Ich habe einen Dispositionsbereich für einen Lagerort angelegt, der einer Fertigungslinie zugeordnet ist. Dort plane ich einige geringwertige Teile mit der Bestellpunktdisposition. Von Zeit zu Zeit kann unser Ersatzteillager jedoch nicht liefern, und es werden außergewöhnliche Kundenaufträge oder Reservierungen für diese Teile in unserem Produktionsstandort angelegt. Das wirft meine Planung aus. Gibt es eine Möglichkeit, diese Ausnahmebedarfe in die Nettobedarfsrechnung einzubeziehen ?
Die Bestellpunktdispositionsverfahren enthalten in der Regel keine Bedarfselemente. Die Nettobedarfsrechnung wird angestoßen, wenn der verfügbare Bestand den Meldebestand unterschreitet.
Um eine Überplanung zu vermeiden, werden Kundenaufträge, Sekundärbedarfe, Reservierungen usw. nicht in die Nettobedarfsrechnung einbezogen. Dies liegt daran, dass diese zukünftigen Bedarfe prinzipiell bereits durch den Meldebestand gedeckt sind.
Unter bestimmten Umständen, z.B. in einer oben beschriebenen Situation, kann es jedoch sinnvoll sein, bei der Bestellpunktdisposition bestimmte externe Bedarfe in die Nettobedarfsrechnung einzubeziehen.
Im Customizing der Dispositionsmerkmale für die Bestellpunktdisposition setzen Sie das Kennzeichen Externe Bedarfe berücksichtigen, um festzulegen, ob externe Bedarfe berücksichtigt werden sollen.
Für das Verfahren ohne externe Bedarfe liefert SAP die Standarddispositionsmerkmale VB für die manuelle Bestellpunktdisposition oder VM für die automatische Bestellpunktdisposition aus. Für ein Verfahren mit externen Bedarfen können Sie das Dispositionsmerkmal V1 für die manuelle Bestellpunktdisposition oder V2 für die automatische Bestellpunktdisposition wählen.
