1. Noch in der SAP MC.

    2. Wählen Sie den Pfad SAP Systems → Landscape 1 → S4<X> → D<$$> on <Hostname> → Current Status → R3Services → Dialog, und prüfen Sie die folgenden Monitoring-Informationen:

      • Wie lautet die aktuelle Antwortzeit dieser Instanz? ______
      • Wie lautet der aktuelle ResponseTimeDialogRFC dieser Instanz? ______
      • Wie lautet das aktuelle ResponseTimeHTTP dieser Instanz? ________
    3. Wählen Sie den Pfad SAP Systems → Landscape 1 → S4<X> → D<$$> on <Hostname> → Current Status → R3Services → ICM, und prüfen Sie die folgenden Monitoring-Informationen:

      • Wie lautet der Wert für General\PeakNoOfThreads dieser Instanz? ____
      • Wie lautet der Wert für General\PeakNoOfConnections dieser Instanz? _____
    4. Wählen Sie den Pfad SAP Systems → Landscape 1 → S4<X> → D<$$> on <Hostname> → Access Points, und prüfen Sie die folgenden Monitoring-Informationen:

      Wie lautet die HTTPS-Portnummer von sapstartsrv? __________

Betrieb des Alert-Monitors

Alerts bilden ein zentrales Element der Überwachung. Fehler werden schnell und zuverlässig gemeldet, z. B. Werte, die über oder unter einem bestimmten Schwellwert liegen, oder eine IT-Komponente, die für einen festgelegten Zeitraum inaktiv ist. Diese Alerts werden im Alert Monitor angezeigt, was die Systemadministration entlastet, da sie statt endloser Systemdaten nur noch die Fehlermeldungen beobachten müssen.

Im Alert Monitor stehen Ihnen folgende Funktionen zur Verfügung:

  • Mit dem Alert-Monitor können Sie eine vollständige und detaillierte Überwachung aller SAP- und Nicht-SAP-Systeme, der Hostsysteme und der Datenbank durchführen.
  • Alle Fehler erzeugen Alerts, die in einer Baumstruktur angezeigt werden.
  • Die Alerts enthalten ein Statuskennzeichen mit einer Farbe und einem numerischen Wert. Gelb steht für eine Warnung, Rot für ein Problem, und der numerische Wert zeigt den Schweregrad des gemeldeten Fehlers an. In der Baumstruktur werden die schwerwiegendsten Alerts in der Anzeigehierarchie nach oben vererbt. Wenn ein Baumknoten keinen Alert anzeigt, gibt es auch keinen Fehler im gesamten untergeordneten Zweig.
  • Sie können den Alerts bestimmte Analyse- und Autoreaktionsmethoden zuordnen, die zu einer schnelleren Fehlerbearbeitung beitragen. Wenn Sie auf einen Alert doppelklicken, startet die Monitoring-Architektur die zugeordnete Analysemethode (z.B. die Jobverwaltungstransaktion für einen vorzeitig abgebrochenen Job). Eine Autoreaktionsmethode hingegen startet automatisch, sobald der Alert auftritt. Dazu gehört das Ausführen von Betriebssystembefehlen und das Senden einer E-Mail oder einer SMS-Nachricht an die Systemadministration.
  • Der Alert Monitor enthält verschiedene Sichten, in denen entweder die aktuellen oder die offenen (d.h. nicht analysierten) Problemmeldungen angezeigt werden. Alerts werden ebenfalls archiviert.
  • Schwellenwerte, Methoden und detaillierte Hilfe für viele Monitorattribute und drei umfangreiche Monitorsammlungen mit Monitoren für alle Aspekte des Systemmanagements sind auf der Grundlage von Best Practices in der Monitoring-Architektur vordefiniert und in jedem SAP-System verfügbar.
  • Sie können alle Einstellungen individuell anpassen und eigene Monitore konfigurieren.

stellt vorkonfigurierte Monitorsammlungen bereit, die Sie sofort verwenden können. Wie in der Abbildung „CCMS-Monitor" dargestellt, bieten die CCMS-Monitorsammlungen (Transaktion RZ20) verschiedene Monitordefinitionen, mit denen Sie die Monitoring-Daten aus den Monitorsegmenten in einer Baumstruktur anzeigen können. Jede Monitorsammlung bündelt Monitordefinitionen, die verschiedene Teile der gesamten Monitoring-Architektur nach Themenbereichen anzeigen. Die Baumstruktur führt bei der Anzeige von vielen Messwerten zu einer übersichtlichen Darstellung.

Monitorsammlung

Eine Monitorsammlung ist eine Sammlung verschiedener Monitore. Monitorsammlungen stellen in der Regel ein Produkt dar, das überwacht werden muss.

Die bereitgestellten Monitorsammlungen können je nach System unterschiedlich sein. Ein SAP-CRM-System enthält beispielsweise eine spezielle Sammlung zur Überwachung von CRM-Szenarien. Dazu gehören auch spezielle Datenkollektoren, die Ihnen SAP mit einem SAP-CRM-System vorkonfiguriert ausliefert.

Monitordefinition

Eine Monitordefinition beschreibt die Auswahl von Monitorobjekten und Monitorattributen, die Sie genauer untersuchen möchten. Monitordefinitionen werden in der Transaktion RZ20 zu Monitorsammlungen gebündelt. Bei der Verwendung einer Monitordefinition werden die angeforderten Daten hier zusammengestellt und im entsprechenden Monitor angezeigt.

Monitor

Ein Monitor ist die Anzeige der Monitorobjekte und Monitorattribute, die für die Anzeige in der Monitordefinition enthalten sind.

Die Monitoring-Daten zu einem Attribut können in mehreren Monitoren angezeigt werden. Das Monitorattribut Trefferrate im Monitor Programmpuffer kann z.B. in mehreren Monitoren vorkommen. Wenn Sie die Schwellenwerte für dieses Attribut in einem dieser Monitore ändern, wird dies auch in allen anderen Monitoren geändert.

Einige Monitore wie der Monitor Availability und Performance Overview in der Monitorsammlung SAP CCMS Monitor Templates zeigen zunächst keine Daten an. Das kann daran liegen, dass es zum Start der zugrunde liegenden Datenkollektoren besonderer Einstellungen bedarf.

Zu Beginn verwenden Sie die vorkonfigurierten Monitore. Später können Sie auch Ihre eigenen Monitore anlegen, die genau die Daten anzeigen, die Sie für Ihre Überwachungsarbeit brauchen.

Die Abbildung „Monitorstruktur" zeigt die Baumstruktur eines Monitors. im Monitorbaum wird als Monitorbaumelement (MTE) bezeichnet.

Die Messwerte, die die Datenkollektoren ermitteln, werden auf unterster Ebene in den Blättern des Baumes dargestellt. Die Blätter werden Monitorattribute genannt.

Für ein Monitorattribut können Schwellenwerte hinterlegt werden. SAP stellt vorkonfigurierte Schwellenwerte bereit. Um den Monitor jedoch bestmöglich an Ihre Bedürfnisse anzupassen, sollten die Schwellenwerte überprüft und gegebenenfalls angepasst werden.

Monitorattribute werden auf zweitunterster Ebene durch Monitorobjekte gebündelt. So enthält das Monitorobjekt „Programmpuffer" u.a. die Attribute „Trefferrate" und „Swap".

Alle weiteren Knoten im Baum dienen nur dazu, die vielen Monitorobjekte logisch und übersichtlich zu gliedern, damit Sie das gewünschte Attribut leicht finden.

Ein CCMS-Alert-Monitor stellt verschiedene Teilbereiche der Überwachungsdaten dar. Ein Monitor kann dabei Daten aus mehreren SAP-Systemen darstellen.

Wie in der Abbildung „Layout eines Monitors" dargestellt, werden beim Öffnen eines Monitors die entsprechenden Monitoring-Daten in Form eines Baums angezeigt. Wenn Sie auf das Pluszeichen „(+") neben einem MTE klicken, können Sie den Baum bis zu den Blättern expandieren, bei denen es sich um die Monitorattribute handelt.

Einem Monitorattribut sind Alert-Schwellenwerte für das Auslösen von gelben und roten Alerts zugeordnet. Ist die Schwellenwertbedingung erfüllt, wird zunächst ein gelber, bei weiterer Verschlechterung ein roter Alert ausgelöst. Die Farbe des Monitorattributs wird an seinen übergeordneten Knoten im Baum propagiert, wobei der jeweils schwerwiegendere Alert (rot vor gelb) weitergeleitet wird. Dadurch ist bereits an der Wurzel des Baums zu erkennen, ob in diesem Baum ein Alert aufgetreten ist.

Alerts bearbeiten

Der Monitor unterstützt Sie in Ihrer täglichen Arbeit. Nachdem Sie den Monitor geöffnet haben, stehen Ihnen folgende Sichten zur Verfügung:

  • In der Sicht Aktueller Systemstatus wird der Monitor mit den neuesten Meldedaten angezeigt.

  • In der Sicht Offene Alerts wird ein Monitor mit nicht abgeschlossenen Alerts angezeigt.

Beispiel

In der vorangegangenen Nacht kann es zu Problemen gekommen sein, die nicht mehr auftreten. In der Sicht Aktueller Systemstatus ist das Monitorattribut grün, während es in der Sicht Offene Alerts rot angezeigt wird. Nachdem Sie sich vergewissert haben, dass aktuell keine Probleme vorliegen, können Sie sich anschließend den in der Vergangenheit aufgetretenen Problemen widmen.

Wie die Abbildung „Alert-Anzeige" zeigt, sehen Sie die ausgewählte Sicht im oberen Teil des Monitors. Sie können zwischen den Sichten wechseln, indem Sie in der Anwendungsfunktionsleiste die Drucktaste Aktueller Status oder Offene Alerts wählen.

Unter Offene Alerts können Sie Alerts, die in der Vergangenheit aufgetreten sind, einfach bearbeiten.

Durch Doppelklick auf ein MTE im Baum öffnen Sie den Alert-Browser, der eine Liste aller Alerts zu den ausgewählten MTEs und allen darunterliegenden Alerts im Baum anzeigt. Wenn Sie also auf die Wurzel im Baum doppelklicken, sehen Sie sämtliche Alerts im Baum, geordnet nach roten und gelben Alerts.

Wenn Sie einen Alert bearbeiten möchten, müssen Sie ihn auswählen. Sie wählen Analysemethode starten, um die Analysemethode zu starten, die dem MTE zugeordnet ist. Die Analysemethode ist ein spezielles Werkzeug, das Ihnen bei der Untersuchung von Problemen hilft. Dabei kann es sich um Transaktionen, speziell programmierte Funktionsbausteine oder URL-Aufrufe handeln. Daher müssen Sie sich nicht alle speziellen Werkzeuge merken, sondern einfach den CCMS-Alert-Monitor als zentralen Einstiegspunkt verwenden.

Nachdem Sie die Problemsituation geklärt haben, wählen Sie Zurück (F3), um zur Alert-Anzeige zurückzukehren. Wählen Sie anschließend Alerts erledigen. Der bearbeitete Alert wird aus der Liste gelöscht und in einer Datenbanktabelle gespeichert.

Verfahren Sie ebenso mit den verbliebenen Alerts, bis die Liste leer ist. Wenn Sie Ihren Monitor das nächste Mal verwenden, werden nur die neu aufgetretenen Alerts angezeigt.

Möchten Sie sich erledigte Alerts noch einmal anzeigen lassen, wählen Sie in der Alert-Anzeige Alert-Historie einblenden. Erledigte Alerts werden mit dem Status Done angezeigt.

Das System mit CCMS-Werkzeugen überwachen

Unternehmensszenario

Als Systemadministrator möchten Sie eine gute Performance für Geschäftsprozesse sicherstellen. Sie überwachen daher regelmäßig die SAP-Systeme in Ihrer Landschaft und ergreifen bei Bedarf vorbeugende Maßnahmen.

Schritte

  1. Öffnen Sie in CCMS-Monitorsammlungen (Transaktion RZ20) den Monitor Gesamtsystem aus der Monitorsammlung SAP CCMS Monitor Templates.

    1. Starten Sie in Ihrem SAP-System die Transaktion RZ20.

    2. Um die Gruppe SAP CCMS Monitor Templates zu expandieren, wählen Sie das Pluszeichen neben der Gruppe.

    3. Doppelklicken Sie auf die Monitordefinition Gesamtes System.

      Ergebnis

      Die Sicht Aktueller Systemstatus wird angezeigt.
  2. Ermitteln Sie in der Sicht Aktueller Systemstatus die aktuelle durchschnittliche Dialogantwortzeit für die Instanzen in Ihrem System.

    1. Expandieren Sie den Zweig <SID> → R/3 Services → Dialog → <Instance>, um das Monitorattribut ResponseTimeDialog zu finden.

      Untersuchen Sie das Attribut ResponseTimeDialog.

  3. Wählen Sie in der Sicht Offene Alerts alle Alerts bezüglich der Dialogantwortzeit aus, die in der Vergangenheit aufgetreten sind.

    1. Wählen Sie in der Anwendungsfunktionsleiste Offene Alerts.

    2. Doppelklicken Sie auf das Element ResponseTimeDialog.

      Ergebnis

      Alle Alerts zur Dialogantwortzeit werden auf dem Bild Alert-Anzeige angezeigt.
  4. Bearbeiten Sie einen Alert, indem Sie die Analysemethode aufrufen.

    1. Wählen Sie auf dem Bild Alert-Anzeige einen der Alerts aus der Liste aus.

    2. Wählen Sie Analysemethode starten oder doppelklicken Sie auf den Alert.

      Ergebnis

      Das System navigiert vom Monitor zu einer Analysefunktion, die die Details dieses Alerts anzeigt, sofern eine solche Funktion (Analysemethode) zugeordnet wurde.
    3. Um zur Alert-Anzeige zurückzukehren, wählen Sie oben rechts Beenden.

  5. Schließen Sie den Alert ab. Wird der abgeschlossene Alert noch in der Liste angezeigt? Wie können Sie sich den erledigten Alert wieder anzeigen lassen?

    Notiz

    Es sind nicht allen Attributen Analysemethoden zugeordnet. Falls Sie selbst geeignete Funktionen zur Analyse kennen, gibt es die Möglichkeit, diese den Attributen zuzuordnen. Diese Möglichkeit wird allerdings nicht im Rahmen dieser Schulung behandelt.

    1. Wählen Sie auf dem Bild Alert-Anzeige einen der Alerts aus.

    2. Notieren Sie sich das Datum und die Uhrzeit dieses Alerts.

    3. Wählen Sie Alerts abschließen.

      Ergebnis

      Der Alert wurde aus der Liste entfernt.
    4. Um den Alert erneut anzuzeigen, wählen Sie Alert-Historie anzeigen.

      Ihr abgeschlossener Alert hat nun den Status DONE.

      Hinweis

      Die noch nicht abgeschlossenen Alerts werden mit dem Status AKTIV angezeigt.

      Es werden möglicherweise noch weitere Alerts mit dem Status AUTO_COMPLETE angezeigt. Diese Alerts wurden automatisch vom System abgeschlossen, um Platz für neue Alert-Benachrichtigungen im Alert-Bereich des Monitorsegments zu schaffen.

Anhang: CCMS-Infrastruktur als zentrales System-Monitoring-Tool verwenden

Kunden, für die der Funktionsumfang dieser Monitoring-Infrastruktur ausreicht, können sie auch verwenden, um ein sogenanntes zentrales Monitoring-System (CEN) zu konfigurieren. Eine Systemlandschaft mit bis zu 100 Komponenten kann auf diese Weise mit einer Instanz überwacht werden, wie auf der folgenden Folie dargestellt.

Die Überwachung sollte möglichst effizient organisiert sein. Es ist für einen Administrator zeitlich nicht möglich, sich auf jeder Rechnerkomponente anzumelden, um deren Status zu überprüfen. Eine effiziente Überwachungsstruktur sollte die gesamte Systemlandschaft zentral auf einen Blick darstellen können. Im Fehlerfall wird der Verantwortliche automatisch benachrichtigt. Zur Fehleranalyse des Fehlers sollten Werkzeuge bereitgestellt werden, die systemübergreifend Detailinformationen zum Problem liefern.

Wie in der Abbildung Zentrales Monitoring dargestellt, bietet Ihnen die CCMS-Monitoring-Infrastruktur die Möglichkeit eines zentralen und effizienten Monitorings für SAP-Systeme.

Die Infrastruktur muss auf jeder Komponente, die zentral überwacht werden soll, vorhanden sein. Für SAP-Systeme mit einer Softwarekomponente SAP_BASIS ist dies automatisch der Fall. Der SAP Startservice (sapstartsrv) wird verwendet, um Komponenten zu verbinden, die SAP_BASIS nicht enthalten.

Durch die Infrastruktur sammelt jede Komponente ihre Monitoring-Daten selbst und speichert sie lokal im Hauptspeicher ab. Dieser Teil des Hauptspeichers wird Monitorsegment genannt und ist in seiner Größe konfigurierbar.

Ein SAP-System in der Systemlandschaft wird als zentrales Monitoring-System ausgewählt. Sein Releasestand sollte so hoch wie möglich sein und auch Hochverfügbarkeit bieten.

Hinweis

In großen Systemlandschaften empfehlen wir, ein separates System einzubinden, das nur für spezielle Aufgaben wie zentrales Monitoring, Zentrale Benutzerverwaltung (ZBV) und Transport Domain Controller verwendet wird. Aus Performancesicht nimmt die Arbeitslast des zentralen Monitoring-Systems nur unwesentlich zu, da die Sammlung von Monitoring-Daten in der Regel dezentral erfolgt.

Das zentrale Monitoring-System sammelt die Überwachungsdaten der Komponenten und stellt sie in verschiedenen Sichten dar. Der Administrator hat so einen zentralen Blick auf die gesamte Systemlandschaft. Im Fehlerfall kann der Administrator direkt aus dem zentralen Monitoring-System (per RFC) in die entsprechende Komponente springen, um ein Problem zu analysieren und zu lösen.

Hinweis

Wir empfehlen Ihnen, die Monitoring-Infrastruktur abhängig von Ihren Anforderungen und Ihrer Systemlandschaft stattdessen in einem SAP-Application-Lifecycle-Management-System wie SAP Solution Manager, SAP Focused Run oder SAP Cloud ALM zu verwenden.

Probleme mit SAP-Befehlszeilenprogrammen überwachen, analysieren, testen und beheben

SAP-Befehlszeilenprogramme – Übersicht

In diesem Abschnitt werden einige interessante Überwachungs- und Testwerkzeuge vorgestellt, die auf Betriebssystemebene verwendet werden können.

Arbeiten Sie mit Ihrem Benutzer <sid>adm auf Betriebssystemebene einer Ihrer SAP-Anwendungsserver- oder Central-Services-Instanzen, wechseln Sie in den Ordner /usr/sap/SYS/exe/run oder einen ähnlichen Ordner, und suchen Sie nach Programmen mit dem Namen *mon*. Sie finden viele interessante Monitoring-Tools.

Einige davon können verwendet werden, um Prozesse auf Betriebssystemebene zu überwachen. Andere sind nur für den SAP-Support vorgesehen. Zusätzlich stehen Testprogramme zur Verfügung, z.B. zum Testen der Logongruppen.

Notiz

Einige Tools wurden nicht offiziell freigegeben. Und sie sind möglicherweise nicht auf allen Plattformen verfügbar und es ist nur für Experten gedacht, sie bei ihrer Fehleranalyse zu unterstützen. Bevor Sie sie verwenden, stellen Sie sicher, dass Sie dazu berechtigt sind und über das entsprechende Wissen verfügen. Dies ist auch der Grund, warum es für einige von ihnen keine offizielle Dokumentation gibt. In der Regel enthalten diese Programme jedoch ein Menü, das selbsterklärend ist.

Wir möchten mit einer Liste der interessantesten Tools beginnen:

  • dpmon: Wird verwendet, um die Prozessübersicht einer Instanz im Textmodus abzurufen. Dispatcher-Monitor.
  • icmon: dient der Überwachung und Verwaltung des Internet Communication Manager (ICM). Wie Transaktion SMICM.
  • wdispmon: SAP Web Dispatcher Monitor program
  • gwmon: Überwacht das SAP-Gateway. Wie Transaktion SMGW.
  • msmon und msprot: Message-Server-Monitor-Utility
  • lgtst: Testprogramm für SAP Login Info (z.B. Logongruppen)
  • msprot: Messageserver-Testprogramm
  • esmon und es2mon: Überwachung des Enqueue-Servers und der Enqueue-Replikationsserver

Notiz

Meistens gibt es andere bevorzugte Tools, die von SAP bereitgestellt und empfohlen werden, z.B. vorhandene Transaktionen oder webbasierte Administrationsoberflächen. Die Verwendung von Befehlszeilenprogrammen kann hilfreich sein, wenn die zuvor genannten Werkzeuge nicht verfügbar sind oder aus einem bestimmten Grund nicht verwendet werden können.

SAP-Befehlszeilenprogramme – Tool starten

Um das Programm zu starten, wird in der Regel folgende Syntax verwendet:

<sapprogram> pf=<Profil>

Wir möchten die Syntax am Beispiel des Aufrufs des Programms msmon in einem System namens S4D und einem installierten zentralen Service namens ASCS10 auf dem Host s4dhost unter Linux erläutern:

msmon pf=/usr/sap/S4D/SYS/profile/S4D_ASCS10_s4dhost

Ein weiteres Beispiel ist der Aufruf des Programms dpmon in einem System namens S4D und einer Instanz namens D11, die auf dem Host s4dhost unter Linux installiert ist:

dpmon pf=/usr/sap/S4D/SYS/profile/S4D_D11_s4dhost

In der Regel verfügen die Werkzeuge über ein Menü mit verschiedenen Optionen.

Das Werkzeug dpmon ist instanzspezifisch und bietet ein Monitormenü, mit dem Sie Details zu den zugeordneten Workprozessen abrufen können. Darüber hinaus werden weitere Funktionen bereitgestellt, z.B. das Setzen des Neustartkennzeichens, das Generieren von Dump-Stacks, das Anlegen von Snapshots oder sogar das Stoppen von Workprozessen.

Notiz

Beachten Sie den SAP-Hinweis 42074 - Verwendung des R/3-Dispatcher-Monitors 'dpmon'.

SAP-Befehlszeilenprogramme – Verwendungsbeispiele

Im Folgenden finden Sie einige Beispiele, unter welchen Umständen es sinnvoll sein kann, SAP-Befehlszeilenprogramme zu verwenden:

  • Wenn Sie ein Standalone-Gateway (= Gateway-Instanz/SNA-Gateway) verwenden, müssen Sie den externen Gateway-Monitor gwmon verwenden, da die Transaktion SMGW nicht verfügbar ist.
  • Sie möchten testen, ob die definierten Anmeldegruppen mit lgtst korrekt funktionieren.
  • Sie müssen die Client-Load generieren, um zu prüfen, ob die Konfiguration die Anzahl der Requests verarbeiten kann, für die sie konfiguriert ist. icmon oder wdispmon.
  • Sie haben das Kennwort des Administrationsbenutzers vergessen, um die Web-Administrationsoberfläche für ICM oder SAP Web Dispatcher zu verwenden. icmon oder wdispmon.
  • Sie möchten den Enqueue-Replikationsserver auf Betriebssystemebene administrieren. esmon oder es2mon.
  • Aufgrund eines Systemstillstands benötigen Sie ein Werkzeug auf Betriebssystemebene, um die Workprozesse eines Anwendungsservers zu prüfen. dpmon.

SAP-Befehlszeilenprogramme – zusätzliche Informationen

  • SAP-Hinweis 42074 - Verwendung des R/3-Dispatcher-Monitors 'dpmon'
  • SAP-Hinweis 64016 - Verwendung des SAP-Gateway-Monitors GWMON
  • SAP-Hinweis: 64015 - Beschreibung des Testprogramms "lgtst"
  • help.sap.com: SAP Web Dispatcher → Administration des SAP Web Dispatchers → Allgemeine Administrationswerkzeuge des SAP Web Dispatchers → Verwendung der Kommandozeilenprogramme icmon und wdispmon