Das Grundprinzip des PIT besteht darin, einen Infotyp zu definieren, dessen spezifische Felder den Ergebnissen einer oder mehrerer Lohnarten in der Abrechnung entsprechen.
Um die Ergebnisse von (technischen) Lohnarten aggregieren zu können, werden in einem Zwischenschritt Auswertungslohnarten (EWTs) definiert. EWTs dienen zur Definition der Abrechnungsinfotypen.
Sie können EWTs beispielsweise verwenden, um PITs zu definieren, wie in der folgenden Tabelle dargestellt:
Abrechnungsinfotypen
| Lohnart | EWT | PIT |
|---|
| /101 (Brutto/Arbeitnehmer) | Brutto/AG - EWT | Brutto/ER-PIT |
| /262 (Brutto/Sozialbeitrag/AG) | Brutto/AG - EWT | - |
Die technischen Lohnarten/101 und /262 werden beide in EWT-Brutto/ER-EWT geschrieben. In diesem Fall enthält der Abrechnungsinfotyp Brutto/ER-PIT nur diese Auswertungslohnart.
PITs haben wie alle anderen Infotypen der Personaladministration drei Unterstrukturen (Schlüsselfelder/PAKEY, Verwaltungsfelder/PSHD1 und infotypspezifische Felder/PSnnnn). Die infotypspezifischen Felder sind in der Unterstruktur PSnnnn enthalten.
Bei Abrechnungsinfotypen enthält PSnnnn zusätzliche abrechnungsspezifische Felder (z.B. laufende Nummer und MOLGA), die beim Anlegen eines PIT automatisch angelegt werden.
Die infotypspezifischen Felder eines PIT sind im Include CI_Pnnnn enthalten. Diese Felder entsprechen den im Customizing definierten EWTs.
Die Struktur der für die USA vorkonfigurierten Infotypen (z.B. 0446) enthält zusätzlich folgende Schlüsselfelder:
Kumulierte Abrechnungsinfotypen
Abhängig von den Reports, die Sie benötigen, können Sie Abrechnungsergebnisse kumulieren und anschließend in Abrechnungsinfotypen importieren. In diesem Fall müssen Sie kumulierte Abrechnungsinfotypen definieren.
Bei der Definition von kumulierten Abrechnungsinfotypen können Sie festlegen, welche Beträge in die PIT einfließen und wie viele Infotypsätze (bezogen auf die Abrechnungsperiode) angelegt werden.
Sie können ZIT-Datensätze ohne Kumulation anlegen. In diesem Beispiel enthält jeder Satz die Summe, die für die entsprechende Abrechnungsperiode gezahlt wurde.
Ein Beispiel für PIT-Datensätze ohne Kumulation ist:
Beispiel für kumulierte PIT-Datensätze:
In kumulierten PIT-Datensätzen enthält jeder Satz immer die kumulierten Abrechnungswerte.
Wenn kumulierte PITs eingerichtet werden, müssen Sie die Zuordnung zu EWTs nicht mehr definieren. Diese Zuordnung wird aus PITs übernommen, die nicht kumuliert werden.
PIT-Erstellung
PITs werden im Customizing des HR-Informationssystems angelegt.
Um einen PIT anzulegen, wählen Sie im Customizing Personalmanagement → Personalinformationssystem → Abrechnungsergebnisse.
Um mit vorkonfigurierten Abrechnungsinfotypen arbeiten zu können, müssen Sie einige der folgenden Customizing-Aktivitäten ausführen:
- EWTs definieren
- Lohnarten zuordnen
- Abrechnungsinfotypen einrichten
- Zuordnung zur Personalabrechnung einrichten
Definition – EWTs
Eine EWT besteht aus einer oder mehreren Lohnarten und wird zur Definition von PITs verwendet. Eine EWT kann Beträge oder Zahlen enthalten und wird basierend auf einer Lohnart angelegt, die in der Personalabrechnung verwendet wird.
In diesem Schritt können Sie EWTs definieren. Die Definition von EWTs ist länderspezifisch; sie wird durch die MOLGA definiert.
Lohnarten – Zuordnung
In diesem Arbeitsschritt bestimmen Sie die (technischen) Lohnarten, die in einer EWT erfasst werden. Die technischen Lohnarten werden aus den Abrechnungsergebnissen bezogen.
Abrechnungsinfotypen – Einrichten
In diesem Schritt können Sie den Zählpunkt definieren, indem Sie ihm EWTs zuordnen. Anschließend generieren Sie den PIT, und die entsprechenden Dynpros und Tabellen werden generiert.
Hinweis
Als Infotypnummern können Sie nur Einträge aus dem Kundennamensraum (9nnn) verwenden.
Abrechnungszuordnung einrichten
In diesem Schritt können Sie den generierten PIT aktivieren, indem Sie das Feld Generieren in der Tabelle Sicht "Abrechnungsinfotypen" ändern: Übersicht auswählen. Sobald der PIT auf aktiv gesetzt wurde, können Sie ihn testen, um sicherzustellen, dass er korrekt funktioniert.
Führen Sie die folgenden Schritte aus, um den PIT zu testen:
- Abrechnungsergebnisse manuell aus Abrechnungsclustertabellen in die PIT (RPABRI00) übernehmen.
- Lassen Sie sich den Inhalt der entsprechenden Datenbanktabellen (PA9*) über SE16 anzeigen und vergleichen Sie den Inhalt mit den Werten in den entsprechenden Abrechnungsclustern (z.B. mit RPCLSTRD für Deutschland).
- Zeigen Sie die Werte in den PIT-Feldern mithilfe der Personalstammdaten der entsprechenden Personen an.
Um sicherzustellen, dass der PIT automatisch mit Daten gefüllt wird, geben Sie den PIT in der Customizing-Aktivität Zuordnung zur Abrechnung einrichten ein.