Kalkulation

Objective

After completing this lesson, you will be able to die Kalkulation für die Auftragsart einrichten

Kalkulation

Im Unternehmen soll eine ordnungsgemäßes Controlling der Instandhaltungsaufträge als Teil des Gemeinkostencontrollings durchgeführt werden.

Hierzu soll die Kalkulation der Ressourcen des Auftrags eingerichtet werden. Weiterhin sollen für bestimmte Ressourcen Gemeinkostenzuschläge kalkuliert werden.

Fremdbeschaffte Leistungen und Materialien sollen als Obligo auf den Aufträgen ausgewiesen werden.

Organisationsebenen Finanzbuchhaltung und Controlling

Voraussetzungen

Die Instandhaltung ist als Teil der Logistik mit den Bereichen des Rechnungswesens integriert. Voraussetzung für ein funktionierendes Controlling der Instandhaltungsaufträge ist die korrekte Einrichtung der Organisationseinheiten in Finanzbuchhaltung und Controlling sowie die Einrichtung instandhaltungspezifischer Kostenstellen mit der zugehörigen Jahresplanung.

Mandant:
Der Mandant repräsentiert die Firma/den Konzern und bildet die Datenbasis für die gesamte Firma.
Kontenplan:
Jeder Buchungskreis im SAP-System verwendet Sachkonten aus genau einem Kontenplan. Innerhalb eines Kontenplans sind die Hauptbuchkonten eindeutig definiert. Die Identifikation der Kontenpläne ist frei definierbar.
Kostenrechnungskreis:
Innerhalb eines Kostenrechnungskreises kann eine vollständige, in sich abgeschlossene Kostenrechnung durchgeführt werden.
Zum Zweck der buchungskreisübergreifenden Kostenrechnung können mehrere Buchungskreise einem Kostenrechnungskreis zugeordnet werden.
Buchungskreis:
In der Buchhaltung werden die Geschäftsvorfälle grundsätzlich auf der Ebene des Buchungskreises erfasst, gespeichert, weiterverarbeitet und die Konten geführt. Sie können für jeden Mandanten mehrere Buchungskreise einrichten, um die Buchhaltung z.B. mehrerer selbständiger Landesgesellschaften gleichzeitig führen zu können. Es muss aber mindestens ein Buchungskreis eingerichtet werden.
Geschäftsbereich:
Der Geschäftsbereich repräsentiert eine organisatorische Einheit, für die ein internes Berichtswesen aufgebaut werden kann. Für einen Buchungskreis kann es mehrere Geschäftsbereiche geben, die jedoch für alle anderen Buchungskreise ebenfalls gelten. Daher müssen die Geschäftsbereiche in allen Buchungskreisen die gleiche Bedeutung haben. Die Nutzung dieser Organisationsebene ist optional. Sie werden die Geschäftsbereiche nutzen, wenn Sie nicht nur für Buchungskreise, sondern auch für zusätzliche interne Bereiche eine Bilanz sowie eine Gewinn-und Verlustrechnung erstellen wollen.

Kostenstellen

Kostenstellen in der Instandhaltung

Within the defined controlling area, two cost centers are relevant for plant maintenance in the course of internal activity allocation:

  • The cost center that provides a service (cost center for the work center)

  • The cost center that requests a service (cost center for the technical object)

Order values can be classified according to costs, services, and settlements, depending on the type of maintenance task (order type) and the processing phase of the maintenance order.

Abhängigkeiten von Leistungen, Kosten und Abrechnungen im Instandhaltungsauftrag

Controlling-Begriffe in der Instandhaltung

Terms in Maintenance are as follows:

  • Costs:

    Costs are generally the value-based consumption of production factors for activity output and input, and for securing the necessary capacity within the company.

  • Activities:

    Activities are the result of the combination of factors in the company; that is, the goods and services created during business.

  • Settlements:

    Settlements are complete or partial allocations of the costs determined for an object to another object. When resources are consumed, the maintenance order is debited with the cost of the resource consumption. The settlements credit the order by passing the costs on to another object.

  • Expenses and revenues:

    Costs for an order usually also represent expenses, while activities are not usually regarded as revenues, since they are not sold.

Wertefluss in Instandhaltungsaufträgen

Wertefluss in Instandhaltungsaufträgen

In the case of repair, inspection, or maintenance orders, the order is debited with planned costs when the required resources are dispatched. Each time resources are subsequently consumed, the order is debited with actual costs for the resource values. In the completion phase, the orders are credited by settlement with the resource consumption costs.

The following applies to refurbishment orders: When the required resources are dispatched, the order is debited with planned costs representing the value of these resources. Subsequently, each time the resource is consumed, the order is debited with the actual costs that correspond to the value of the resource. Following delivery of the refurbished material, the order is credited with the value of the material. During settlement, the balance of actual costs and services is allocated to the material.

Kosten in den Instanhaltungsprozessen

Abhängig von der Bearbeitungsphase des Auftrags können folgende Kosten unterschieden werden:

Schätzkosten:
Im Rahmen einer ressourcenneutralen Auftragsplanung, um das voraussichtliche Kostenvolumen eines Auftrags zu spezifizieren. Die Schätzkosten werden im Auftrag manuell eingetragen. Vor der Auftragsfreigabe können Schätzkosten in Form eines manuell eingegebenen Anhaltswertes eingegeben werden. Die Kostenschätzung kann als Gesamtschätzung für den Auftrag oder auf Basis von Wertkategorien (Eigenpersonal, Fremdpersonal, Eigenmaterial etc.) erfolgen. Schätzkosten werden für spätere Auswertungen ins Informationssystem (PMIS) fortgeschrieben.
Plankosten:
Bei der Einplanung von auftragsspezifischen Ressourcen (Arbeitsvorgänge mit Eigenleistung, Materialien, etc.) werden infolge der Kalkulation Plankosten des Auftrags automatisch ermittelt. Die Plankosten sind nicht manuell pflegbar.
Istkosten:
Infolge des Verbrauchs von Ressourcen (Eigenleistungen, Materialien, etc.) mit Bezug zu einem Auftrag wird der Auftrag im Rahmen der Kalkulation automatisch mit Istkosten belastet. Die Istkosten können nicht manuell eingegeben werden.

Kalkulation im Auftrag mit Vorgangskontierung (OAA / OLC)

Kalkulation im Auftrag mit Vorgangskontierung (OAA / OLC) (Operation Account Assignment, OLC steht für Operation Level Costing)

Bei der Vorgangskontierung können Instandhaltungsaufträge die Kostenkalkulation auf der Vorgangsebene durchführen. Dabei stehen alle Kontierungsmöglichkeiten zur Verfügung, die auch bei kopfkontierten Aufträgen verwendet werden. Damit ist eine höhere Flexiblilität bei der Kalkulation einzelner Aufgaben gegeben.

Sehr häufig besteht die Anforderung, einzelne Aufgaben separat zu kalkulieren, ohne jedoch die Aggregierung auf Auftragskopfebene zu verlieren. Weiterhin besteht auch bei Behörden oder externen Organisationen die Anforderung, Kosten detailliert zu erfassen und sie über Kategorien zu berichten, die nicht Teil der Geschäftsstrategie sind.

Ein Auftrag kann entweder kopf- oder vorgangskontiert sein. Eine Mischung ist nicht möglich.

Notiz

Bitte beachten Sie, dass die Kalkulation im Auftrag mit Vorgangskontierung sowohl via SAP GUI als auch via SAP Fiori zur Verfügung steht.

OAA / OLC-Erweiterung

Die OAA/OLC-Erweiterung berührt viele Aspekte der Prozesse im Asset Management. Der Systemstatus VKNT (vorgangskontiert) wird im Auftragskopf gesetzt, wenn der Vorgang das Kontierungsobjekt ist. Die Kontierungs- und Kostensicht befindet sich in einer speparaten Sicht innerhalb der Vorgangsdetaildaten. Auftragskosten bei Vorgangskontierung werden nur für Vorgänge gespeichert.

Die Vorgangskosten werden dann dynamisch auf Kopfebene summiert. Auf Auftragskopfebene werden keine Kosten gespeichert. Zur Nutzung dieser Erweiterung muss Business Function LOG_EAM_OLC aktiviert werden.

Schätzkosten

Für Aufträge mit Kontierung auf Vorgangsebene werden Schätzkosten nur auf Vorgangsebene manuell eingegeben, wobei der Kopf die Summe der Vorgänge anzeigt. Um die Handhabung zu vereinfachen, können Schätzkosten jederzeit bis zur Auftragsfreigabe mit der Drucktaste zum Kopieren der Schätzkosten aus den Plankosten kopiert werden.

Die Kopierfunktion funktioniert auch mit den üblichen kopfkontierten Aufträgen. Diese kopierte Version kann dazu verwendet werden, die Plankosten beispielsweise zum Zeit unkt der Auftragsfreigabe „einzufrieren".

Einkauf

Bestellanforderungen, die aus Aufträgen mit Kontierung auf Vorgangsebene erstellt wurden, verwenden den Ursprungsvorgang als Vorschlagskontierungsobjekt für die Position. Die Kontierung auf Vorgangsebene aus der Bestellanforderung wird automatisch an die Bestellung übergeben. Eine manuelle Kontierung auf den Vorgang ist ebenfalls möglich.

Warenbewegung

Materialreservierungen für einen Auftrag mit Kontierung auf Vorgangsebene verwenden den Ursprungsvorgang als Vorschlagskontierungsobjekt. Der Warenausgang für die Reservierung behält diesen Vorgang als Vorschlagskontierungsobjekt bei. Die Kontierung auf Vorgangsebene für ungeplante Warenbewegungen können Sie manuell durchführen.

Der Wareneingang für eine Bestellung behält den Urspungsvorgang als Kontierungsobjekt bei.

Abrechnungsvorschrift

Eine Abrechnungsvorschrift kann bei Aufträgen mit Vorgangskontierung nicht auf Kopfebene gepflegt werden, sondern werden ausschließlich auf Ebene der Vorgänge gepflegt.

Rechnungsbearbeitung

Die Rechnungserfassung für eine Bestellung behält die ursprüngliche Kontierung auf Vorgangsebene aus der Bestellung bei.

Gemeinkostenzuschläge

Neben der Bewertung der eingeplanten bzw. der verbrauchten Ressourcen eines Auftrags, die in Form von Plan- und Istkosten dargestellt wird und die Preise dieser Ressourcen berücksichtigt, ist eine Ermittlung von Gemeinkostenzuschlägen möglich.

Ein Gemeinkostenzuschlag ist ein pauschaler, prozentualer oder betragsmäßiger Aufschlag auf Einzelkosten, der eine verursachungsgerechte Zurechnung der Gemeinkosten auf Kostenrechnungsobjekte ermöglicht. Gemeinkostenzuschläge werden beispielsweise auf Kosten der Materialkostenstellen erhoben, indem sie entsprechend der Materialentnahmen für einen Auftrag diesem als Zuschlag belastet und den Materialkostenstellen gut geschrieben werden.

Weitere gebräuchliche Zuschläge sind Verwaltungs- und Vertriebsgemeinkostenzuschläge. Mit Hilfe dieser Zuschläge können im Auftrag nicht separat ausgewiesene, aber in Anspruch genommene Ressourcen wie Verwaltung, Transport oder Ähnliches ebenfalls monetär bewertet werden. Diese Kosten stellen dann, wenn sie sich auf geplante Ressourcen beziehen, weitere Plankosten, falls sie verbrauchte Ressourcen betreffen, zusätzliche Istkosten dar und werden als solche im Auftrag ausgewiesen.

Zuschläge auf Plankosten

Zuschläge auf Plankosten

Overheads on planned costs are determined as part of the standard cost estimate; that is, they are calculated automatically when you save the order or, if requested, during order processing when a specific cost determination function is executed. It is only possible to determine planned overheads if a costing sheet is entered in the planned costing variant that applies to the order type in question.

Zuschläge auf Ist-Kosten

Zuschläge auf Ist-Kosten

Actual overheads are also determined if a costing sheet is entered in the (actual) costing variant. However, overheads for consumed resources are not determined automatically for each consumption posting (confirmation, material withdrawal, and so on). You have to initiate this separately. Only then is the order debited with overheads on actual costs.

Obligos

Unter Obligo versteht man vertragliche bzw. dispositive Verpflichtungen, die buchhalterisch nicht erfasst werden, jedoch durch verschiedene Geschäftsvorfälle zu Istkosten führen. Das frühzeitige Erfassen und Analysieren der Verpflichtungen hinsichtlich ihrer kosten- und finanzbezogenen Auswirkungen, wie z.B. für Bestellungen, leistet die Obligoverwaltung.

Das Auftragsobligo gilt der gesonderten Fortschreibung und Überwachung bestimmter Ressourcen, insbesondere solcher, für die eine Fremdbeschaffung notwendig sind. Die Obligowerte werden begleitend zur Planung und Durchführung des Auftrags fortgeschrieben, d.h. sowohl die Plan- als auch Ist-Kalkulation beeinflusst den Obligobestand. Die Obligoverwaltung muss im Customizing für die jeweilige Auftragsart aktiviert werden.

Aufbau des Obligos

Building Up Commitments

The commitment data is built up when the scheduled order resources are valuated. Since the commitment value is not built up for internal activities, for example, it can be smaller than the planned costs of the order.

Aktualisierung des Obligos

Aktualisierung des Obligos

An increase in the order commitment can occur through certain actions performed after the order has been planned, such as the conversion of purchase requisitions into purchase orders, including a price increase, or the manual creation of purchase orders assigned to the order. As a result of these planning steps, the commitment values can exceed the planned costs.

Abbau des Obligos

Entsprechende mit Bezug zur Planung erfolgende Durchführungsschritte wie z.B.´Erfassung eines Wareneingangs mit Bezug zur Bestellung führen zum Abbau des Auftragsobligos. Dabei werden infolge der Istkalkulation die abzubauenden Obligowerte ermittelt. Idealererweise, wenn alle durch die Planung eingegangenen Verpflichtungen eingelöst werden, ist das Auftragsobligo gleich Null.

Customizing-Übersicht Kalkulation

Einstieg ins Customizing

SAP Menü → Werkzeuge → Customizing → IMG → Projektbearbeitung

oder Transaktion SPRO

Taste SAP Referenz IMG.

Auftragskalkulation

Customizing-SchrittPfad
Bewertungsvariante definierenInstandhaltung und KundenserviceInstandhaltungs- und ServiceabwicklungInstandhaltungs- und ServiceaufträgeFunktionen und Einstellungen der AuftragsartenKalkulationsdaten für Instandhaltungs- und ServiceaufträgeBewertungsvarianten definieren
Kalkulationsschema(Gemeinkostenzuschläge)Instandhaltung und KundenserviceInstandhaltungs- und ServiceabwicklungInstandhaltungs- und ServiceaufträgeFunktionen und Einstellungen der AuftragsartenKalkulationsdaten für Instandhaltungs- und ServiceaufträgeKalkulationsschema pflegen
Kalkulationsvariante zuordnenInstandhaltung und KundenserviceInstandhaltungs- und ServiceabwicklungInstandhaltungs- und ServiceaufträgeFunktionen und Einstellungen der AuftragsartenKalkulationsdaten für Instandhaltungs- und ServiceaufträgeKalkulationsparameter und Abgrenzungsschlüssel zuordnen
Kalkulationsvarianten pflegenInstandhaltung und KundenserviceInstandhaltungs- und ServiceabwicklungInstandhaltungs- und ServiceaufträgeFunktionen und Einstellungen der AuftragsartenKalkulationsdaten für Instandhaltungs- und ServiceaufträgeKalkulationsvarianten pflegen
Kostenarten Wertkategorien zuordnenInstandhaltung und KundenserviceInstandhaltungs- und ServiceabwicklungGrundeinstellungenEinstellungen für die Darstellung von KostenKostenarten Wertkategorien zuordnen
Kostenprofil (Wertkategorien)Instandhaltung und KundenserviceInstandhaltungs- und ServiceabwicklungGrundeinstellungenEinstellungen für die Darstellung von KostenVorschlagswerte für Wertkategorien definieren
KostenschätzversionInstandhaltung und KundenserviceInstandhaltungs- und ServiceabwicklungGrundeinstellungenEinstellungen für die Darstellung von KostenVersion für Kostenschätzungen zu Aufträgen festlegen
ObligoverwaltungInstandhaltung und KundenserviceInstandhaltungs- und ServiceabwicklungInstandhaltungs- und ServiceaufträgeFunktionen und Einstellungen der AuftragsartenAuftragsarten einrichten
Spezielle Auftragsarten: VorgangskontierungInstandhaltung und KundenserviceInstandhaltungs- und ServiceabwicklungInstandhaltungs- und ServiceaufträgeFunktionen und Einstellungen der AuftragsartenKosten auf VorgangsebeneKosteneinstellungen definieren

Kalkulation