Stammdaten für die Kostenberechnung verwalten

Objective

After completing this lesson, you will be able to beschreiben Sie den Kostenberechnungsprozess und die Stammdaten.

Kostenberechnungen

Die Abbildung zeigt die Integration der Kostenberechnung und -abrechnung in den gesamten Transportprozess.

Der Schwerpunkt dieses Kurses liegt auf Folgendem:

  • Stammdaten für Kostenberechnung
  • Kostenberechnung
  • Frachtabrechnungsprozesse

Der Schwerpunkt dieses Kurses liegt nur auf der Einkaufsseite. Die Kostenberechnung und -abrechnung in Bezug auf Speditionsaufträge (Verkaufsseite) wird nicht abgedeckt.

Übersicht über die Lösung für das Transportkostenmanagement

Die Abbildung zeigt eine Übersicht über die Lösung für das Transportkostenmanagement.

Beispiele für mögliche Szenarien

  • Ein Verlader sendet eine Anfrage an einen Spediteur für ein Angebot, ein Produkt von einem Verteilzentrum an einen Kunden zu senden.
  • Ein LDL erhält eine Buchungsanfrage, um einen Container von einem Hafen zu einem anderen zu transportieren.
  • Ein Verlader sendet eine Anfrage an einen Spediteur, ein Produkt aus dem Fertigungswerk in ein Distributionszentrum zu bewegen.
  • Ein Verlader sendet eine Serviceanforderung an einen Dienstleister, um transportbezogene Serviceaufgaben (Zusatzleistungen) auszuführen, z.B. Containerreinigung und Zollabwicklung.

Die Kosten werden anhand von Bedingungen im Business Rule Framework, den Stammdaten der Kostenberechnung und Konfigurationselementen ermittelt.

Die berechneten Kosten werden an den anfordernden Beleg zurückgesendet.

Die Kostenberechnung liefert auch Informationen über die Kostenart, den Kostentyp oder den Untertyp, sodass die empfangenden Buchhaltungsprozesse die Organisationseinheit, die Kosten oder den Erlös und das Sachkonto ermitteln können.

Der Transportkostenberechnungsprozess ermittelt die Frachtkosten für ein bestimmtes Transportszenario.

Notiz

Szenarios, die sich auf LDLs beziehen, sind in diesem Kurs nicht detailliert beschrieben.

Gebührenanforderungen

Die berechnete Kostenanfrage kann aus den folgenden SAP-TM-Belegen stammen:

  • Frachtauftrag
  • Frachtbuchung
  • Serviceauftrag
  • Klärungsfall
  • Frachtvereinbarungsanfrage
  • Speditionsangebot
  • Speditionsauftrag
  • Speditionsabrechnungsbeleg
  • Frachtabrechnungsbeleg

Stammdatenstruktur

Kostenmanagement-Stammdaten

Die Abbildung zeigt die Struktur der Stammdaten.

Das System berechnet Transportkosten anhand der folgenden Stammdaten im Kostenmanagement:

Staffelvorlage

Eine Staffelvorlage kann verwendet werden, um die Staffel einfach anzulegen.

Staffel

Eine Staffel ist eine Dimension einer Tarifpreistabelle.

Tarifpreistabelle

Ein Tarifpreis ist ein Preis für eine bestimmte Transportdienstleistung, der nur für den Zeitraum gültig ist, der durch seine Gültigkeit definiert ist. Ein Tarifpreis wird in einer Tarifpreistabelle aufgelistet. Hier werden die Frachtraten basierend auf den Staffelspezifikationen gepflegt.

Kostenarten

Die Kostenart beschreibt eine bestimmte Gebühr. Beispiel: Transport (Transport), BAF (Bunkeranpassungsfaktor) oder FSC (Treibstoffzuschlag).

Berechnungsschema

Das Kostenberechnungsschema ist eine hierarchische Tabelle, die zur Berechnung von Transportkosten verwendet wird. Sie kombiniert die für einen Beleg zulässigen Kostenarten und die Reihenfolge, in der das System diese Kostenarten bei der Berechnung berücksichtigt.

Frachtvereinbarung

Eine Frachtvereinbarung beschreibt das Vertragsverhältnis zwischen dem Frachtdienstleister (oder Kunden) und der anfordernden Organisationseinheit. Sie enthält Zahlungsbedingungen, Limits, Gültigkeitszeitraum und gültige Berechnungsschemas. Es können Informationen wie Organisationseinheit, Vertragspartner oder Bedingungen angegeben werden.

Unternehmensszenario: Road-Sea-Road

Die Abbildung zeigt das Unternehmensbeispiel Road-Sea-Road.

In diesem Szenario wird eine vollständige Containerladung über Straßen-/Seefracht gesendet. In SAP SD wird ein Kundenauftrag für die gesamte Bewegung angelegt. Beim Sichern des Kundenauftrags erstellt das System automatisch eine Frachteinheit für diese Bewegung. Die Frachteinheit wird dann im entsprechenden SAP-TM-Planungsbereich angezeigt. Der Planer entscheidet über das Routing für die Containerbewegung und legt daher Abschnitte in der Frachteinheit an. Jeder Abschnitt der Frachteinheit wird dann separat geplant:

Road-Sea Frachtbeispiel: Frachteinheitsabschnitte

AbschnittBeschreibung
PrecarriageLKW-Bewegung von Verladerherkunft (Denver) nach Hafen (Newark)
HauptlaufSchiffsbewegung vom Beladehafen (Newark) zum Zielhafen (Rotterdam)
NachlaufLKW-Bewegung vom Hafen (Rotterdam) zur Entladelokation des Kunden (Köln)

Es werden zwei Frachtaufträge angelegt: einer für den Vorlaufabschnitt (Chicago nach Newark) und einer für den Nachlaufabschnitt (Rotterdam nach Köln). Der für diese Abschnitte berechnete Betrag wird verwendet, um den Spediteur zu bezahlen.

Außerdem wird eine Frachtbuchung für den Hauptlaufabschnitt (Newark nach Rotterdam) angelegt. Der für diesen Abschnitt berechnete Betrag wird verwendet, um den Seefrachtführer zu bezahlen.

Beispielberechnung für die Frachtbuchung

Die Abbildung zeigt die Berechnung für das Frachtbuchungsbeispiel.

Dieses Beispiel zeigt, wie das System die Kosten für den Transport des Containers von Newark nach Rotterdam über Seefracht basierend auf den Stammdaten berechnet.