Einführung
Notiz
Die Struktur von Servicebelegen
Ein Servicebeleg in SAP S/4HANA besteht aus einem Kopf, der Daten enthält, die für den gesamten Servicebeleg gültig sind. Beispiele für diese Daten sind der Auftraggeber, die Priorität und eine externe Referenznummer.
Neben den Kopfdaten enthält ein Servicebeleg eine oder mehrere Positionen. Serviceprodukte, Ausgaben und Ersatzteile (Ersatzteile) sind Beispiele für Positionsarten, die ein Servicebeleg enthalten kann. Beispiele für Daten, die auf Positionsebene gespeichert werden, sind der Positionsstatus und die Preisfindungsdetails für eine bestimmte Position.

In SAP S/4HANA sind Konfigurationselemente verfügbar, um Servicebelege sowohl auf Kopf- als auch auf Positionsebene zu steuern.
Jeder Servicebeleg in SAP S/4HANA Service wird basierend auf einer bestimmten Vorgangsart (d.h. ähnlich einer Belegart) angelegt, die im Customizing für die entsprechende Art von Servicebeleg (z.B. Serviceauftrag oder Servicevertrag) eingerichtet wurde. Dies ist das Hauptelement, das zur Steuerung eines Servicebelegs auf Kopfebene verwendet wird.
Positionen werden hauptsächlich über Positionstypen (manchmal auch Positionsarten genannt) gesteuert. Weitere Informationen hierzu finden Sie in einer weiteren Lektion.
Vorgangsarten konfigurieren
Ein Beispiel für eine (SAP-Standard-)Vorgangsart für Serviceaufträge ist SRVO (Serviceauftrag), die für einen normalen Serviceauftrag und auch für einen Reparaturauftrag in einem Reparaturprozess verwendet werden kann.
Sie können zusätzliche Vorgangsarten konfigurieren, um bestimmte Anforderungen für einen Servicevorgang zu erfüllen. In dieser Lektion werden die Vorgehensweise und (einige) der Möglichkeiten beschrieben, die SAP S/4HANA in diesem Bereich bietet.

Um eine Liste aller verfügbaren Vorgangsarten in SAP S/4HANA anzuzeigen, navigieren Sie im Customizing zu SAP Customizing Einführungsleitfaden→Service→Vorgänge→Grundeinstellungen→Vorgangsarten definieren.
Jede Vorgangsart ist einem führenden Geschäftsvorgangstyp zugeordnet (dem Feld Führender Vorgangstyp in der Definition der Vorgangsart), der den führenden Geschäftskontext angibt, in dem eine Vorgangsart verwendet werden kann (z.B. eine Serviceanforderung oder ein Serviceauftrag). Serviceauftr./-angebot (BUS2000116) ist ein Beispiel für einen Geschäftsvorgangstyp.
Notiz
Ob eine Vorgangsart verwendet wird, um entweder ein Serviceauftragsangebot oder einen Serviceauftrag darzustellen, ist nicht in der Vorgangsart selbst konfiguriert. Nur wenn alle Positionstypen, die für eine bestimmte Vorgangsart verwendet werden, als 2 Ist ein Angebot konfiguriert sind, wird diese Vorgangsart verwendet, um ein Angebot darzustellen.
Prüfen Sie z.B. die Definition des Positionstyps SRQS (Verkaufsposition), um zu sehen, dass er als 2 Ist ein Angebot konfiguriert ist.
Vorgangsarten enthalten auch eine Beschreibung und Einstellungen für die Nummerierung der Belege und ihrer Positionen. Um Nummernkreise für Vorgangsarten zu definieren, navigieren Sie im Customizing zu SAP Customizing Einführungsleitfaden→Service→Vorgänge→Grundeinstellungen→Nummernkreise definieren.

Bei der Konfiguration einer neuen Vorgangsart im System (möglicherweise weil Einstellungen erforderlich sind, die von denen der standardmäßig verfügbaren Vorgangsarten abweichen), ist es möglich, mit dem Kopieren einer vorhandenen Vorgangsart zu beginnen. Bei Bedarf kann auch ein vollständiger neuer Eintrag hinzugefügt werden.

Die neue Vorgangsart wird hinzugefügt, Grundeinstellungen werden eingegeben (wie die erforderlichen internen und ggf. externen Nummernkreise und die Einstellungen für die Positionsnummerierung usw.). Anschließend wird der führende Geschäftsvorgangstyp eingegeben (das Feld Führender Vorgangstyp in der Definition der Vorgangsart). Auch hier wird der Geschäftskontext angegeben, in dem die Vorgangsart verwendet werden kann.
Einer Vorgangsart können mehrere Vorgangstypen zugeordnet werden, aber nur einer ist als führender Vorgangstyp eingerichtet. Der führende Vorgangstyp dient als Präferenz: ein Vorgang mit einer Vorgangsart, die die Geschäftsvorgangstypen Serviceauftrag/-angebot hat. (BUS2000116) und Verkauf (BUS2000115) gepflegt, aber mitServAuftr./-angebot (BUS2000116) als führende Kategorie, würde z.B. während der Vorgangsbearbeitung als Serviceauftrags-/Serviceangebotsvorgang und nicht als Verkaufsvorgang angezeigt werden.
Für jeden zugeordneten Geschäftsvorgangstyp sind spezifische Konfigurationsfelder verfügbar. Ein Beispiel ist das Belegschema. (Belegschema), das für den Geschäftsvorgangstyp Verkauf (BUS2000115) verfügbar ist.
Neben diesen Grundeinstellungen werden einer Vorgangsart verschiedene Profile zugeordnet. Beispiele sind Profile für die Textfindung und für die Ermittlung der verfügbaren Partnerrollen im Beleg, der mit der Vorgangsart angelegt wurde. Ein Statusprofil und ein Terminprofil sind weitere Beispiele für Profile, die einer Vorgangsart zugeordnet sind. Einige davon werden später näher erläutert. In Lektion 8 dieses Kapitels finden Sie beispielsweise nähere Informationen hierzu.
Eine Vorgangsart enthält auch eine Einstellung für die Vertragsfindung: Soll das System beim Anlegen eines Serviceauftrags nach einem vorhandenen Vertrag suchen und diesen zuordnen? Wenn ja, sollte das System außerdem nach einem vorhandenen Kontrakt auf Kopf- oder Positionsebene suchen? Die Einstellung steuert auch, ob ein eindeutiger Vertrag automatisch zugeordnet werden soll oder nicht.
Zusammenfassung
- Jeder Servicebeleg in SAP S/4HANA Service wird basierend auf einer bestimmten Vorgangsart angelegt, die im Customizing für die entsprechende Art von Servicebeleg eingerichtet wurde. Dies ist das Hauptelement, das zur Steuerung eines Servicebelegs auf Kopfebene verwendet wird.
- Jede Vorgangsart ist einem führenden Geschäftsvorgangstyp zugeordnet, der den führenden Geschäftskontext angibt, in dem eine Vorgangsart verwendet werden kann.
- Die drei Hauptprozessschritte bei der Konfiguration einer Vorgangsart sind: Vorgangsart definieren, Geschäftsvorgangstypen zuordnen, Beleg/Prozess auf Kopfebene anpassen.
- Einer Vorgangsart können mehrere Vorgangstypen zugeordnet werden; nur einer ist als führender Vorgangstyp eingerichtet, der bevorzugt ist.
- Einer Vorgangsart können verschiedene Profile zugeordnet werden, z.B. ein Profil für die Textfindung und ein Statusschema.