Die Materialbedarfsplanung erkunden

Objective

After completing this lesson, you will be able to einen Materialbedarfsplanungslauf (MRP-Lauf) ausführen

Materialbedarfsplanung (MRP)

Um sein Verständnis mit Billies Anleitung zu vertiefen, geht Trent nun in die nächste Phase des Plan-to-Produce-Prozesses ein und konzentriert sich auf die Materialbedarfsplanung.

Billie ist nicht nur ein Experte, sondern sie ist dafür verantwortlich, dass die Bike Company alle wesentlichen Materialien, wie Rohstoffe und Baugruppen, zur richtigen Zeit und in der richtigen Menge zur Verfügung hat. Ihre Rolle spielt bei der Erfüllung der Kundenanforderungen eine entscheidende Rolle. Sie ist dabei, diese praktischen Erfahrungen mit Trent zu teilen.

Materialbedarfsplanungslauf ausführen

Fragen Sie sich, wie die Materialbedarfsplanung funktioniert?

Lassen Sie uns einen tieferen Einblick in den Prozess erhalten.

Schritte

  1. Stücklistenauflösung und Terminierung

    Der erste Schritt in der Materialbedarfsplanung heißt Stücklistenauflösung und Terminierung.

    Ein Fertigerzeugnis besteht in der Regel aus mehreren Baugruppen, Unterbaugruppen bis hinunter zur Rohstoffebene. Alle Komponenten, die zur Fertigung eines Fertigerzeugnisses benötigt werden, werden in einer Stückliste definiert, kurz: Stückliste.

    Während der Stücklistenauflösung generiert das System eine Liste aller Komponenten und Komponentenmengen, die für die Herstellung eines Fertigerzeugnisses erforderlich sind.

    Daher analysiert das System die Struktur eines Fertigerzeugnisses. In der Stückliste eines Fertigerzeugnisses können Sie sowohl Rohstoffe als auch Baugruppen pflegen. Letztere haben eine eigene Stückliste. Der Prozess wird fortgesetzt, bis eine Baugruppe nur Rohstoffe in ihrer Einzelstückliste hat.

    Fragen, die bei der Rückwärtsterminierung gestellt werden

    • Wann findet die Endfertigung statt?
    • Wann werden Komponenten benötigt?
    • Wann muss die Beschaffung beginnen?
    Die Abbildung zeigt ein Beispiel für die Rückwärtsterminierung ausgehend von einem Bedarf. Weitere Informationen finden Sie im folgenden Text.

    Ausgehend von der Stückliste entscheidet das System dann, wann die einzelnen Komponenten verfügbar sein sollen.

    Rohstoffe können beispielsweise früher benötigt werden, da sie zur Herstellung einer Baugruppe verwendet werden. Baugruppen werden später verwendet, wenn das Endprodukt montiert wird.

    Ausgehend vom Bedarfstermin eines Fertigerzeugnisses, das aus einem Kundenauftrag oder Primärbedarf resultiert, verwendet das System die Liste der relevanten Komponenten und berechnet das Datum, an dem sie benötigt werden. Dieser Prozess wird als Rückwärtsterminierung bezeichnet.

    Ziel der Rückwärtsterminierung ist es, für jede Produktions- oder Beschaffungsaktivität die richtigen Start- und Endtermine zu berechnen. Damit das Fertigerzeugnis zum Wunschtermin verfügbar ist und die Baugruppen und Rohstoffe so kurz wie möglich vorrätig sind.

  2. Nettobedarfsrechnung

    Der zweite Schritt der Materialbedarfsplanung heißt Nettobedarfsrechnung.

    Nach der Stücklistenauflösung und -terminierung führt die Materialbedarfsplanung eine Nettobedarfsrechnung durch, um zu entscheiden, ob es Unterdeckungen an Baugruppen und/oder Rohmaterialien gibt.

    Für jedes Material vergleicht das System die Summe aller Zugänge mit der Summe aller Bedarfe. Im Falle einer Unterdeckung berechnet das System die Menge der Baugruppe oder des Rohstoffs, die zur Behebung dieser Unterdeckung erforderlich ist.

    Ich möchte Ihnen diesen Schritt anhand von zwei Szenarien veranschaulichen.

  3. Erzeugung von Nachschubelementen

    Der dritte Schritt der Materialbedarfsplanung ist das Anlegen von Nachschubelementen.

    Nachdem die Mengen ermittelt wurden, die aufgefüllt werden müssen, besteht der nächste Schritt darin, Nachschubelemente anzulegen.

    In der Regel werden fehlende Rohstoffe von externen Lieferanten beschafft, und fehlende Baugruppen werden eigengefertigt.

    Um die Beschaffung anzustoßen, legt der MRP-Lauf Bestellanforderungen an, die von der Materialwirtschaftsabteilung bearbeitet werden.

    Um die Eigenfertigung auszulösen, legt der MRP-Lauf Planaufträge an, die in Fertigungsaufträge umgesetzt werden, die von der Produktionsabteilung verarbeitet werden.

    Für das erste Szenario generiert der MRP-Lauf also eine Bestellanforderung von 100 Ketten, die die Verkaufsabteilung von einem oder mehreren Lieferanten beschaffen muss. Im zweiten Szenario generiert der MRP-Lauf Planaufträge, um den Rahmennachschub anzustoßen.

    Zusammenfassend berechnet die Materialbedarfsplanung, wann welches Material benötigt wird, und legt im Falle einer Unterdeckung entsprechende Nachschubelemente an.

Planprimärbedarfe anlegen

Folgen Sie Billie beim Anlegen von Planprimärbedarfen im System.

Den MRP-Live-Planungslauf ausführen

Unterstützung von Billie bei der Ausführung des MRP-Live-Planungslaufs