Alerts bilden ein zentrales Element der Überwachung. Fehler werden schnell und zuverlässig gemeldet, z. B. Werte, die über oder unter einem bestimmten Schwellwert liegen, oder eine IT-Komponente, die für einen festgelegten Zeitraum inaktiv ist. Diese Alerts werden im Alert Monitor angezeigt, was die Systemadministration entlastet, da sie statt endloser Systemdaten nur noch die Fehlermeldungen beobachten müssen.
Im Alert Monitor stehen Ihnen folgende Funktionen zur Verfügung:
- Mit dem Alert-Monitor können Sie eine vollständige und detaillierte Überwachung aller SAP- und Nicht-SAP-Systeme, der Hostsysteme und der Datenbank durchführen.
- Alle Fehler erzeugen Alerts, die in einer Baumstruktur angezeigt werden.
- Die Alerts enthalten ein Statuskennzeichen mit einer Farbe und einem numerischen Wert. Gelb steht für eine Warnung, Rot für ein Problem, und der numerische Wert zeigt den Schweregrad des gemeldeten Fehlers an. In der Baumstruktur werden die schwerwiegendsten Alerts in der Anzeigehierarchie nach oben vererbt. Wenn ein Baumknoten keinen Alert anzeigt, gibt es auch keinen Fehler im gesamten untergeordneten Zweig.
- Sie können den Alerts bestimmte Analyse- und Autoreaktionsmethoden zuordnen, die zu einer schnelleren Fehlerbearbeitung beitragen. Wenn Sie auf einen Alert doppelklicken, startet die Monitoring-Architektur die zugeordnete Analysemethode (z.B. die Jobverwaltungstransaktion für einen vorzeitig abgebrochenen Job). Eine Autoreaktionsmethode hingegen startet automatisch, sobald der Alert auftritt. Dazu gehört das Ausführen von Betriebssystembefehlen und das Senden einer E-Mail oder einer SMS-Nachricht an die Systemadministration.
- Der Alert Monitor enthält verschiedene Sichten, in denen entweder die aktuellen oder die offenen (d.h. nicht analysierten) Problemmeldungen angezeigt werden. Alerts werden ebenfalls archiviert.
- Schwellenwerte, Methoden und detaillierte Hilfe für viele Monitorattribute und drei umfangreiche Monitorsammlungen mit Monitoren für alle Aspekte des Systemmanagements sind auf der Grundlage von Best Practices in der Monitoring-Architektur vordefiniert und in jedem SAP-System verfügbar.
- Sie können alle Einstellungen individuell anpassen und eigene Monitore konfigurieren.
stellt vorkonfigurierte Monitorsammlungen bereit, die Sie sofort verwenden können. Wie in der Abbildung „CCMS-Monitor" dargestellt, bieten die CCMS-Monitorsammlungen (Transaktion RZ20) verschiedene Monitordefinitionen, mit denen Sie die Monitoring-Daten aus den Monitorsegmenten in einer Baumstruktur anzeigen können. Jede Monitorsammlung bündelt Monitordefinitionen, die verschiedene Teile der gesamten Monitoring-Architektur nach Themenbereichen anzeigen. Die Baumstruktur führt bei der Anzeige von vielen Messwerten zu einer übersichtlichen Darstellung.
- Monitorsammlung
Eine Monitorsammlung ist eine Sammlung verschiedener Monitore. Monitorsammlungen stellen in der Regel ein Produkt dar, das überwacht werden muss.
Die bereitgestellten Monitorsammlungen können je nach System unterschiedlich sein. Ein SAP-CRM-System enthält beispielsweise eine spezielle Sammlung zur Überwachung von CRM-Szenarien. Dazu gehören auch spezielle Datenkollektoren, die Ihnen SAP mit einem SAP-CRM-System vorkonfiguriert ausliefert.
- Monitordefinition
Eine Monitordefinition beschreibt die Auswahl von Monitorobjekten und Monitorattributen, die Sie genauer untersuchen möchten. Monitordefinitionen werden in der Transaktion RZ20 zu Monitorsammlungen gebündelt. Bei der Verwendung einer Monitordefinition werden die angeforderten Daten hier zusammengestellt und im entsprechenden Monitor angezeigt.
- Monitor
Ein Monitor ist die Anzeige der Monitorobjekte und Monitorattribute, die für die Anzeige in der Monitordefinition enthalten sind.
Die Monitoring-Daten zu einem Attribut können in mehreren Monitoren angezeigt werden. Das Monitorattribut Trefferrate im Monitor Programmpuffer kann z.B. in mehreren Monitoren vorkommen. Wenn Sie die Schwellenwerte für dieses Attribut in einem dieser Monitore ändern, wird dies auch in allen anderen Monitoren geändert.
Einige Monitore wie der Monitor Availability und Performance Overview in der Monitorsammlung SAP CCMS Monitor Templates zeigen zunächst keine Daten an. Das kann daran liegen, dass es zum Start der zugrunde liegenden Datenkollektoren besonderer Einstellungen bedarf.
Zu Beginn verwenden Sie die vorkonfigurierten Monitore. Später können Sie auch Ihre eigenen Monitore anlegen, die genau die Daten anzeigen, die Sie für Ihre Überwachungsarbeit brauchen.
Die Abbildung „Monitorstruktur" zeigt die Baumstruktur eines Monitors. im Monitorbaum wird als Monitorbaumelement (MTE) bezeichnet.
Die Messwerte, die die Datenkollektoren ermitteln, werden auf unterster Ebene in den Blättern des Baumes dargestellt. Die Blätter werden Monitorattribute genannt.
Für ein Monitorattribut können Schwellenwerte hinterlegt werden. SAP stellt vorkonfigurierte Schwellenwerte bereit. Um den Monitor jedoch bestmöglich an Ihre Bedürfnisse anzupassen, sollten die Schwellenwerte überprüft und gegebenenfalls angepasst werden.
Monitorattribute werden auf zweitunterster Ebene durch Monitorobjekte gebündelt. So enthält das Monitorobjekt „Programmpuffer" u.a. die Attribute „Trefferrate" und „Swap".
Alle weiteren Knoten im Baum dienen nur dazu, die vielen Monitorobjekte logisch und übersichtlich zu gliedern, damit Sie das gewünschte Attribut leicht finden.
Ein CCMS-Alert-Monitor stellt verschiedene Teilbereiche der Überwachungsdaten dar. Ein Monitor kann dabei Daten aus mehreren SAP-Systemen darstellen.
Wie in der Abbildung „Layout eines Monitors" dargestellt, werden beim Öffnen eines Monitors die entsprechenden Monitoring-Daten in Form eines Baums angezeigt. Wenn Sie auf das Pluszeichen „(+") neben einem MTE klicken, können Sie den Baum bis zu den Blättern expandieren, bei denen es sich um die Monitorattribute handelt.
Einem Monitorattribut sind Alert-Schwellenwerte für das Auslösen von gelben und roten Alerts zugeordnet. Ist die Schwellenwertbedingung erfüllt, wird zunächst ein gelber, bei weiterer Verschlechterung ein roter Alert ausgelöst. Die Farbe des Monitorattributs wird an seinen übergeordneten Knoten im Baum propagiert, wobei der jeweils schwerwiegendere Alert (rot vor gelb) weitergeleitet wird. Dadurch ist bereits an der Wurzel des Baums zu erkennen, ob in diesem Baum ein Alert aufgetreten ist.