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Alternative Komponenten anlegen

Objective

After completing this lesson, you will be able to alternative Komponenten anlegen

Alternative Komponenten

Die Konstruktionsabteilung kann beschließen, dass ein Material zu einem bestimmten Zeitpunkt durch ein anderes ersetzt werden soll.

Die Ersetzung eines Materials kann in folgenden Situationen notwendig sein:

  • Werden für eine Komponente die Sicherheitsanforderungen nicht mehr erfüllt, können neue Sicherheitsregelungen es erforderlich machen, dass die Komponente nach einer bestimmten Zeit ausgetauscht wird.
  • Ein kostenintensives Teil kann durch ein weniger teures Material ersetzt werden.

Die Auslaufsteuerung funktioniert für die langfristige Leitteileplanung und Bedarfsplanung auf identische Weise.

Arten der Auslaufsteuerung:

  • Einfachauslauf
  • Parallelauslauf

Beim Parallelauslauf wird eine Gruppe von Materialien durch eine andere ersetzt. Wenn also eine (Haupt-)Komponente ausläuft und deren verfügbarer Bestand null beträgt, muss auch eine andere (Sekundär-)Komponente auslaufen. Wenn beispielsweise eine bestimmte Schraubenmutter ausläuft, läuft auch die dazugehörige Schraube aus.

Bei einem Parallelauslauf wird eine auslaufende Komponente durch ein Nachfolgematerial ersetzt, wenn der Bestand des Auslaufmaterials auf Null geht. Eine parallele Komponente wird auch durch ein Folgematerial ersetzt.

Beim Parallelauslauf wird eine Gruppe von Materialien durch eine andere ersetzt. Wenn also eine (Haupt-)Komponente ausläuft und deren verfügbarer Bestand null beträgt, muss auch eine andere (Sekundär-)Komponente auslaufen. Wenn beispielsweise eine bestimmte Schraubenmutter ausläuft, läuft auch die dazugehörige Schraube aus.

Für den Parallelauslauf gelten die folgenden Voraussetzungen:

  1. Setzen Sie im Materialstammsatz der Hauptauslaufkomponente das Feld Ausgelaufen auf 1. Im Feld Folgevorgang erscheint 3 im Materialstammsatz der abhängigen ausgelaufenen Komponente.
  2. Definieren Sie in den Zusätzen für die Stücklistenposition eine Auslaufgruppe unter Ein-/Auslaufdaten. Diese frei wählbare Zeichenfolge enthält eine Zusammenfassung der zugehörigen und auslaufenden Positionen einer Stückliste. Sie können die auslaufende Hauptkomponente (zusammen mit den Sekundärkomponenten) über die gleiche Auslaufgruppe angeben.

Notiz

Sie können außerdem die Nachfolgekomponente(n) über das Feld Nachfolgematerial definieren. Die Nachfolgergruppe enthält eine Zusammenfassung der zugehörigen Nachfolgepositionen in einer Stückliste. Diese Nachfolgergruppe bestimmt, welche Nachfolgepositionen die auslaufenden Positionen ersetzen. Die Zeichenfolge der Nachfolgergruppe muss mit der Zeichenfolge der auslaufenden Gruppe übereinstimmen.

Alternativpositionen

Im Detailbild müssen Sie ein Auslaufkennzeichen, ein Kürzel für die Auslaufgruppe und für die Nachfolgegruppe definieren.

In einer Alternativpositionsgruppe sind Alternativpositionen in einer Positionsliste zusammengefasst. Alle Baugruppenmaterialien können in der Alternativpositionsgruppe erfasst werden. Wenn Sie eine Alternativpositionsgruppe anlegen, wird ein weiteres Dialogfenster mit der Rangfolge, Strategie und Einsatzwahrscheinlichkeit angezeigt.

Die Abbildung zeigt ein Beispiel für einen Auslauf in Abhängigkeit von Strategien.

Alternativpositionen können in den folgenden Situationen gepflegt werden:

  • Alternativpositionen mit vorgegebener Einsatzwahrscheinlichkeit:

    Diese Alternativpositionen enthalten eine bestimmte Einsatzwahrscheinlichkeit. Legen Sie eine Einsatzwahrscheinlichkeit für jede Alternativposition in einer Gruppe an, sodass in der Bedarfsplanung ein Sekundärbedarf angelegt und im Fertigungsauftrag in eine Reservierung geändert wird.

  • Alternativpositionen als Information:

    Sie können eine Alternativposition auch zu Informationszwecken anlegen. Die Informationen werden z.B. nur im Falle von Fehlteilen referenziert. Da für diese Position weder ein Sekundärbedarf noch eine Reservierung erfolgen, erzeugen Sie keine Einsatzwahrscheinlichkeit.

Retrograde Entnahme

Die retrograde Entnahme erfolgt nach den folgenden Einsatzwahrscheinlichkeiten:

Entnahme nach Einsatzwahrscheinlichkeit:

Geben Sie für alle Positionen, die Sie reservieren möchten, folgende Informationen an:

  • Strategie (Wert „1" oder keine Eingabe)
  • Rangfolge (beeinflusst nur die Sortierung der Materialien)
  • Einsatzwahrscheinlichkeit

Entnahme nach 100%iger Verfügbarkeit:

Geben Sie für alle Positionen, die Sie reservieren möchten, folgende Informationen an:

  • Rangfolge

    Wenn Sie keine Rangfolge angeben, überprüft das System die Positionen in der Reihenfolge, in der sie für die Verfügbarkeitsprüfung übergeben werden (Wert „1" oder keine Eingabe).

  • Strategie (Wert „2")
  • Einsatzwahrscheinlichkeit

Entnahme nach 100%iger Verfügbarkeit (Strategie 2):

Bei dieser Strategie wird die Verfügbarkeitsprüfung gemäß der ATP-Logik in der angegebenen Rangfolge ausgeführt.

Nachfolgend sehen Sie ein Beispiel für einige Einsatzwahrscheinlichkeiten für die Entnahme:

Bruttobedarf: 100 Stück

Einsatzwahrscheinlichkeiten für die Entnahme

MaterialPlanverwendung

Wahrscheinlichkeit

RangfolgePlan-

Bedarfsmenge

ATP-

Menge

Retrograde Entnahme

Menge

A20120300
B30230150100
C503501800

Im Beispiel werden die Alternativpositionen wie folgt ermittelt:

  • Das erste Material in der Rangfolge (das den Bedarfstermin zu 100 % erfüllt) wird in der gewünschten Menge reserviert (Material B).
  • Nachdem für einen Fertigungsauftrag eine Teilrückmeldung erfolgt ist, finden für weitere Teilrückmeldungen zu diesem Fertigungsauftrag keine weiteren Prüfungen statt. Etwaige zukünftige Teilrückmeldungen erfolgen von der Alternativposition, von der die erste Rückmeldung erfolgte.
  • Wenn (mit Strategie 2) keine der Alternativpositionen die Anforderungen von 100 % erfüllt, meldet die Verfügbarkeitsprüfung jede verfügbare Menge zurück. Daraufhin erfolgt eine Reservierung für die verfügbare Menge.

Mit alternativen Komponenten arbeiten

Sehen Sie sich das folgende Video an, und verstehen Sie die Verwendung alternativer Komponenten.

Mit Auslaufsteuerung arbeiten

Sehen Sie sich das Video an, und erfahren Sie, wie die Auslaufsteuerung funktioniert.