Die Remote-Function-Call-Schnittstelle ist ein SAP-Schnittstellenprotokoll, das auf CPI-C und TCP/IP beruht. Damit wird die Programmierung von Kommunikationsabläufen zwischen verschiedenen SAP-Systemen vereinfacht. Per RFC können vordefinierte Funktionen auf einem entfernten SAP-System oder innerhalb desselben SAP-Systems aufgerufen und ausgeführt werden. RFCs übernehmen die Kommunikationssteuerung, die Parameterübergabe und die Fehlerbehandlung.
RFC beschreibt eine Schnittstelle und nicht die Programmiersprache, in der die aufgerufene Funktion ablaufen soll. Daher ist es möglich, per RFC auch Funktionen in Nicht-SAP-Systemen aufzurufen. Die Kommunikation per RFC zwischen zwei SAP-Systemen läuft so ab, dass aus dem aufrufenden SAP-System über eine im aufgerufenen SAP-System vorhandene RFC-Definition eine bestimmte Funktion angesteuert wird.
Wenn Sie externe Programme per Fernzugriff starten möchten, wird eine außerhalb des SAP-Systems liegende RFC-Schnittstelle benötigt. Diese hat zum Beispiel die Form einer einfachen Dynamic Link Library (DLL). Jede RFC-Schnittstelle ist bidirektional, so dass externe Programme auch über RFCs auf Funktionen in SAP-Systemen zugreifen können.
Notiz
Alle Funktionsbausteine (auch die remotefähigen) werden, zusammen mit ihren Import- und Exportparametern, über den Function Builder angelegt. Den Function Builder erreichen Sie im Menü SAP Easy Access über den Menüpfad Werkzeuge → ABAP Workbench → Entwicklung → Function Builder oder über den Transaktionscode SE37.
So rufen Sie einen RFC-Baustein in einem SAP-System auf:
Es muss eine technische Verbindung zwischen den beiden Systemen bestehen. Diese Verbindung wird als RFC-Destination bezeichnet.
Sie müssen die Import- und Exportparameter kennen (die im Function Builder definiert wurden), um den Remote Function Call ausführen zu können.
RFC-Destinationen
Remote-fähige Funktionsbausteine (Remote Function Calls – RFCs)